Neue Informationen des SIPRI-Rüstungsreports

Waffen: USA größter Exporteur, Saudi-Arabien größter Importeur

Kein Land der Erde exportiert so viele Waffen wie die USA. Und kein Land importiert so viele Waffen wie Saudi-Arabien. Das Wüstenkönigreich führt einen Krieg im Jemen. Auch deutsche Waffen kommen zum Einsatz.

Foto: Eagleamn [Public domain], via Wikimedia Commons
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Die USA sind seit Jahrzehnten der weltweit größte Herrsteller und Exporteur von Waffen und Militärgerät. Das ist nicht neu. Neu ist aber, dass Saudi-Arabien nun zum weltweit größten Importeur aufgestiegen ist.

Das Friedensforschungsinstitut SIPRI hat die neuesten Entwicklungen im Waffenhandel untersucht [siehe Bericht »Tagesschau«]. Demnach haben die USA ihren weltweiten Vorsprung im Waffenexport weiter ausgebaut. Mittlerweile ist Amerika für 36 Prozent aller Waffenexporte verantwortlich. Von 2014 bis 2018 konnten die Amerikaner ihren Anteil am weltweiten Kuchen um mehr als sieben Prozent steigern.

Besonders hoch ist der Anteil der amerikanischen Exporte, die in den Nahen und Mittleren Osten gehen. Der dortige Waffenhunger ist so hoch wie nie zuvor. Die Länder des Vorderen Orients erhöhten ihre Importe um 87 Prozent. Weltweit geht jede dritte Waffe in diese Region.

Dazu gehören Kampfflugzeuge, Kurzstreckenraketen und Bomben mit integrierter Zielfindung. Der Krieg in Syrien, der Konflikt im Jemen, der Kalte Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, die Sicherung der Ölvorkommen: All dies trägt zur Aufrüstung des Vorderen Orients bei. Die Zahl der Waffenlieferungen speziell nach Saudi-Arabien hat sich von 2014 bis 2018 etwa verdoppelt [siehe Bericht »Welt«].

Deutschland liegt bei den internationalen Rüstungsexporten nach den USA, Russland und Frankreich an dritter Stelle. Während also die Bundeswehr weiterhin mit massivem Ersatzteilmangel zu kämpfen hat, versorgen deutsche Unternehmen die weltweiten Kriegs- und Krisengebiete. Die Hauptabnehmer deutscher Waffen sind allerdings Südkorea, Griechenland und Israel.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner

Die USA sind nicht nur der größte Exporteur von Waffen, sondern dadurch auch der größte Kriegstreiber, denn mit diesen Waffen werden Kriege geführt. Ohne Kriege wären die USA schon lange am Ende. Durch Kriege haben sie schon immer ihre Wirtschaft angekurbelt.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Neue Informationen des SIPRI-Rüstungsreports
Waffen: USA größter Exporteur, Saudi-Arabien größter Importeur“ ...

Dazu kommt, dass die Amis den Saudis nun wohl auch Atomtechnik liefern werden!
https://deutsch.rt.com/international/80314-gefaehrliche-doppelmoral-usa-und-atomprogramm-saudi-arabien/

Um am Ende den Konflikt mit dem Iran von den Saudis mit einigen kleinen Bömbchen lösen zu lassen - und letztlich damit auch im Jemen für klare Verhältnisse zu sorgen?

Klar: ... „Während also die Bundeswehr weiterhin mit massivem Ersatzteilmangel zu kämpfen hat, versorgen deutsche Unternehmen die weltweiten Kriegs- und Krisengebiete. Die Hauptabnehmer deutscher Waffen sind allerdings Südkorea, Griechenland“ ...

Ist aber Saudi-Arabien nicht auch deshalb der zweitbeste Kunde der deutschen Rüstungsindustrie
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/saudi-arabien-ist-zweitbester-kunde-der-deutschen-ruestungsindustrie-a-1234023.html,
weil die Göttin(?) mit dem Donald auch dies bzgl. am selben Strang zieht???

Übrigens:

... „Den Sipri-Forschern geht es bei ihren Berichten um langfristige internationale Trends, ihre Werte bemessen sich nach dem Volumen, nicht dem finanziellen Wert von Waffen-Deals. Dass 2018 etwas weniger im- und exportiert wurde als in den Vorjahren, hält Wezeman für keinen Trendwechsel. "Das ist nicht signifikant. Wenn wir 2019 dasselbe Level wie 2018 haben, dann können wir uns fragen, ob das wirklich ein Trend ist."
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_85384252/sipri-studie-auch-deutschland-steigert-waffenexporte.html

Gravatar: Max Moritz

Fazit:
Möglichst kein Öl von den Saudis kaufen.
Auf heimische Energiequellen setzen, die größte davon: Energieeffizienz, gefolgt von den Erneuerbaren.
MM

Gravatar: Tacheles

@ Werner

Die Kriege kosten die USA viel Geld.
Darum will Präsident D. Trump auch aus einigen
unverbesserlichen Kriegsgebieten weichen.

Gravatar: Karl Brenner

Jetzt wird auch klar, warum es von Deutscher Seite ein Embargo gegen SA gibt.

Es sind die US-hörigen Nato-Nutten unter Merkel/Maas welche den deutschen Unternehmen die Geschäfte in Saudi Arabien versauen.

Verräterbande!

Gravatar: sigmund westerwick

Die Zahlen sprechen für sich

EIn Krieg hat nichts mit Idealen, Moral oder Religion zu tun, es ist ein wirtschaftlichen Unternehmen, das wie jede Investition wirtschaftlicher Kalkulation unterliegt.

Wenn also die USA die meisten Rüstungsexporte in den Nahen Osten ausführt und Saudi Arabien der größte Rüstungsimporteur ist, dann sind die Hauptakteure für den Zusatand des Nahen Osten schon genannt.

Die Kriege des Nahen Osten gehen nicht von Assad oder Iran aus, sondern von den USA und dem wahibistischen Saudi Arabien, gleichgültig was die jeweilige Staatspropaganda behaupten.

Gravatar: Unmensch

Saudi-Arabien ist weit weg von den USA, daher gibt es keine Gefahr dass diese Waffen gegen die USA gerichtet werden könnten.

Gravatar: Gretchen

Gebt dem Mädchen doch einen Flugzeugträger! Und der Uschi ein U-Boot! Für die Badewanne! Dann können die beiden Schiffe versenken spielen!Und niemand hat einen Schaden!

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