Ali Bashar hätte lange aus Deutschland abgeschoben sein können

Unbegründete Asylklage blieb eineinhalb Jahr liegen

Immer mehr Details zeigen, dass der Mord an Susanna Feldman vermeidbar war. Der Widerspruch gegen die Asylablehnung von Ali Bashar ging im Januar 2017 ohne jede Begründung ein und blieb fast einéinhalb Jahre beim Gericht unbearbeitet liegen.

Foto: AfD Pankow
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Ali Bashar, Asylklage, Asylverfahren, Irak, Migration, Mord, Susanna Feldman, Verwaltungsgericht, Wiesbaden
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Im Fall der vergewaltigten und ermordeten 14-jährigen Susanna Feldman durch einen jungen Iraker kommen immer neue erschreckende Details ans Licht, dass es zu dem Verbrechen in Wiesbaden gar nicht hätte kommen müssen. Nach der Ablehnung des Asylantrags der Familie des Täters Ali Bashar, reichte diese bereits im Januar 2017 Klage dagegen ein. Diese wurde bis heute nicht bearbeitet.

Eine zuständige Richterin spricht von Überlastung, wodurch die Asylklage von Ali Bashar und seiner siebenköpfigen Familie fast eineinhalb Jahre unbearbeitet beim Wiesbadener Verwaltungsgericht lag. Ein Rechtsanwalt reichte diese zwar am 9. Januar 2017 formal gegen die ablehnenden Asylbescheide ein, diese Klagen seien bis heute aber nie begründet worden.

Der Anwalt erklärte, die Eltern von Ali B. seien danach nie wieder zu ihm gekommen, um über weitere Fluchtgründe zu sprechen. Ebenso hätte das Gericht ihn nie dazu aufgefordert, eine Klagebegründung einzureichen. Die Richterin am Verwaltungsgericht bestätigte das und begründete die lange Verfahrensdauer mit der personellen Überlastung des Gerichts wegen zahlreicher Asylverfahren.

Der aus dem Irak stammende Ali Bashar sitzt derzeit in Untersuchungshaft und hat die Tat gestanden. Ebenso berichtet das Nachrichtenmagazin »Spiegel« davon, dass die Familie Bashar während ihres mehrjährigen Aufenthalts in Deutschland gegenüber Verwandten im Nordirak von den hervorragenden Bedingungen dort geschwärmt hätten.

Ein Cousin von Ali B. aus dem irakischen Kurdengebiet sagte gegenüber Journalisten: »Sie erzählten, dass es ihnen gut ginge in Deutschland«. Sie müssten für ihr Leben dort nicht hart arbeiten, man kümmere sich um sie, und sie bekämen ein Gehalt vom Staat, berichteten sie immer wieder der Verwandtschaft.

Als die Familie Bashar aus Eltern und sechs Geschwistern aus dem Irak im Oktober 2015 nach Deutschland kamen, begründete sie ihre Asylanträge offiziell damit, dass die Kinder in ihrer Heimat möglicherweise von Kämpfern der kurdischen PKK für bewaffnete Auseinandersetzungen rekrutiert werden könnten. Zweieinhalb Jahre bezogen sie dann Sozialleistungen vom Staat, fast eineinhalb Jahre davon trotz abgelehnten Asylantrags. Nebenher dealte Ali Bashar mit Drogen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Sabine

Interessant hierzu ist ein ausführlicher Bericht im Spiegel Nr. 25 vom 16.6.
Lt. Bericht startete die Familie mit acht Kindern aus dem Nordirak in Richtung Deutschland. Die Familie erzählte,
dass es ihnen gutgehe in Deutschland, man würde sich um sie kümmern, sie müssten nicht hart arbeiten. Sie würden essen, lernen und ein Gehalt vom Staat bekommen.
Nach ihrer nun plötzlichen Rückkehr erzählten sie den Verwandten, dass sie für ein halbes Jahr Urlaub machen in der Heimat, damit der Vater sich erhole.

Gravatar: Thomas Waibel

Also sind die Gerichte überlastet.

Auf den Gedanken, neue Gerichte zu schaffen, scheint die politische Führung nicht zu kommen.

Ein Staat, der Milliarden hat, um "Flüchtlinge" zu verwöhnen, sollte auch ein paar Millionen haben, um neue Gerichte zu finanzieren.

Die Überlastung der Gericht durch Asylverfahren ist nicht vor einer Woche entstanden, sondern existiert schon seit Jahrzehnten. Schon vor 2015 hat es jede Menge von Asylverfahren gegeben, die Jahre dauerten.

Hier besteht der Verdacht, daß die politische "Elite" gar nicht daran interessiert ist, die Asylverfahren zu beschleunigen, weil je länger ein Asylant sich in Deutschland aufhält, desto unwahrscheinlicher wird seine Abschiebung.

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