Die (fast) vergessene Landtagswahl im Mai 2019

Umfrageschwäche der SPD kann in Bremen für Regierungswechsel sorgen

In der Berichterstattung über das Wahljahr 2019 stehen die Europawahl und die Landtagswahlen in drei östlichen Bundesländern weit mehr im Fokus der Berichterstattung der Medien als die Bürgerschaftswahl in Bremen im Mai 2019. Doch die Schwäche der SPD kann hier einen Regierungswechsel bedeuten.

Von Bremische Bürgerschaft - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69888222
Veröffentlicht: | von

Deutschland steht dieses Jahr ein Wahljahr mit vermutlich gravierenden Änderungen bevor. Die Wahl zum Euopäischen Parlament im Mai 2019 hat internationale Bedeutung, die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen (jeweils am 01. September 2019) sowie in Thüringen (am 27. Oktober 2019) stehen bereits jetzt aufgrund des zu erwartenden Erfolgs der AfD im Fokus des Interesses seitens der Berichterstatter. Fast unbemerkt bleibt bisher, dass in Bremen zeitgleich mit der EU-Wahl auch die Bürgerschaft (so heißt der dortige Landtag) neu gewählt wird. Dabei bahnt sich hier ein Regierungswechsel an. 

Noch regiert in Bremen eine rot-grüne Regierung mit einer klaren Sitzmehrheit. Doch die Wahlumfragen zeigen deutlich, dass die SPD bei der kommenden Bürgerschaftswahl schwere Verluste hinnehmen muss. Ein Rückgang von über sieben Prozent wird erwartet, mit dem nicht nur das Ende des jetzigen Regierungsbündnisses einher geht. Es steht sogar im Raum, dass die SPD den gegenwärtig innehabenden Rang als stärkste Partei im Stadtstaat verlieren wird. Diese Verluste können durch die vermutlichen Gewinne der Grünen bei Weitem nicht kompensiert werden; ein Ende von Rot-Grün ist mehr als nur wahrscheinlich.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird die CDU die SPD als stärkste Partei ablösen und dann mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Doch das dürfte ein sehr spannendes Unterfangen werden. Die neue Bürgerschaft wird auch weiterhin mit sechs Parteien besetzt sein, sodass ein Zweier-Bündnis nur bei der Konstellation CDU/SPD möglich ist. Ansonsten blieben als Regierungsoption lediglich Dreier-Bündnisse; dann allerdings auch eine sozialistisch-postkommunistische Regierung Rot/Dunkelrot/Grün.

Je nach Quelle sehen die Umfragewerte derzeit in etwa so aus, dass CDU und SPD mit je 25 Prozent etwa gleichauf liegen. Den Grünen prognostiziert man aktuell rund 18 Prozent; sowohl Postkommunisten wie auch FDP und AfD werden gute Chancen auf ein zweistelliges Ergebnis eingeräumt. So ganz uninteressant ist die Wahl in Bremen daher nicht.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Friedhelm Sieb

Als Mehrheitsbeschaffer schaffen es die Sozen allemal in Bremen. Das "linke" Bündnis wird sicherlich bei Erwachen so mancher Bürger, durch eine Partei wie die zweistellige AfD, nicht so stark in der Bürgerschaft vertreten sein. Ein wenig mehr Vielfalt in der Parteienlandschaft tut der Demokratie gut. Vielfalt ist der Wunsch der möglich linken Mehrheit. Also, mit einer starken AfD in Bremen wäre dieses Ziel erreicht.

Gravatar: *******

Au Backe.
Das Geheul des grün-roten *********** wird dann noch auf dem Mond zu hören sein.

Gravatar: Karl Brenner

Die CDU in Bremen ist satt, versnobt, verstaubt, versteinert, arrogant und alles andere als volksnah.
Sie hat nicht einmal etwa hanseatisches an sich.
Und die FDP in Bremen ist auch nicht viel anders.

In Bremen ist volksnähe, Sicherheit (im weiteren Sinne) und Ordnung gesucht.

In der Stadt leben möglicherweise mehr Ausländer als Deutsche. In Hessen hat man bei der AfD ein gutes Konzept gefahren. Das muss aber auch zu den Leuten passen.

Die Stadt ist komplett Sozialdemokratisiert. Von der Wahlurne bis zum bitteren Ende. Sollte eine andere Regierung drann kommen, wird es schwer. Man muss auf das aufbauen, was vorhanden ist

Gravatar: Schnully

Ein Regierungswechsel vielleicht aber keine andere Politik die ist mit den möglichen Koalitionspartnern nicht machbar .

Gravatar: Volker Mauser

Von 2stellig sah ich in Umfragen noch nichts,allerdings gibt es dort ja noch die BIW mit 5-7%-die fast das selbe Programm haben.

Gravatar: karlheinz gampe

Wer CDU, SPD oder grün wählt in Bremen, der sollte sich was schämen !

Gravatar: Rolf

In Bremen ist die Infrastruktur katastrophal Marode. Die Wirtschaft liegt am Boden.

Parkhäuser in der Innenstadt werden abgerissen, gegen den Willen der Geschäfsinhaber - um nach den Rot-Grünen Ideologen die Innenstadt "attraktiver" zu gestalten.

Monatelange Verkehrsbehinderungen durch Rückbau von wichtigen Straßen. Auf vierspurigen Hauptverkehrsstraßen werden Ampelschalten so gestaltet das Fahradfaher mit 19 km/h grüne Welle haben. Die PKWs stehen derweil im Stau.

Viele Stadtteile sind Nachts zu No-Go Areas geworden. Schon vor 15 Jahren gab es mehrere Stadtteile mit einem Ausländeranteil von mehr als 85%. Asylantenheime wohin man blickt.

Kann man nur hoffen das die Verantwortlichen eines Tages dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Gravatar: asisi1

Der Bremer ist einfach zu doof, hier eine andere Partei zu wählen. Die Sozis haben die Werften und die Häfen ruiniert. Die heutige Wohnungsbaugesellschaft "Neue Heimat", wurde zweimal mit den Gewerkschaften in die Grüze gefahren. Natürlich auf Staatskosten Die Polizei und Justiz haben vor dem Miri Clan die Hosen voll. Über die Hälfte der Bevölkerung leben von staatlichen Leistungen. Das Bildungssystem kann man gar nicht mehr so nennen, da 50% der Schulabgänger nicht richtig lesen und schreiben können. Aber es wird SPD gewählt, weil schon mein Großvater die gewählt hat!

Gravatar: Karin Weber

Ich glaube nicht, dass sich bei einem "Regierungswechsel" dort etwas ändert. Die SED übernimmt in einem solche Fall von der SED. Aus Raider wird Twix ...

Gravatar: D.Eppendorfer

Bremen ist eine systematisch kaputt regierte Rotsockenenklave wie Berlin. Nur noch nicht ganz so filzokratisch korrupt und asozial verdreckt.

Ist aber nur eine Frage der Zeit, dass auch dort Kleinasien und Afrika eigene Stadtteile geschenkt bekommen, die vom Streichelzoo-Michel dann komplett alimentiert werden müssen, weil die rechtgläubigen "Import-Fachkräfte" sich als All-inclusive-Urlauber verstehen.

Wenn der Mehrheitspiefke in seinem einfältigen Vielfaltstaumel es jedoch so will, soll und wird er es bekommen.

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