Bereits im Wahlkampf hatte Donald Trump keinen Zweifel daran gelassen, welche Ansicht er über das »Freihandelsabkommen« TPP habe. Für ihn sei dieses Machwerk ein einziges potenzielles Desaster. Daher werde er an seinem ersten Tag als US-Präsident den Ausstieg aus TPP erklären, sagte er in einer am Montag ausgestrahlten Videobotschaft. Mit diesem Schritt würde ein Herzstück der Obama-Politik eliminiert werden.
Neben den Wirtschaftsmächten USA und Japan sollten Australien, Brunei, Kanada, Chile, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam dieser Freihandelszone angehören, die als Gegengewicht zur Volksrepublik China geplant war. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.
Trump will aber, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Obama, die Produktionsstätten wieder in den USA ansiedeln und mit seiner Politik verhindern, dass große Arbeitgeber das Land verlassen. Sein Programm basiere darauf, dass Amerika wieder an die erste Stelle zurückkehren müsse. »Ob es um die Produktion von Stahl, den Bau von Autos oder die Heilung von Krankheiten geht – ich will, dass die nächste Generation von Produktion und Innovation genau hier in unserer großartigen Heimat Amerika entsteht und Wohlstand und Jobs für amerikanische Arbeiter schafft.«
Eine ähnliche Entscheidung wie für TPP erwarten die Analysten und Experten auch bezüglich des zwischen den USA und Europa geplanten Freihandelsabkommen TTiP. Das von vielen Bürgern in Europa mehr als nur mit Skepsis betrachtete Abkommen wurde nach dem Wahlsieg Trumps ohnehin auf Eis gelegt; das finale »Aus« ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Quelle: Video Donald Trump


Kommentare zum Artikel
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So ist das kein guter Anfang. Herr Trum mag sich, wenn er an den Taten seines Vorgängers sich abarbeiten will, um das völlig verunglückte Obamacare kümmern; Protektionismus dagegen ist stets der falsche Weg und wird die amerikanischen Bürger durch höhere Preise zuerst treffen.
Ein kleines historisches Update
TPP wurde 2005 / 2008 und TTIP (2007) wurden unter der Bush Administration in die Wege gleitet, also von den Republikanern, eben jene, die gerade wiedergewaehlt wurden.
Die Obama Regierung uebernahm beides als vorbereitete Abkommen und hat sie dann weitergefuehrt.
Nur so fuer diejenigen, denen Trump hier als Heilsbringer erscheint und dabei konsequent ausblenden, dass man hier den Bock zum Gaertner gemacht hat.
Wann wird man wegen Trump eigentlich Sanktionen gegen die USA fordern?
Und die realitätsfremde Frau Merkel wirbt weiter für das Eliten-Projekt TTIP. Honecker hat am Ende die Wirklichkeit auch völlig ausgeblendet. Die Parallelen zum SED-Staat werden leider immer deutlicher.
Um den amerikanischen Markt nicht zu verlieren, müssten viele Unternehmen ihre Produktion noch mehr in die USA verlagern. Grosse Konzerne tun dies bereits schon seit längerer Zeit. Bleibt abzuwarten, ob sich auch der Mittelstand vermehrt zu diesem Schritt entscheidet. Konzerne und die mittleren Unternehmen würde auf diese Weise auch für mehr Beschäftigung in der USA sorgen. Dies läge also auf der Linie von Trump. Natürlich bleibt abzuwarten, ob der amerikanische Markt sich überhaupt soweit öffnen will.