Ministerin legt ihr Amt als Verteidigungsministerin nieder

Von der Leyen tritt zurück - um anzutreten

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen tritt zurück. Dafür tritt sie heute als Kandidatin um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten an.

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Ursula von der Leyen wird, wie sie gestern erklärte, als Ministerin der Verteidigung zurücktreten. Diese Entscheidung wäre unabhängig von ihrer möglichen Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission, sagte sie laut Welt.

Mit dieser Erklärung setzt von der Leyen alles auf eine Karte. Allerdings wäre sie nach ihrer Kandidatur für den EU-Spitzenposten als Ministerin ohnehin nicht länger haltbar gewesen. Jeder Gefreite wusste von nun an, dass seine Chefin nach Höherem strebt. Ihre gestrige Rücktritterklärung ist daher nur ein schlechter Zug in einem dürftigen Spiel um Posten und Pfründe, übertroffen allenfalls von den peinlichen Lobhudeleien ihrer Kollegen, ob der Strahlkraft ihrer Entscheidung.

Das Ziel dieser Kandidatur ist offenkundig. Die gesundheitlich angeschlagene Merkel will, wenn sie schon nicht selber kann, ein Mitglied aus ihrem Küchenkabinett in Brüssel installieren. Als Kopf der EU soll sie Merkels pseudo-humane Migrationspolitik fortsetzen und eine weitere Stärkung der mitteleuropäischen Staaten der ehemaligen Habsburgermonarchie unterbinden.

Ihre Kandidatur steht aus guten Gründen in der Kritik. Eines allerdings ist sie sicherlich nicht: undemokratisch. Merkel setzt durch, was ihre Wähler von ihr erwarten. Jetzt macht von der Leyen, was das EU-Parlament ihr durchgehen lässt. Ihre Wahl wäre das erste.

Undemokratisch ist allenfalls der Bruch der Ankündigung, einen Kandidaten aus der Gruppe der Spitzenkandidaten zu küren. So wurde es dem Wähler gesagt. Jetzt ist das alles für viele Makulatur. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit.

Schlimmer wiegt, dass eine Frau zur EU-Kommissions-Präsidentin gewählt würde, die eine Spur aus Skandalen und Peinlichkeiten hinter sich herzieht. Plagiatsvorwürfe sind das eine, amüsante Spitznamen wie 'Zensursula' oder 'Flinten-Uschi' das andere. Parlamentarier, die sich für eine so Degradierte entscheiden, degradieren sich selber. Sie handeln zwar nicht undemokratisch, aber feige, wenn sie nicht verhindern, was sie mit einem Klick verhindern könnten - und das wiegt mitunter schlimmer.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Zicky

Ja und was passiert jetzt in der Sache "Beraterskandal " der uns Steuerzahler mehrere hundert Millionen Euros gekostet hat?
Ist die vdL da nun raus, weil sie wichtigeres zu tun hat, als sich mit ihren läppischen Steuergeldskandalen zu beschäftigen?

Gravatar: reiner

Warum tritt sie zurück, wenn sie noch garnicht wusste ob sie gewählt wird. Wurde da gemauschelt?
Warum tritt sie zurück, ihre Zeit ist noch nicht rum - es sind keine Neuwahlen.

Gravatar: Exbiedermann

Frau von der Leyen ist heute, am 16. Juli 2019 um 19.00 mit der Mehrheit von 9 Stimmen zur Präsidentin der EU-Kommission gewählt worden. - ganz entsprechend meiner Erwartung.

Exbiedermann hatte am 06.07.2019 - 14:12 auf diesem Thread geschrieben:

Bei allem, was an Negativem von der linksliberalen und der rechtsdemokratischen Gruppierung innerhalb und außerhalb der EU gegen Frau von der Leyen ins Feld geführt wird, bleibt an Positivem unangreifbar:

1. Sie ist eine Kandidatin des demokratischen Westens, nicht des totalitär verseuchten Ostens der EU.

2. Sie hat als langjährige Verteidigungsministerin im Rahmen der NATO gelernt, in strategischen Kategorien zu denken und damit Gefahren für die Sicherheit Europas zu erkennen und abzuwehren. Dass sich die Hauptgefahr für die EU heute nicht vom Russland Putins, sondern von der islamistischen Invasion und deren anfänglichen Täuschungen und nichtmilitärischen Aggressionen in allen Lebensbereichen abzeichnet, wird sie vor allem aus den Verhältnissen speziell in Brüssel erkennen müssen.

3. Frau von der Leyen verspürt sicher als Mutter von sieben Kindern, alle sozialisiert im demokratischen Flair der europäischen Urgemeinschaft der Sechs, ein gewisses Nestgefühl für ihre Nachkommenschaft, das ihr ein politisches Handeln wie der diesbezüglich verantwortungsfreien Kanzlerin im Jahr 2015/16 verbieten müsste.

4. Wenngleich Frau von der Leyen letztens bei den Bilderbergern gesehen worden ist, erweckt das mein Misstrauen noch nicht, denn die dort erhaltenen Kenntnisse über globalistische Zielsetzungen gegen die EU dürften ihr als künftige Kommissionspräsidentin zu deren kritischer Einordnung nur nützlich sein.

5. Frau von der Leyen ist zweisprachig im französischen Kulturkreis sozialisiert worden, also in einem Europa der Vaterländer, wie einst von Frankreich als einzig denkbare Form einer übernationalen Staatengemeinschaft auf europäischem Boden gefordert worden ist. Sie wird nicht von Natur aus offen sein für die Utopie einer kommunistischen Internationalen unter nunmehr amerikanisch-globalistischen Vorzeichen.

Daher erwarte ich entgegen allem Protestgeschrei von einer EU-Kommissarin von der Leyen neue Impulse zurück zur Vernunft einer stärker dezentralisierten EU der Vaterländer und nicht die Fortsetzung des Weges einer EU der Bürokratisierung und Bevorrechtung unter das Joch einer globalistischen Ideologie, die das Jahrtausende alte Lebensprinzip Heimat vernichten würde, welches sich für den Menschen als "animal soziale" einzig und allein bewährt hat und nicht für linke und grün-liberale "Schnapsideen" aufgegeben werden darf - es sei denn, "man" will die globale Selbstvernichtung zugunsten einer gewissen Menge "Übriggebliebener" betreiben.

Heute füge ich hinzu: Eine starke EU kann sich auch auf der Basis starker Vaterländer herausbilden. Dazu braucht man keine Bilderberger!

Gravatar: lupo

Also ist es doch schon längst in trockenen Tüchern, wer glaubt diese Wahl werde demokratisch der glaubt auch an den Zitronenfalter.
Durch die Wahl solch unfähiger Politiker in die EU werden wir noch unser blaues Wunder Erleben.
z.B. Verarmung der Bevölkerung (Lohndumping), Schaffung eines europäischen Militärbündnisses/Euroarmee, Einschränkungen in der Meinungsfreiheit, Manipulation ganzer Völker in Europa, Niveau der Bildung und Soziales wird weiter sinken usw. wie gesagt ein doofes Volk lässt sich einfach regieren. Hoffentlicht verschwindet dieser korrupte selbstbereicherungs Verein durch solche Politiker nun doch schneller.

Gravatar: Rita Kubier

Von der Leyen tritt zurück! Aber eben LEIDER nicht wirklich. Sie hat ihr zerstörerisches Werk in der Bundeswehr vollbracht und nun geht's AUFWÄRTS, um Gleiches in der nächst höheren Instanz zu vollbringen.
Eine Versagerin und bewusste Zerstörerin schreitet zur nächsten gezielten Vernichtungstat (Deutschlands). Gegen sie läuft zwar ein Verfahren. Aber das spielt absolut keine Rolle. Je größer und besser die Zerstörung Deutschlands erledigt wurde und wird, umso höher können deutsche Politiker auf der Karriereleiter klettern. Denn vd Leyen hat bewiesen, dass sie eine sehr tatkräftige Deutschland-Zerstörerin ist, da sie die BW zu einem Haufen Verteidigungsunfähiger gemacht hat. Und dafür wird sie jetzt von der EU mit dem Amt der EU-Kommissionspräsidentin ausgezeichnet.
Wie singen doch die Prinzen? "Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt ...."!

Gravatar: Erdö Rablok

Hoffentlich fällt sie durch. Damit wären wir sie endgültig los, die oberste Wehrkraftzersetzerin.

Gravatar: Hajo

Das ist ein einziges Konglomerat von Taugenichtsen und Demagogen und die greifen sich alle unter die Arme, wenn es um eigene Vorteile geht und der Gelackmeierte ist der Bürger, das ändert auch nichts an der Tatsache, daß man demokratische Strukturen vorgibt, quasi als Feigenblatt einer totalitären Verhaltensweise und wenn wir diese Typen nicht wegbekommen und dannach ein Umdenken stattfindet, dann sehen wir alt aus, das muß man in dieser Deutlichkeit einfach feststellen.

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