Einmarsch in Syrien

Türkischer Außenminister Cavusoglu fordert Solidarität der NATO-Verbündeten

Die NATO-Partner haben Erdogans Entscheidung, in Syrien eine Militäroffensive zu starten, kritisiert. Doch die Türkei verlangt nun die Solidarität ihrer NATO-Verbündeten.

Foto: Tasnim News Agency [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons
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Die türkischen Truppen operieren bereits im großen Umfang im Norden Syriens, um die Kämpfer der kurdischen YPG aufzubringen. Zahlreiche NATO-Staaten haben diesen Übergriff auf syrisches Territorium kritisiert. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, zwischen Kurden und Türken vermitteln zu wollen.

Doch der Regierung von Recep Tayyip Erdogan gefällt das nicht. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu forderte von der NATO Solidarität mit der Türkei und ihrem militärischem Vorgehen: »Es ist unsere natürlichste und legitimste Erwartung, dass sich unsere Alliierten mit uns solidarisieren.« [siehe Bericht »Welt«].

Diese Solidarität bleibt aus, denn das türkische Vorgehen wurde von allen europäischen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates verurteilt. Frankreich hat harte Schritte gegen die Türkei angedroht, wie zum Beispiel Sanktionen durch die EU.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Rita Kubier

Die NATO soll also jetzt auch noch DIREKT behilflich sein, dass Christen durch die Türkei aus ihrem Gebiet vertrieben oder sogar ermordet werden, damit sich dieser Aggressor Erdogan mit seinem Islam in einem Land, wo die Türkei nichts zu suchen hat, niederlassen und ausbreiten kann, wenn es die dort lebenden Christen beseitigt hat?! Ein Gebiet, was der Türkei nichts angeht, nicht gehört sondern, was sie gewaltsam erobert - "nur", um wieder ein Osmanisches Reich zu schaffen, weil sich DAS dieser Größenwahnsinnige in den Kopf gesetzt hat!
"NUR" (deutsche) Waffenlieferungen genügen also diesem Aggressor Erdogan nicht mehr? Der will nun auch noch erzwingen, dass sich andere NATO-Staaten an diesem schmutzigen Eroberungskrieg DIREKT per Soldaten beteiligen.
Wenn das auch nur EIN EINZIGES NATO-LAND macht, dann kann ein solches NIE MEHR BEHAUPTEN, dass es FRIEDLIEBEND sei!!
Deutschland sollte sich also stark davor hüten, dort mit der Türkei einen solchen gemeinsamen niederträchtigen Krieg zu führen, um Christen zu vertreiben und zu ermorden!! Dann würde es gänzlich sein Gesicht für Frieden und Humanität verlieren. Denn die Geld- und Waffenlieferungen an Erdogan sind schon skandalös und verurteilend genug, da dieser Despot Erdogan Menschen/Christen mit DEUTSCHEN Waffen erschießen lässt!!
Aber Deutschland holt Menschen/Moslems, die sich ANGEBLICH auf der Flucht befinden, vom Mittelmeer ab und suggeriert aller Welt, wie überaus menschlich und human es ist. In Wahrheit lässt Deutschland in fremden Ländern mit den eigenen Waffen gegen Menschen/Christen Krieg führen, die sich tatsächlich in nicht zu leugnender Not und Bedrohung befinden und der Vernichtung durch Erdogan und die Türkei ausgesetzt sind!!
Und wo bleibt hierbei die Forderung von Frau Rackete, den Politikern und allen "Gutmenschen", diese TATSÄCHLICH bedrohten Menschen zu retten und Erdogan entgegenzutreten - zumindest mit Verurteilung dieses Eroberungskrieges und KEINEN Waffenlieferungen mehr?! Dazu hört man kein einziges Wörtchen von denen. Keinerlei Protest gegen Erdogan und die Türkei. DAS ist höchst beschämend!

Gravatar: Werner

Mit diesem Angriff gegen die Kurden zeigt Erdogan seine Sympathie für die Islamisten. Die Türken müssen raus aus der Nato.

Gravatar: M.B.H.

Solidarisch für den Krieg?
Erpressen: Wenn Du nicht dann....?
Die Türkei hat seither auch nichts auf die Nato gegeben,
hier sollte die Nato sich vor die Grenzen stellen und endlich mal machen für was sie bestimmt sind, nämlich Europa zu schützen!!!
Außengrenzen schützen und dicht machen, so wie es alle anderen Kontinente auch machen.

Gravatar: Heino de Witt

Wenn Deutschland sich nicht mit Erdogan Solidarisch zeigt dann wird er die Grenze aufmachen und wir sind verloren. Ich bin gerade in Rüsselsheim bei Frankfurt und wenn ich nicht wüsste das ich in Deutschland bin würde ich denken ich wäre in den arabischen Emiraten. Einen zweiten Flüchtlingsstrom kann Deutschland nicht verkraften . Die Sozialen Systeme werden zusammenbrechen und es könnte einen Bürgerkrieg geben, den wir Deutschen verlieren werden.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Diese Solidarität bleibt aus, denn das türkische Vorgehen wurde von allen europäischen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates verurteilt. Frankreich hat harte Schritte gegen die Türkei angedroht, wie zum Beispiel Sanktionen durch die EU.“ ...

Ist das nicht ´der` Grund für den Nato-Austritt der Türkei, welcher bisher noch fehlte???

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