Gorch Fock-Affäre

Von der Leyens Verteidigungsministerium räumt schwere Fehler ein

Die Luft für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird immer dünner. Nach dem noch nicht ausgestandenen Skandal um die Beraterverträge muss ihr Ministerium in der Affäre um das Schulschiff Gorch Fock schwere Versäumnisse einräumen.

Screenshot ARD
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Die Kosten für die Instandsetzung des über 60 Jahre alten Segelschulschiffs »Gorch Fock« waren Ende 2015 mit etwa zehn Millionen Euro angesetzt worden. Aktuell liegen die Kosten bei 135 Millionen Euro, die mit der Instandsetzung beauftragte Werft hat Insolvenz beantragt. Die Zukunft des Dreimasters, über viele Jahre ein Vorzeige- und Prestigeprojekt der deutschen Marine, ist alles andere als gesichert. Jetzt räumt das Verteidigungsministerium erhebliche Fehler ein.

Im Januar hatte der Bundesrechnungshof schwere Versäumnisse bei Marine, Beschaffungsamt und auch im Verteidigungsministerium festgestellt. Die Kostenexplosion bei der Reparatur sei nur durch gravierendes Missmanagement an den entsprechenden Stellen möglich. Von Beginn an habe es an einer Basis für die Planung gefehlt. Weder seien Schäden am Schiff korrekt untersucht worden noch seien weitere Informationen beigebracht worden, um die Instandsetzung der Gorch Fock angemessen vorzubereiten.

Jetzt ist man im von der Leyen-Ministerium ganz kleinlaut geworden. Man folge dem überwiegenden Teil der Darstellungen des Bundesrechnungshofs sowie den Empfehlungen im Wesentlichen. Lediglich den erwähnten angeblichen Gefahren für die Besatzung und den Offiziersschülern widerspricht man energisch. Derartige Gefahren haben seit Abschluss der Instandhaltungsmaßnahmen 2012 bis zum Beginn des aktuellen Instandhaltungsvorhabens nicht bestanden, heißt es dazu aus dem Ministerium. Die Sicherheit der Soldaten sei zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Willi Winzig

Das kommt davon wenn Frauen ihre totale Unfähigkeit für bestimmte Aufgaben unter dem Mäntelchen der sog. Gleichberechtigung verstecken und dann nur noch Mist verzapfen, mangels Masse in bestimment Arealen.

Gravatar: reiner

Sie macht doch schon wieder einen Fehler. Nimmt Berater für die Berateraffaire. Die Frau sitzt auf den völlig falschen Posten.

Gravatar: Werner

Wenn sie gehen muss bekommt sie bald wieder ein anderes lukratives Amt. Ein Politiker muss für seine Fehler nicht gerade stehen, er muss nichts verantworten. Das muss grundlegend geändert werden. Diesen Job kann jeder Trottel machen, man braucht nur eine große Klappe.

Gravatar: francomacorisano

Nachdem Flinten-Uschi ja bereits spezielle Uniformen für schwangere Soldatinnen anschaffen lies, kommt demnächst Flecktarn im Regenbogen-Look. Mit den Taliban in Afghanistan bildet die Bundeswehr Stuhlkreise und geschossen wird dann nur noch mit Konfettikanonen und Wattebällchen...

Gravatar: germanix

WANN WIRD VON DER LEYEN VON DER AfD AUFGEFORDERT, ZURÜCK ZU TRETEN?

Und wann wird diese Schwachmaten-Frau vor Gericht gestellt, damit sie den Schaden, den sie in Deutschland verursacht hat, zumindest teilweise wieder gut macht!

Gravatar: LuckyCruiser

Ich würde sogar sagen,
nur die allergrößten Deppen werden in D Minister.
Nirgends geht es so leicht.
Man könnte meinen,
wenn man so alle Revue passieren läßt,
wie ein Karnevalsverein.

Gravatar: Sam Lowry

Hier gehts doch weiter... und weiter... und weiter...

Flugbereitschaft:
Die aufwendige Heimholaktion für den Minister wird für den Steuerzahler nicht ganz billig. Laut internen Zahlen der Bundeswehr kostet jede Flugstunde des A340 rund 24.000 Euro, dazu kommen aber noch die Crew und die Verpflegung für die Fluggäste. Rechnet man Verschleiß und Instandsetzung hinzu, erhöht sich der Stundenpreis sogar auf 35.000 Euro. Alles in allem werde die Rechnung für die Heimhol-Operation folglich mindestens 300.000 Euro kosten, hieß es.
"Davon geht die Welt nicht unter"

Seine sicher nicht.

Gravatar: Sam Lowry

Aus SPON:
"Von der Leyen heuert Berater für Berateraffäre an

Zeugen aus dem Verteidigungsministerium müssen in einem Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre aussagen. Nach SPIEGEL-Informationen bekommen sie rechtlichen Beistand - für 80.000 Euro."

Vom Steuerzahler. Politik unfassbar.

Gravatar: asisi1

Was die im Dummland mit Verantwortung tragen meinen, ist, es wird ein Fehler zugegeben. Es ist aber kein Fehler, sondern schwerste Kriminalität, da es um Volksvermögen geht. Dann Rücktritt und oben drauf noch eine saftige Pension von mindestens 15.000 Euro. Keine Strafe und nichts weiter als Aussicht auf ein neues gut dotiertes Amt. Das nennt man eigentlich Verbrechen und unsere sifige Justiz sollte mal die Eier in die Hand nehmen und nicht immer im Arsch des anderen rumfuhrwerken!

Gravatar: Sam Lowry

Nur zur Info (aus Wikihausen):

Gorch Fock
Stapellauf: 23. August 1958
Baukosten: 8,5 Mio DM
Heimathafen: Kiel
Schiffstyp: Segelschulschiff

Meine halbe (männliche) Familie fuhr damals auf der Gorch Fock. Ich hatte bereits als Kleinkind eine Matrosenuniform mit passender Gorch-Fock-Mütze, sollte sicher auch in diese Fußstapfen treten. Tradition halt.

Doch wie wir wissen, werden heute Tradition und Familie abgeschafft. Notfalls mit Gewalt.
Ein Volk ohne besondere Eigenschaften entsteht.
Unaufhaltsam.
Amen.

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