Forderung nach Ende der Militäraktion

UN werfen Erdogan »völkerrechtswidrigen Einmarsch« vor

Der vom türkischen Despoten angeordnete Einmarsch türkischer Bodentruppen in Nordsyrien stößt weltweit auf Ablehnung. Die UN spricht in einer ersten Stellugnnahme von einem Bruch des Völkerrechts. Für heute ist eine Sondersitzung der Vollversammlung einberufen, mit einer Verurteilung und einer Forderung nach dem Ende der Militäraktion wird gerechnet.

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Der türkische Despot Erdogan hat sich einen wohlklingenden Namen für den Einmarsch seiner Bodentruppen in Syrien und dem Feldzug gegen die dort lebenden Kurden einfallen lassen: »Operation Friedensquelle« nennt er diesen kriegerischen Überfall, dessen einziges Ziel es ist, gegen seinen Erzfeind, die kurdischen Truppen von der YPG, zu bekämpfen und vernichten. Bereits in den ersten Stunden nach Beginn des türkischen Angriffs auf die Kurden sind nach Berichten von Aktivisten mindestens 15 Menschen getötet worden,darunter auch Frauen und Kinder.

Eineitlich verurteilen sowohl die EU wie auch die USA den Einmarsch der türkischen Bodentruppen. In einer ersten Stellungnahme bezeichnen die UN die Aktion als einen Bruch des Völkerrechts und haben für heute eine Sondersitzung der Vollversammlung einberufen. Beobachter rechnen mit einer Verurteilung des Angriffs sowie einer Forderung nach sofortiger Einstellung der Angriffe.

Harsche Kritik erntet Erdogan auch von US-Präsident Trump, der zugleich eine Warnung in Richtung Ankara schickt. Die USA werden ihre kurdischen Verbündeten nicht fallen lassen, versicherte der Präsident. Sollte die Türkei zu weit gehen, werden die USA entsprechende Konsequenzen ziehen, so Trump. Der türkische Angriff auf Syrien, so Trump, sei »keine wirklich gute Idee«.

Experten sprechen im Zusammenhang mit der türkischen Offensive von dem Versuch, einen Bevölkerungsaustausch in der Region herbeizuführen. Die Kurden sollen aus Nordsyrien vertrieben werden, damit Erdogan dort seine mehrfach erwähnte Pufferzone einrichten kann.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans

Wer wirft den Russen und Polen völkerrechtswidrigen Einmarsch in Ostpreußen vor?
Da wird lieber die Klappe gehalten, weil eine atomare Großmacht dahinter steht.
Grenzen waren noch nie ewig. Obwohl - ich kenne ein Volk, dass ewige Grenzen bevorzugt.
Könnte Erdogan sogar recht haben?

Gravatar: germanix

Diesen Schwachsinn, den die UN der Türkei vorwirft, hat sie schon immer der USA und anderen Schurkenstaaten vorgeworfen, wenn interveniert wurde!

Das ist nichts als Dünnschiss!

Die UN vergreift sich an der Weltbevölkerung - sie glaubt, sie können die Völker für dumm verkaufen - leider geschieht das sehr häufig im Kontext der Alliierten - daher ist der "völkerrechtswidrige Einmarsch", den die UN proklamiert eine Farce!!!

Gravatar: Besorgter Bürger

US-Truppen-Abzug aus Nordsyrien: Trump droht Türkei mit wirtschaftlicher Zerstörung
https://youtu.be/MgSxX_VH75M
Kritik an Nordsyrien-Offensive:

US-Senatoren wollen Erdoğan persönlich mit Sanktionen belegen
https://www.deutschland-kurier.org/kritik-an-nordsyrien-offensive-us-senatoren-wollen-erdogan-persoenlich-mit-sanktionen-belegen/

Türkei-Offensive in Nordsyrien: EU mahnt Ankara zu Zurückhaltung https://youtu.be/QIh-Z22UJrM

Sebastian Kurz (ÖVP) warnt vor neuer Flüchtlingswelle | Die richtigen Fragen https://youtu.be/TG54VJ-gfdk

Darum ist die Masseneinwanderung nach Deutschland gewollt | Dr. Gottfried Curio https://youtu.be/hnPRL63oK48

Gravatar: karlheinz gampe

Mit Merkels Leopardpanzern gegen die Kurden ? Weil diese sich dem islamischem Gottesstaat entgegen stellten ? Erdogan und ****** CDU IM Stasi Merkel bringen den Islam nach Europa. ***** ***** ***** ***** ***

Gravatar: Rita Kubier

Da lächelt doch bloß dieser despotische Narzist und Großenwahnsinnige Erdogan über das, was die UN oder alle anderen ihm vorwerfen und anprangern. Und der wird - sogar zu Recht - denken und meinen, 'zieht ihr euch doch lieber mal alle selbst an der eigenen Nase, ihr habt selbst alle jede Menge Dreck am Stecken' - womit er absolut recht hat. Die UN, die Europa bzw. die halbe Welt BEWUSST kaputt macht und aus den Angeln hebt mit ihrem an die Länder aufdiktierten Migrationspakt, sollte mal ganz still sein. Ein Verbrecher sollte einem anderen Verbrecher nichts vorwerfen. Also nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt! Wobei Erdogan absolut nicht in Schutz zu nehmen ist. Der ist nur einer von vielen in der großen Verbrecherschar auf dieser Welt!!

Gravatar: Fritz der Witz

Da werden dem Osmanen-Großkotz aber die Knie zittern, wenn ihm die UN "völkerrechtswidriges Handeln" vorwerfen. Natürlich handelt die Türkei völkerrechtswidrig.

Aber: Nichts und niemand ist scheinheiliger und verlogener, als die - sogenannte - westliche "Wertegemeinschaft".

Welche "Werte" von selbiger vertreten werden, bekommt man schließlich täglich demonstriert.

Die UN sind längst nichts weiter mehr, als eine gekaperte und instrumentalisierte Institution der geopolitisch noch bestimmenden (West-)Mächte, und deren situativer Kollaborateure.

Gravatar: Walter

Der US - Präsident hat seine leeren Drohungen gegenüber der Türkei ausgesprochen. Auch die EU wird ihre ähnlichen Erklärungen dazu abgeben. Die UN reden vom Bruch des Völkerrechts.
Gerade die UNO die selbst mit ihrem Migrationspakt völkerrechtswidrige Handlungen durchsetzen wollen kann man doch nicht mehr für voll nehmen. Sie wurde einst von den Großmächten gegründet um den Erhalt des Weltfriedens zu sichern. Leider hat sie sich mittlerweile zum Interessenvertreter der globalen Weltelite entwickelt.

Die Nato wurde einst gegründet zur Verteidigung ihrer Mitgliedsstaaten. Leider hat sie sich zu einem Konstrukt entwickelt, welches hauptsächlich zur Durchsetzung der geopolitischen Interessen der USA dient.
Dies konnte man ganz deutlich an den von der Nato geführten Kriegen bisher erkennen.
Die Nato hat sich von einem Verteidigungsbündnis zu einem selbst Angriffskriege führenden Bündnis zur Durchstzung von geopolitischen Interessen entwickelt.

Eigentlich müsste man die Türkei, wenn man es mit der Nato ehrlich meint sofort aus der Nato ausschließen. Aber aus geopolitischen Gründen wird dies nicht geschehen und deshalb sind die Erklärungen aus den Natoländern dazu nur Schall und Rauch.

Wieso auch ? Was wirft man den Türken denn vor, dass sie ihre geopolitischen Interessen vertreten? Das ist doch nichts anderes was andere Nato - Staaten ebenfalls tun.
Da ist der Ruf, haltet den Dieb, scheinheilig und nicht angebracht. Darüber sollte man mal nachdenken, bevor man verbal auf die Türkei einprügelt.

Gravatar: Maggus

Is ja richtig, doch wo war die UN als die Nato in Afghanistan, Irak, Lybien und eben in Syrien "einmarschiert" ist? Lächerlich...

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Der vom türkischen Despoten angeordnete Einmarsch türkischer Bodentruppen in Nordsyrien stößt weltweit auf Ablehnung. Die UN spricht in einer ersten Stellugnnahme von einem Bruch des Völkerrechts.“ ...

Ist es möglich, dass sich der Recep Tayyip sicher ist:

Wenn die Nato weltweit völkerrechtswidrige Kriege führen darf
https://www.freitag.de/autoren/jakob-reimann-justicenow/die-illegalen-kriege-der-nato,
sollte das für die Türkei als deren Mitglied auch legitim sein???

Ob das Seitens der Türkei allerdings so weiter geht, wage ich zu bezweifeln, denn:
https://www.deutschlandfunk.de/geplanter-einmarsch-der-tuerkei-russland-will-syriens.2932.de.html?drn:news_id=1057589

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