Das United States Geological Survey (USGS), eine Behörde des US-Innenministeriums, gibt regelmäßig Einschätzungen über die Entwicklung des Klimas heraus. Sie beruft sich insbesondere auf die Voraussagen einer Arbeitsgruppe, die etwa alle 4 Jahre ein sogenanntes Worst-Case-Szenario entwickelt, also den schlimmsten angenommen Fall. Das nächste ist für 2022 geplant.
Doch damit ist vorerst Schluss. Der Direktor des USGS hat, wie die New York Times berichtet, angeordnet, dass nur noch solche Vorhersagen berücksichtigt werden, die nicht weiter reichen als bis ins Jahr 2040. Alles was darüber hinausgeht, ist zu vage.
Die allermeisten Prognosen über die Entwicklung des Klimas und deren Folgen, werden jedoch erst ab 2050 dramatisch. In diesen Zeitraum und bis ans Jahrhundertende reichten die erstellten Prognosen. Auf einen Schlag verlieren mit dieser Anordnung jene, die ihre Forderungen nach weiteren radikalen Maßnahmen gegen den Klimawandel mit wissenschaftlich gesichertem Material unterlegen, eine wichtige Basis.
Kritiker dieser Anordnung sehen die Freiheit der Wissenschaft in Gefahr. Trump und seine Regierung würden die Wissenschaft für politischen Zwecke missbrauchen. "Das erinnere ihn an die Sowjetunion", wird der Leiter eines führenden Think Tanks des Klimawandels zitiert.
Dagegen verwies der Sprecher der unabhängigen Amerikanischen Umweltschutzbehörde auf die einseitige Verwendung von Worst-Case-Szenarien, die hochgradig ungenau sind. "Diese Arbeitsweise muss gründlich überprüft und getestet werden", so der Sprecher, "wenn dieser Informationen als wissenschaftliche Grundlage für die Entscheidungsfindung dienen sollen."
Durch die Maßnahme des United States Geological Survey wird die Diskussion über den Klimawandel ein Stück rationaler. Die Trump-Administration, immer wieder gescholten für ihren Populismus, sorgt dafür, dass die Klima-Prognosen sich nicht mehr nur an Schreckensszenarien orientieren, sondern endlich auch die gemäßigten Einschätzungen ihre angemessene Bedeutung erhalten. Diese Objektivität zeichnet Wissenschaft aus. Nur diese Objektivität hat den Namen Wissenschaft wirklich verdient.



Kommentare zum Artikel
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Wie gesagt: Worst Case Szenario,
dem gegeneüber steht z.B. das Bau Szenario (business as usual).
Das Worst Case Szenario ist nicht weniger objektiv wie das BAU Szenario, daneben gibt es noch weitere, wie z.B. 'ambitioniert' oder das mit der höchsten technischen Machbarkeit.
Allein das die Politik auf die Stimme der Wissenschaft hört ist doch schon ein kleiner Fortschritt. Das führte z.B. 1987 im Montreal Protokoll zum Verbot der FCKW, die die Ozonschicht schädigen.
Ein klarer Rückschrittt hingegen ist es, wenn die Politik sich anmaßt, über naturwissenschaftliche Sachverhalte hinweg (Klima, Umwelt, Energie) rein politisch entscheiden zu können.
Im Idealfall pendelt sich ein Konsens ein zwischen der Wissenschaft, der Gesellschaft und der Politik.
Diesen Konsensn gibt es bei uns mehrheitlich zugunsten der Energiewende, gefährdet allerdings durch das AfD-affine EIKE-Lager der "Klimaleugner", Atom-und Kohleenergie Revanchisten und sonstiger fossiler Brennstoffe.
MfG, HPK
Mit Recht : Bei uns werden wegen der Klimaerwärmung Kinder und Jugendliche eingespannt und bejubelt . Obwohl ich mich nicht an einen so kalten MAI wie diesen in Europa erinnere . Klimawandel , vielleicht wieder zur nächsten Eiszeit wie jvor 40 Jahren von selbsternannten Spezialisten gedacht . Nehmt einfach das Wetter so hin wie es ist und versucht nicht durch eine Preisschraube das wohnen in Deutschland für Arbeitende unbezahlbar zu machen. Mein Tip wäre . Endlich der Überbevölkerung entgegenzutreten . Angefangen bei Religionen die seit Jahrhunderten " VERMEHRT EUCH " predigen .