Plastik ist ein sehr strapazierfähiger und haltbarer Kunststoff. Er findet heute in vielen Bereichen der Menschen Verwendung. Doch seine Haltbarkeit ist auch sein Nachteil: Plastik verrottet nicht respektive nur sehr langsam. Die Entsorgung ist ein großes Problem. Anders als bei vielen anderen Wertstoffen ist zudem die Wiederverwertungsquote bei Plastik in Deutschland wie auch weltweit sehr gering. Nur 16 Prozent des Plastiks wird hierzulande wiederverwertet. Das geht aus dem aktuell vorgelegten »Plastikatlas 2019« vor.
Weltweit liegt diese Quote sogar noch deutlich darunter, bei nur etwa zehn Prozent. Vielen Ländern ist das Recyclingverfahren zu teuer, die Verschiffung nach Afrika, insbesondere Nigeria, ist viel billiger. Das Problem wird nicht gelöst, sondern kostengünstig verlagert.
Deutschland ist weltweit der drittgrößte Exporteur von Plastikmüll. Die bisherigen größten Abnehmer China und Malaysia haben im vergangenen Jahr Importverbote gegen den Plastikmüll verhängt. Andere Staaten, die auf die mit dem Müll verbundenen Devisen angewiesen sind, können sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht gegen dieses lohnenswerte Geschäft verwehren.
Doch statt sich um Lösungen für die Wiederverwertung des Plastiks zu bemühen, die es durchaus gibt, machen es sich die deutschen Konsensparteien zu einfach und verdammen das Plastik per se. Dabei gibt es bereits etliche Vorschläge, wie man die bereits jetzt im Umlauf befindlichen Plastikprodukte mehrfach verwenden oder zielführend entsorgen kann.



Kommentare zum Artikel
Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.
Diese ganze Gelbsackaktion ist z.B. Geldverschwendung und weiter nichts als ein Schuss in den Ofen. Dafür gibt es inzwischen viele handfeste Beweise und Gründe. Grüne Volksvera...... nennt man sowas auch.