Bolton: US-Truppenabzug erst nach Garantieerklärung der Türkei

USA sichern Kurden im Norden Syriens Schutz zu

Der angekündigte US-Truppenabzug aus Syrien weckte Sorgen, dass die Türkei nun massiv gegen die Kurden in Nordsyrien vorgehen könnte. Trumps Sicherheitsberater John Bolton stellte klar, dass man vor einem Abzug von Ankara eine Sicherheitsgarantie einfordere.

Foto: Gage Skidmore/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0
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Die US-Streitkräfte werden sich erst dann aus Syrien zurückziehen, wenn der »Islamische Staat« vollständig besiegt ist und die Türkei die Sicherheit der von den USA unterstützten kurdischen Milizen garantiert, erklärte der nationale Sicherheitsberater John Bolton bei einem Besuch in Jerusalem.

Bolton betonte, dass es keinen festen Zeitplan für den Rückzug der USA aus Syrien gebe und dass Washington nicht daran interessiert sei, eine langfristige militärische Präsenz im Land aufrechtzuerhalten. »Der Zeitplan ergibt sich aus den politischen Entscheidungen, die wir umsetzen müssen«, stellte er fest.

Boltons Erklärung fügte eine neue Bedingung hinzu, bevor das Militär sich zurückzieht: Sie verlangt von Ankara eine klare Zusicherung, dass die von den USA unterstützten kurdischen Milizen in Nordsyrien keinem Angriff durch türkische Streitkräfte ausgesetzt sein werden. Die Türkei stuft die im Kampf gegen den IS aktive kurdische YPG als terroristische Gruppe ein.

Die YPG beherrscht die an der türkischen Grenze liegenden kurdischen Gebiete im Norden Syriens. US-Außenminister Mike Pompeo hatte Ende der vergangenen Woche gesagt, man wolle bei eimem Truppenabzug sicherstellen, »dass die Türken die Kurden nicht abschlachten«.

»Wir denken nicht, dass die Türken Militäroperationen unternehmen sollten, die nicht voll mit den USA abgestimmt sind und denen die USA nicht zugestimmt haben, damit sie unsere Truppen nicht gefährden und die Forderung des Präsidenten auch erfüllen, dass die syrischen Oppositionskräfte, die mit uns gekämpft haben, nicht gefährdet sind«, sagte Bolton.

Bolton gab seine Erklärung ab während eines Besuchs in Israel, wo er sich in Jerusalem mit ranghohen Vertretern traf, die mehr wissen wollten über Trumps plötzliche Ankündigung, dass die in Syrien stationierten amerikanischen Streitkräfte bald nach Hause kommen würden.

Bolton bekräftigte in Jerusalem, man wolle »die Verteidigung Israels und unserer anderen Freunde in der Region absolut sicherstellen und sich auch um jene kümmern, die mit uns gegen den IS und andere Terrorgruppen gekämpft haben«. An der US-Unterstützung für Israels Recht auf Selbstverteidigung könne kein Zweifel bestehen, betonte dieser.

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Erdogan, Ibrahim Kalin, sagte auf Boltons Bemerkungen hin, eine Terrorgruppe wie die YPG könne kein Alliierter der USA sein. Mit dem Kampf gegen die PKK und deren syrische Zweige verfolge die Türkei das Ziel, andere Kurden »aus der Tyrannei und Unterdrückung dieser Terrorgruppe zu befreien«.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... Die US-Streitkräfte werden sich erst dann aus Syrien zurückziehen, wenn der »Islamische Staat« vollständig besiegt ist und die Türkei die Sicherheit der von den USA unterstützten kurdischen Milizen garantiert, erklärte der nationale Sicherheitsberater John Bolton bei einem Besuch in Jerusalem.“ ...

Der liebe Henryk meint dazu: https://politikstube.com/broders-spiegel-ami-go-home/

Fallen all diese Darstellungen insgesamt nicht ebenso eindeutig aus wie die Antwort eines Freundes auf meine Frage, ob es stimme, dass seine Frau so gut im Bett wäre? Er meinte zu mir:

„Ja mei; die Anen sagen so und die Anderen ... so“!!!
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/82127-reaktionen-in-und-um-syrien/

Gravatar: Sigmund Westerwick

Die personifizierte Lüge

Diesem Herrn Bolton würde ich nicht mal ein Brötchen abkaufen, es könnte vergiftet sein.
Wenn der etwas sagt heisst das für alle Kurden, dass sie alleine gelassen werden, sie sind eben nur die nützlichen Idioten der Amerikaner und haben jetzt ausgedient.

Schade

Gravatar: Karl Brenner

Kurdenstaat oder Völkerrecht ?
Außenpolitik ist letztendlich immer Eigeninteresse.
Das wird sich auch in Syrien herausstellen.

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