Menschlicher Fehler oder Manipulationsversuch?

Über tausend Briefwahlunterlagen mit falscher Postleitzahl versendet

Am 14. Oktober wird in Bayern der neue Landtag gewählt. Viele Wähler haben Briefwahl beantragt. Jetzt kommt heraus, dass etliche Unterlagen mit falschen Postleitzahlen auf dem Rücksendeformular versehen versendet wurden. War das nun ein kleiner Fehler oder steckt doch mehr dahinter?

SYMBOLBILD. Quelle: philaseiten.de / keine Verfügungsbeschränkung
Veröffentlicht: | von

Die Briefwahl wird hierzulande immer populärer, da der Mensch an sich immer bequemer wird. Das gilt auch für die kommende Landtagswahl in Bayern. Jetzt kam aber per Zufall heraus, dass die Postleitzahl eines Wahlamtes auf dem Rücksendeformular falsch ist. Es ist also nicht garantiert, dass der in den Rücksendumschlag gesteckte ausgefüllte Stimmzettel überhaupt oder rechtzeitig zur Stimmenauszählung an seinem Bestimmungsort ankommt. Da auf dem Umschlag auch kein Absender vermerkt ist, besteht die durchaus reale Gefahr, dass diese Stimmzettel dauerhaft in den unendlichen Tiefen des deutschen Postwesens verschwinden.

Das ist bereits die zweite bekannt gewordene Unsauberkeit im Vorfeld der bayrischen Landtagswahl am 14. Oktober 2018. Im September wurde bekannt, dass in München 45.000 Wahlbenachrichtigungen versendet wurden, auf denen ein komplett falscher Wahlkreis eingetragen war. Beide Fälle, betrachtet man sie separat, sind Kleinigkeiten, vielleicht sogar Banalitäten. Doch treten derlei kleinere Verfehlungen in der jüngeren Vergangenheit immer öfter auf.

Der politische Platzhirsch in Bayern, die CSU, steht mit dem Rücken zur Wand. Vor allem die AfD macht ihnen Wählerstimmen streitig. Bei einigen der vergangenen Wahlen kam es zu merkwürdigen »Unregelmäßigkeiten«, die in der Regel zu Lasten der AfD gingen und im Nachlauf nur teilweise korrigiert wurden. Daher werden bereits im Vorfeld der kommenden Landtagswahl Stimmen laut, die weitere dieser »Unregelmäßigkeiten« erwarten. Die beiden erwähnten kleinen »Missgeschicke« können entsprechende Indikatoren sein - oder einfach nur menschliches Versagen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerd Müller

Die Erfahrung zeigt mir, daß dies absolut mutwillig "passiert" ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht: man darf dieser Lügenbande kein Wort mehr glauben !!

Gravatar: jens s

das Datum zeigt das Jahr 1991 - da waren es m. Wissens nach noch 4-stellige PLZ.
Hat da jemand in der Reaktion hyperventiliert und vorschnell "geschossen" oder hab ich irgendwas nicht kapiert?

Gravatar: Old Shatterhand

1.) Grundsätzlich wurde bisher noch jede Wahl manipuliert und mehr oder wenige auch absichtlicher Wahlbetrug festgestellt. Die Staatsmedien jonglieren mit einer 4 % Masse, die z.B. den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag 2013 verhindert hat und auch davon habe ich noch einige Betrügereien meist durch Rote und Grüne verursacht, in meinem Archiv.

2.) Muss man sich die Ergebnisse der sog. Umfragen kurz vor den Wahlen (die sind nie repräsentativ bei den paar Hanseln die da befragt werden, meist sogar immer die Gleichen) gut merken, denn das Wahlergebnis wird dann in die gewünschte Richtung manipuliert und die sagen dann, seht ihr wir sind ganz nah dran. Die Logik dahinter ist einfach die, dass wir die Lügen- und Lückenpresse in den vergangenen paar Jahren ja richtig kennengelernt haben und vieles auch als Lüge entlarvt wurde (aktuelles Beispiel; Menschenjagden in Chemnitz)
Insofern kann man die Uhr danach stellen, dass die Wahlen auch diesmal nicht nur manipuliert werden, sondern dass massiver Wahlbetrug auch eingeplant ist.

3.) Der perfideste und auch effektivste Wahlbetrug passiert bei der Briefwahl, da verschwinden ganze Kisten mit unliebsamen Parteistimmen. DAHER WER NICHT WILL, DAS SEINE STIMME VEROREN GEHT, SOLL UNBEDINGT IN SEIN WAHLLOKAL GEHEN UND SEINE STIMME ABGEBEN, AUCH WENN ES "CATS AND DOGS" REGNET WIE DIE ANGELSACHSEN SAGEN:

4.) Wer irgendwie kann und Zeit hat, sollte mit einem Freund oder Bekannten als Wahlbeobachter so um 17:45 Uhr in sein Wahllokal gehen, sich als Wahlbeobachter vorstellen und die Auszählungen überwachen. So kann sicher einiges verhindert werden. Aber bitte immer möglichst zu zweit, weil 4 Augen mehr sehen als zwei und man bei Bedarf einen Zeugen hat.

Gravatar: Jens S.

hat mir denn keiner ne Antwort? W9ie alt ist denn der Wahlbrief? Für mich 27 Jahre alt.
Wer belehrt mich eines Besseren?
Besser, die Redaktion prüft das, als morgen wegen Verbreitung von fake news im Rampenlicht zu stehen.

Gravatar: pepilo

@ Jens S
Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Das Foto ist klar gekennzeichnet:
"SYMBOLBILD. Quelle: philaseiten.de / keine Verfügungsbeschränkung"

Gravatar: Jens S.

ahhh plötzlich ist es nur noch "Symbolbild"-

Bin also doch nicht doof. ;-))

Warum zeigt Ihr kein aktuelles "Beweisphoto"?

Sowas schürt Misstrauen.

Mindestens ebenso wie die Wahlmanipulationen

Gravatar: Werner

Ich denke nicht, dass man da von Kleinigkeiten reden kann. Ein Wahlzettel zur Landtagswahl ist ja schließlich keine Glückwunschkarte zur bestandenen Führerscheinprüfung. Der Sache sollte man schon nachgehen. Es kommt auf jede Stimme an.

Gravatar: Karl Brenner

Briefwahlen sind zu einer kritischen Sache geworden.
Die parteipolitisch getriebenen Verwaltungen haben die Hand drauf. Wer vertraut denen nach all dem was passiert ist noch?

Ich würde nicht mehr die Briefwahl verwenden.
Nicht in diesem Land.

Gravatar: Jens S.

@ pepilo

Als ich gefragt hab, stand NICHT "Symbol" unter dem Bild!
Warum wird kein Original gezeigt ?

Ich wiederhole: So schadet man denen, die man eigentlich unterstützen will/soll(!)

Ps: ich trau KEINER Briefwahl mehr.

Gravatar: Old Shatterhand

Jetzt habe ich aber auch mal eine Frage an die Redaktion bzw. auch an jeden der es definitiv und verbindlich sagen kann.
Ist es erlaubt die Asuzählung der Stimmen aus den Wahurnen und die Stimmen aus der Briefwahl in getrennten Räumen vorzunehmen? Dies habe ich nämlich als Wahlbeobchter in meinem Wahllokal bei der letzten BTW im September 2017 erfahren müssen. Da ich nur allein vor Ort war und man dann am Ende sagte jetzt müsse nur noch das Ergebnis der Briefwahl eingetragen werden, erfuhr ich erst dass die einen Stock höher in einem anderen Raum ausgezählt worden waren. Ich persönlich halte dies nicht für rechtens aber ich weiß nicht ob das stimmt.
MfG
OS

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