Seehofers Wunschträume

Union soll 40 Prozent bei der Bundestagswahl holen

Der bayrische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat nach der Klausurtagung im Kloster Banz ein hohes Ziel für die Bundestagswahl am 24. September 2017 ausgegeben. Die Union solle die 40-Prozent-Marke anstreben.

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Horst Seehofer, bayrischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender, ist bekannt für seine mitunter markigen Worte. Er ist gleichsam aber auch bekannt dafür, dass diesen markigen Worten selten Taten folgen. Seinen verbalen Angriffen gegen Merkel folgt in unschöner Regelmäßigkeit, dass er vor ihr, wenn es hart auf hart kommt, einknickt und wie ein getretener Hund das Weite sucht. Von der von ihm immer wieder ins Gespräch gebrachten Obergrenze bei »Flüchtlingen« ist das Land zumindest immer noch so weit entfernt wie am ersten Tag der Flüchtlingskrise.

Nach einer Klausurtagung im oberfränkischen Kloster Banz wartet Seehofer laut einem Bericht der »FAZ« einmal mehr mit markigen Worten auf. Im Hinblick auf die am 24. September 2017 stattfindende Bundestagswahl kämpfen CDU und CSU gemeinsam darum, so stark wie möglich zu werden, sagte Seehofer. »Und für uns gemeinsam habe ich das Ziel ausgegeben, dass wir 40 Prozent bei der Bundestagswahl erreichen sollten.«

Um dieses Ziel zu erreichen, wolle man, so Seehofer, einen gemeinsamen Wahlkampf mit der CDU. In seiner Grundsatzrede vor der Landtagsfraktion sagte er Merkel seine Unterstützung zu. Anfang Februar soll ein Spitzentreffen der Funktionäre beider Schwesterparteien stattfinden.

Woher Seehofer seinen Optimismus nimmt, hat er nicht belegt. Bei den Meinungsforschungsinstituten zumindest ist die Union sehr weit von dem bei der letzten Bundestagswahl erreichten 41,5 Prozent entfernt. Selbst die 35-Prozent-Marke scheint derzeit bei der kommenden Bundestagswahl für CDU/CSU zu hoch zu sein.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: JohnSheridan

Naja, die Meinungsmacherinstitute heben diese Politik- und Staatsversager ja schon wieder gegen die 40%-Marke.

Ein Schelm, wer böses denkt oder gar von "demokratischen" Wahlen spricht.

Im weiteren sollte sich jeder mal die Seite des BAMF durchlesen, dort wird ganz klar von Ansiedlung der Invasoren gesprochen!

Die Resterampe "BRD" ist zum Abschuss freigegeben!

Gravatar: Stephan Achner

Ach, der Seehofer. Wer hört eigentlich noch hin, was der wieder von sich gibt und dann doch nicht macht? Schickt den doch endlich in Pension. Bayern braucht neue Kräfte, die nicht nur reden, sondern auch entsprechend handeln.

Auf Seehofer passt sehr gut eine Aussage von Donald Trump, die er gegenüber den sog. Washingtoner Polit-Eliten im US-Wahlkampf regelmäßig gemacht hat: "Only talk, no action."

Gravatar: Hans Meier

Horsti, hast Du sie noch alle?

Die CSU hat es versaut!
Ihre Tram-Fahrer haben es nicht geschafft auszusteigen, und den Merkelismus zu verlassen.

Jetzt ist alles zu spät.
Ihr werdet Dresche kriegen, weil ihr genau das, von uns eingefordert habt.

Horsti, Dein taktisches Getendel ist nix anderes, als peinlich.

Gravatar: Jomenk

Frau Merkel und Herr Seehofer können sich doch auf diejenigen, die hier schon länger leben, absolut verlassen. Es fehlen noch einige Prozentpünktchen bis zum erstrebten Ziel, aber bis zum 24. September ist ja noch etwas hin. Den hier länger lebenden wirft man zwischendurch man ein paar Leckerli vor die Füsse. Das reicht völlig, um die nötigen Prozente zusammenzukratzen. Das hat schliesslich immer funktioniert. Nein, auf die Deutschen ( upps ) war immer verlass, wenn es darum geht, sich den Strick um den eigenen Hals zu legen.

Gravatar: Lothar Hannappel

Das macht Seehofer genau richtig! Das Potential der Union ist schließlich noch deutlich höher wie die genannten 40%. Nur steht da Merkel im Weg. Mit ihr wird es weiter abwärts für die ehemalige Volkspartei €DU gehen. Je weiter also Merkel unter den 40% bleibt, desto gößer die Chance sie los zu werden.

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