Dialog statt Konfrontation

Wiener Polizei marschiert mit Kritikern an Corona-Maßnahmen mit

Am vergangenen Wochenende fand in Wien eine Demonstration von Kritikern an den Corona-Maßnahmen statt. Die Wiener Polizei prügelte nicht etwa auf die ihre Grundrechte wahrnehmenden Teilnehmer ein - so wie in Berlin - sondern schloss sich dem Demonstrationszug an: unbehelmt, friedlich, im Dialog.

Screenshot ORF
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Unterschiedlicher können Bilder von Demonstrationen kaum sein. Am vergangenen Wochenende demonstrierten in Wien die Kritiker der von der Kruz-Regierung getroffenen Corona-Maßnahmen. Sie nahmen ihr Grundrecht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit war und versammelten sich friedlich und ohne Waffen unter freiem Himmel. Selbstverständlich entsandte der Staat seine Polizisten, alleine schon, um das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zu schützen. Genau so verstanden auch die in Wien eingesetzten Polizisten ihre Aufgabe. Sie blockierten nicht etwa den Demonstrationszug oder versuchten die Demonstranten mit dem Auffahren von Wasserwerfen einzuschüchtern. Ganz im Gegenteil, als sich der Zug in Bewegung setzte, nahmen die Polizisten ihre Helme ab und reihten sich in den Zug ein, wie deses kurze Video belegt. Ein Kontrast zu dem, was am 18. November des vergangenen Jahres in Berlin geschah.

Da ließ der Innensenator Geisel (SPD) ein Heer von Polizisten aufmarschieren, um die sich friedlich versammelt habenden Menschen an der Wahrnehmung ihres im Grundgesetz garantierten Versammlungsrechts zu hindern. Geisel ließ als Drohkulisse zwei riesige Wasserwerfer hinter den martialisch ausgerüsteten Polizisten auffahren, die immer wieder mit ihren Kanonen in Richtung der Demonstranten schwenkten. Letztlich, weil sich die Demonstrationsteilnehmer auch davon nicht im offensichtlich erhofften Maße einschüchtern ließen, wurde dann der massive Polizeieinsatz gegen die Menschen befohlen, die nichts anderes gemacht haben, als ihr im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantiertes Grundrecht wahrgenommen haben.

Dass es auch anders geht, dass Polizisten ihrer originären Aufgabe nachkommen - nämlich dem Schutz von Recht und Ordnung - hat die Demonstration in Wien bewiesen. Und die Grundrechte in der Bundesrepublik Österreich unterscheiden sich nicht sonderlich von denen in der Bundesrepublik Deutschland.

Noch ein paar Eindrücke zur Demo in Wien hier, hier und hier.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Sam Lowry

Bis die Stimmung in Deutschland kippt, ist St.-Nimmerleins-Tag... sicher.

Nein, alleine kann und werde ich nichts mehr machen.

FÜR WEN DENN AUCH?

Überall nur noch "Blockwarte".

Das größte Schwein im ganzen Land...

Gravatar: Gerhard G.

Auch in D marschiert die Polizei mit ... meist aber um Rechts von Links zu trennen. Der Befehl zum Losschlagen kommt dann aus der Führungsetage. Gibt es denn überhaupt einen Staat in welchen Regierende keine Angst vor dem Volk haben müssen ???

Gravatar: Was nirgendwo zu lesen ist

Also hier ist das leider anders. Gerade heute wieder erlebt:
Die Polizei unterstützt die Antifa:
Es war eine schöne, im Corona-Frühling 2020 wiederbelebte Tradition: die Montagsspaziergänge der Bürger in Rostock, pünktlich Montags um 18 Uhr auf dem großen Marktplatz, dem Neuen Markt trafen sich Kritiker der Corona-Maßnahmen zum friedlichen Protest. Es waren Bürger, im Alter von 30 bis ca. 70 Jahre, viele Selbständige darunter und viele, die bereits im Herbst 1989 für Freiheit demonstriert haben.
Nachdem Sondereinsatzkommandos der Polizei mittels harter Maßnahmen, wie Einkesseln und Einschüchtern vergeblich versucht hatten, die Bürger aus der Stadt zu treiben, gibt es nun eine neue Taktik: die Spaziergänger sollen vor der Antifa „geschützt“ werden und werden dazu von der Polizei aus der Stadtmitte hinaus geleitet.
Heute abend, die Kirchturmuhr schlug gerade sechs, stiegen Polizisten aus ihren Autos aus und gingen auf Passanten auf dem Neuen Markt zu und erklärten ihnen freundlich und geradezu zuvorkommend, dass die Spaziergänger sich abseits des Marktes treffen würden. Auf dem Marktplatz selbst sei eine Gegen-Demo angemeldet und aus Sicherheitsgründen könnten sich nicht beide Gruppen dort gleichzeitig aufhalten. Die knapp 100 Spaziergänger, mehr waren nicht erlaubt, wanderten friedlich zum angegebenen Ort, trugen Masken, füllten Teilnehmerlisten – für das Gesundheitsamt – aus, hielten rührige Reden, spielten Musik und trommelten an Ort und Stelle, kaum wahrgenommen von Passanten, während zeitgleich nur knappe 20 Personen der Antifa, eskortiert von der Polizei, geradezu durch die Hauptstraße der Stadt paradierten, vollständig schwarz gekleidet, mit Bannern und Parolen. Der Verkehr ruhte, der Zug zog in ein beliebtes Ausgehviertel nahe des Zentrums - sichtbar für jeden.
Fazit: 100 maßnahmen-kritische Bürger lassen sich von 20 Aktivisten der Antifa an den Rand drängen - mit Unterstützung von 100 Polizisten.

Gravatar: egon samu

Zuerst joggten die Polizisten noch gruppenweise und mit Helm neben dem Demozug um irgendwo alle zu überholen. Die Menschen bogen dann in eine andere Richtung ab und die Uniformierten mußten große Umwege machen. Nach längeren Laufeinlagen durften sie dann ihre Helme abnehmen....
Kein Tränengas, kein Prügeln, kein Einkesseln, kein Wasserwerfer.
Obwohl der Chor: "Kurz muß weg!" lange und deutlich zu hören war....

Gravatar: erdö Rablok

Gibts den in Berlin keinen Geiselnehmer?

Gravatar: Gretchen

Na bitte! Geht doch!
Ich hoffe, die deutsche Polizei und ggf. auch die Bundeswehr,die bereits ÜBERALL präsent ist, haben sich das genau angesehen. Auch sie (!!!) sind das Volk!Der ehrbare Bürger in Uniform geht nicht gegen das EIGENE VOLK vor!Eher schmeisst er hin!Alles eine Frage der EHRE!

Gravatar: Happy123

Es ist Blödsinn. Die Wiener Polizei hat sich nicht mit den Demonstranten solidarisiert. Dass die Polizei mitläuft, ist ein taktisches Verhalten, dass vor dem Demonstrationszug sowie am Ende und an den Flanken, stets Polizei mitläuft.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Dass es auch anders geht, dass Polizisten ihrer originären Aufgabe nachkommen - nämlich dem Schutz von Recht und Ordnung - hat die Demonstration in Wien bewiesen. Und die Grundrechte in der Bundesrepublik Österreich unterscheiden sich nicht sonderlich von denen in der Bundesrepublik Deutschland.“ ...

Nun; betrachte ich mir die wohl bis heute Aussagen die Erkenntnisse des Karl Friedrich von Weizäcker über das deutsche Volk aus dem Jahr 1983:

... „Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt: Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte. Die einzige Lösung die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung: dass nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt. Denn Fakt ist, die kleine Clique denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nach dem einfachen aber klaren Motto:
“Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben”!

„Wie bereits oben erwähnt, Weizsäcker rechnete nicht damit verstanden zu werden. Auf die Frage eines Journalisten, was ihn denn am meisten stören würde, antwortete er ... “mich mit einem dummen Menschen unterhalten zu müssen“!!!
http://deutschlandclan.de/war-carl-friedrich-freiherr-von-weizsacker-ein-visionar/

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