20.00 Uhr: Hochrechnung Deutschland und erste Ergebnisse aus dem Ausland

Wahl zum Europäischen Parlament - Berichterstattung am Wahlsonntag

Die Parteien der Berliner Ampel sind bei der Europa-Wahl erwartungsgemäß ordentlich gerupft worden. Sieger sind die AfD mit einem Plus von 5,2 Prozent und der erstmals angetretene Wagenkencht-Bund, der aus dem Stand auf 5,8 Prozent kommt. Eine parlamentarische Sperrklausel in Deutschland gibt es nicht; ein Stimmanteil von etwa 0,6 Prozent reicht aus, um einen Abgeordneten ins Europäische Parlament entsenden zu können.

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20.00 Uhr: Hochrechnung für Deutschland für die Wahl zum Europäischen Parlament sowie die bereits ausgezählten Ergebnisse aus einigen EU-Ländern wurden veröffentlicht. Erwartungsgemäß wurden in Deutschland die Parteien der Berliner Ampel einmal mehr ordentlich gerupft. Ein großes Thema bei der Wahl - und vor allem auch nach Bekanntgabe der Ergebnisse - wird wohl der sogenannte »Rechtsruck« sein.

Hochrechnung Deutschland:
CDU: 23,6
CSU: 6,6
SPD: 14,0
AfD: 16,2
Grüne: 11,9
FDP: 5,0
SED: 2,7
BSW: 5,8
Die Partei: 1,9
FW: 2,7
Tierschutz: 1,4
Volt: 2,6
ÖDP: 0,7
Familie: 0,6

Wahlbeteiligung: 64 Prozent

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Das vorläufige amtliche Endergebnis aus den Niederlanden liegt vor und zeigt folgende Stimmverteilung:

GL - PvdA - Coalition GL - PvdA (GroenLinks, PvdA) 21.60%
PVV - Partij voor de Vrijheid 17.70%
VVD - Volkspartij voor Vrijheid en Democratie 11.60%
CDA - Christen-Democratisch Appèl 9.70%
D66 - Democraten 66 8.10%
BBB - BoerBurgerBeweging 5.30%
Volt - Volt Nederland 4.90%
PvdD - Partij voor de Dieren 4.40%
NSC - Nieuw Sociaal Contract 3.80%
SGP - Staatkundig Gereformeerde Partij 3.40%
CU - ChristenUnie 2.70%
FvD - Forum voor Democratie 2.50%
SP - Socialistische Partij 2.00%
JA21 - Juiste Antwoord 2021 0.00%
Other parties - Other parties 2.30%

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Nachdem in den Niederlanden bereits am Donnerstag, in Irland und Tschechien am Freitag sowie in Italien, der Slowakei, Lettland, Malta und den französischen Kolonien bereits am Samstag die Wahl zum zehnten Europäischen Parlament stattgefunden hat, sind am heutigen Sonntag die Wahlberechtigten in den anderen 21 EU-Ländern zur Stimmabgabe aufgerufen, darunter auch in Deutschland. 96 Abgeordnete aus Deutschland werden dem neuen EU-Parlament angehören. Außerdem haben hierzulande in acht Bundesländern die Kommunalwahlen begonnen. Parallel zur Europawahl sind die Menschen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt unter anderem zur Abstimmung über Kreistage und Gemeindevertretungen sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aufgerufen. Darüber hinaus finden in Thüringen nach der ersten Runde der dortigen Kommunalwahl vom 26. Mai Stichwahlen statt.

Mit Stand 12.30 Uhr zeichnet sich im bundesweiten Durchschnitt eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. Lediglich in Schleswig-Holstein liegt sie aktuell unter dem Wert von 2019.

Wir werden am heutigen Sonntag regelmäßig über die wichtigsten Ereignisse berichten und selbstverständlich auch einen Blick über die deutschen Grenzen hinaus in die Länder werfen, die von besonderem Interesse sind.

Noch einmal ein wichtiger Hinweis: Anders als bei Bundestagswahlen können bei der diesjährigen Europawahl auch deutsche Kleinstparteien mit niedrigem einstelligem Wahlergebnis ins EU-Parlament einziehen. Denn es gibt keine vorgegebene Prozent-Hürde, die zu erreichen ist. Erst bei der nächsten Europawahl im Jahr 2029 soll eine Sperrklausel wiedereingeführt werden, welche dann bei mindestens zwei Prozent liegen soll. In anderen EU-Ländern gelten bereits jetzt entsprechende Regelungen, auch wenn sie - wie bei vielen Dingen in der EU - sehr uneinheitlich sind. In anderen EU-Ländern ist es anders: So liegt in Zypern die Hürde bei 1,8 Prozent und in Griechenland bei 3 Prozent. Parteien in Italien, Österreich und Schweden müssen mindestens 4 Prozent erreichen. Eine 5-Prozent-Hürde gilt unter anderem in Frankreich, Polen, Tschechien und Ungarn.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Croata

Super.
Die Grünen sind Verlierer !
Die AFD ist No.2 in BW.
Die linke C.Rackete braucht kein Mensch in Europaparlament.
Osten = Respekt!!!!
Junge Wähler = Respekt!!!!!
Österreich = Respekt!!!

Das war eine Generalprobe für die Wahlen 2025.

Gut so, kann noch besser, nächstes Jahr.

Gravatar: Sam Lowry

Die hirntoten GEZ-Rentner in den Altenheimen glauben wohl immer noch, dass IM Erika gewählt werden kann!

Gravatar: Werner Hill

Den "Witz des Wahltages" liefert der Stern und beweist einmal mehr, wie tief er im Sumpf der Globalisten steckt:

Da wird doch glatt behauptet, daß die FDP ihre 5% DANK der Kandidatur von Strack-Z. erreicht hätte.

Hätten sie geschrieben, TROTZ der Kandidatur dieser Kriegshetzerín und Waffenlobbyistin, wären sie bei der Wahrheit geblieben und hätten der FDP einen Gefallen getan ...

Gravatar: Winnetou Koslowski

Na ja die Hochrechnung sieht doch ganz gut aus mit 16,2 %. für die AfD. Was mich an dieser Wahl aber mächtig stört sind die Weimarer Verhältnisse von Hinz und Kunzparteien ohne jede Begrenzung. Als ich heute ins Wahllokal kam und die Tapete mit den vielen Parteien darauf bekam, wurde ich an den Ausspruch vieler Bürger der damaligen DDR erinnert, welche ja wählen mussten und die das spöttisch als "Zettelfalten" tituliert haben. Diese Weimarer Verhältnisse haben damals in den 1920/30er Jahren zur NSDAP geführt und die Heutigen haben nichts daraus glernt? Auch wieder so eine Quasselbude zu bauen, damit die neuen NAZIS von Roten und Grünen so weiter machen wie die damaligen NAZIS aufgehört haben. mit einem vom Krieg total zerstörten Land? Eine Partei habe ich daher nämlich vermisst: Partei zur Zerschlagung der EU, denn die hätte meine Stimme dann bekommen.

Gravatar: Werner Hill

Nach all den fremdfinanzierten Bosheiten gegen die AfD sind 16,5% ein respektables Ergebnis, denn man darf davon ausgehen, daß es ohne BSW durchaus 5% mehr gewesen wären.

Ein Beispiel für die Bosheiten: Da wurde im Raum Passau ein Flyer verteilt, wo u.a. behauptet wird, daß "das Spitzenpersonal der AfD offen rechtsextrem" ist. Der Inhalt des Flyers ist im übrigen so dümmlich, daß ich mich bei denen per E-Mail für die Wahlwerbung für die AfD bedankt habe (keinherzfürrechtehetze@riseup.net).

Gravatar: asisi1

Mir ist es ein Rätsel, das es immer noch so verbohrte Ignoranten gibt, welche die CDU wählen?
Haben sie denn vergessen, das der ganze heutige Mist durch die STASI Merkel losgetreten wurde und jetzt durch die Berliner Gurkentruppe noch verschlimmert wurde. Ich kann es mir absolut nicht vorstellen, das die Menschen so naiv sein können! Es könnte natürlich sein, das sie auch alle nur durch die Staatsknete überleben können. Und sie fürchten, das die AfD ihnen dann den Geldhahn kürzt und sie wieder arbeiten müssten Denn die Masse sind garnatiert auf einem parasitären Posten.

Gravatar: FCS

Die Europawahl ist in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die AfD wurde zweitstärkste Kraft. Die Partei BSW liegt vor der FDP. Noch wichtiger wird die Wahl in Thüringen. Es kann eine sozial-konservative Politik etabliert werden.
https://theosophie343.wordpress.de

Gravatar: Moritz

Nicht das an der EU irgendetwas demokratisch wäre, aber so krass unterschiedliche %Hürden haben mit fairen Wahlen dann auch nichts mehr zu tun.

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