Staatsterror in Venezuela

Tausende von Hinrichtungen in Armenvierteln

Seit 2014 sind nach UN-Angaben etwa 2,3 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Zu den Schreckensmeldungen über diese Flüchtlingskrise, die eine echte Krise ist und katastrophale Ausmaße hat, kommt nun noch ein neuer Bericht über Massenmorde.

Nicolas Maduro, Foto: Government of Venezuela / via Wikimedia Commons / CC BY 3.0
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Militärs in Venezuela haben nach einem Bericht von Amnesty International in den vergangenen Jahren Tausende Menschen in den Armenvierteln hingerichtet - ohne Gerichtsverfahren. Die Linke schweigt dazu.

»Venezuela erlebt eine der schlimmsten Menschenrechtskrisen in der Geschichte des Landes«, erklärte Erika Guevara-Rosas, Direktorin für die Region Amerika bei Amnesty International unter dem Titel: Venezuela: This Is No Way To Live.

Auf Tichys Einblick wird die Gelegenheit für einen Rückblick genutzt: »Vor wenigen Jahren haben sie noch von Venezuela geschwärmt, Hugo Chávez war das große Vorbild: Der europapolitische Sprecher der Linkspartei im Deutschen Bundestag erklärte damals: "Was Chávez macht, ist auch der Weg, in Deutschland die ökonomischen Probleme zu lösen" und die Vorsitzende der Linken, Sarah Wagenknecht, pries ihn als "großen Präsidenten", der mit seinem ganzen Leben für den "Kampf um Gerechtigkeit und Würde" stand. Chávez habe bewiesen, dass "ein anderes Wirtschaftsmodell möglich sei".«

Mit Bitterkeit wird dieser Satz von ihr kommentiert: »Mit dieser Aussage hatte sie allerdings Recht. Die Ergebnisse dieses "anderen Wirtschaftsmodells" sehen wir jetzt.« Obwohl kein Land auf der Welt so große Erdölbestände hat wie Venezuela, liegt die Inflationsrate inzwischen bei einer Million (!) Prozent.

Nicht nur Sarah Wagenknecht, auch andere aus den Reihen der Linken haben sich begeistert zu der Entwicklung in Venezuela geäußert: »Noch vor einem halben Jahr gratulierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, dem Diktator Nicolas Maduro zu seinem "Wahlsieg" und kritisierte Außenminister Maas für seine Aussage, dass es sich nicht um freie Wahlen handelte. Auf Twitter schrieb sie: "Ich gratuliere Präsident #Maduro zu seinem Wahlsieg in #Venezuela."« Die Kritik von Maas hielt sie für verlogen.

Und was sagen die Linken nun? Sie könnten etwas lernen: die sozialistische Wirtschaft führt nicht nur ins Elend, sie bringt auch den Staats-Terror mit sich. Das ist keine Lehre, die man aus der Geschichte ziehen muss, das spielt sich alles vor unseren Augen ab. Wir können sagen: Wir sind dabei gewesen, wir waren Zeitgenossen dieses bisher letzten sozialistischen Experimentes.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans von Atzigen

Gegen das grösste Experiment der Menschheitsgeschichte
ist das lediglich, ein wiederholtes Experiment in einem
,,Hinterhof,,.
Das grösste Experiment der Geschichte ist die sog.Globalisierung.
Wenn das scheitert, dann ist das in Venezuela im wahrsten Sinne des Wortes ein Vogelschiss in der Menschheitsgeschichte.
Raubritterkapitalismus vermengt mit dem linken Weltbild
ergibt reinstes Arsen.
Verheerend, ja Pervers, zwei Weltsichten Hand in Hand
jeder mit seinem eigenen ,,Marktgeschrei,, treiben die Menschheit gemeinsam in den Abgrund.
Es ist nun einmal unübersehbarer Fakt BEIDE sind bornierte Verfechter der sog. Globalisierung.
Die linke aus dem Ideologischen Blickwinkel.
Die Raubritter-Kapitalisten aus dem Blickwinkwel
grenzenloser blinder Gier.
Wird absehbar nicht so einfach diesen Irrenhausblock
zu entflechten.
Steht zu befürchten der löst sich erst im Verlauf als Nachwirkung eines beispiellosen Desaters wieder auf.
Na ja nix neues unter der Sonne.
Mass und Vernunft sind zu offt viel zu dünn gesäht.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Militärs in Venezuela haben nach einem Bericht von Amnesty International in den vergangenen
Jahren Tausende Menschen in den Armenvierteln hingerichtet - ohne Gerichtsverfahren. Die Linke schweigt dazu.“ ...

Handelt es sich hierbei etwa um ´korrupte` Militärs, die im Auftrag der EUSA handeln https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/328351.kriegstrommeln-gegen-caracas.html,
weil der „Meisterschlag der USA“ wieder einmal knapp danebenging?
http://www.voltairenet.org/article201150.html

Senkten die Amis ihre Flüchtlingsobergrenze nicht auch deshalb „prophylaktisch“(?) ab?
https://www.heise.de/tp/features/US-Regierung-will-die-Obergrenze-fuer-Fluechtlinge-weiter-absenken-4145694.html

Die EU nannte ich in einem Atemzug schon deshalb mit, weil Brüssel ein ähnliches Vorgehen gegen die EU-Bevölkerung - per extra dafür geschaffenem Gesetz - schon teilweise einführte!!!
https://www.claudiograf.ch/2016/03/30/toleranz-gesetz-ist-eingef%C3%BChrt/

"Diese Ermächtigungsklauseln lassen schon an schlimmere Zeiten denken"
https://www.heise.de/tp/features/Diese-Ermaechtigungsklauseln-lassen-schon-an-schlimmere-Zeiten-denken-3419405.html

Gravatar: D.Eppendorfer

Sozialismus in seiner schönsten Horrorform.

Und dennoch gibt es in jeder neuen Schlaumeier-Generation viele linke Grünschnabelspinner, die sowas verherrlichen. Zum kotzen, nur noch zum kotzen, dieses meist faul von Stütze lebende Nassauergesindel, mieses Parasienpack, das uns befehlen will, wie wir zu leben und zu teilen haben!

Man sollte die Prügelstrafe wieder einführen, denn im Rahmen des Import-Scharia-Islam wird die von den Hereinspaziertzombies ja begeistert akzeptiert.

Gravatar: Ede Wachsam

@Hans von Atzigen 26.09.2018 - 10:30
Sie haben den Dritten im bösen Bunde vergessen, denn neben dem reinen Kapitalismus und dem Sozialismus aller Spielarten git es auch noch den Islamismus. Diese satanische Dreieinigkeit sind zusammen eine absolut bösartige Mischung und breitet seinen Mordgeist immer weiter aus. Ja und die gottlosen Blindschleichen laufen blökend wie die Schlachtschafe hinterher, bis zum bitteren Ende.

Gravatar: Karl Napp

Neben dem Islam ist der Sozialismus/Kommunismus die zweite Weltreligion, die für Andersgläubige lebensgefährlich ist.

Gravatar: Hans von Atzigen

@ Ede Wachsam
Da haben Sie absolut recht.
Wenn man die Islamis mit weit über ein Milliarde dazurechnet wird einem Speiübel.
Zu allem Übel leben die im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, auch noch mit einem weit Unterdurchschnittlich Realwirtschaftsleistungs-Beitrag
am Globalen BIP mit von der Wirtschaftlichen Substanz auf diesem begrenzten Planeten.
Desgleichen von den ebenfalls begrenzten Agrarflächen und deren letztlichen Möglichkeiten.
Die Globalisierte Agrarindustrie LOGO freut es.
Wenn das so weitergeht schafft auch die das nicht mehr den steigenden Bedarf abzudecken.
Die Links Grünen Agrarphantastereien noch seeehr viel
weniger. In den riesigen Wüstengebieten des nahen Ostens und Magreb schon gar nicht.
Mit gigantischen Infestitionen und Modernster Technik na ja theoretisch machbar.Mit Kamel und Eselpflug und Wasserschöpfrädern aus dem Altertum ganz bestimmt NICHT. So etwas kann NUR in Links-Grünen Hirnen als Phatamorgana funktionieren. Megalacher.
Bei der Gelegenheit noch so eine Phantasterei, eine
aus der Küche gewisser ,,Wirtschafts-Plit-Kreise,, Infestitionen in das Übervölkerte Afrika aus dem die
Migranten nach Europa drängen.
Diiiiiie Schwadronierer sollten sich zuerst einmal Überlegen WOOOOO den das notwendige Investitionskapital herkommen soll????
Aus dem Universum, oder aus Europa, einem Europa in dem Zb. die Infrastruktur mangels Kapital langsam aber sicher zerbröselt. Hmmmm unglaublich was da abgeht,
der blanke Irrsinn.
Freundliche Grüsse

Gravatar: moritz

Neoliberale Transatlantikerbehauptungen.

Bitte doch einmal über Venezuela informieren und z.B. mit der Entwicklung in Griechenland oder Portugal vergleichen.

Unter Totalboykott kann kein kleiner Staat überleben, egal welche Regierung an der Macht ist. Venezuela hält sich aber immer noch, so dass jetzt schon die Stufe Invasionsdrohungen und Mordversuch an der Staatsführung dran waren.

Gerade als Deutscher sollte man sich daran erinnern was passiert wenn nicht nach US Pfeife getanzt wird und was seit Jahrzehnten in Südamerika passiert.

Gravatar: A. Pernath

@ Moritz: genau darum geht es. Venezuela hat Öl, genau vor der Haustür der USA, die nicht nur mitverdienen möchte sondern am liebsten übernehmen.
Genauso in Syrien: Bashir al-Assad ist ein demokratisch gewählter Präsident und seine Amtszeit ist kein "Regime". Leider geht es auch in dieser Region nur um Öl und Gas, sowie um Trassen für Rohrleitungen und nicht zuletzt um die neue Seidenstraße. Davon erfahren wir aber nichts, außer man sucht hartnäckig bei möglichst verschiedenen Quellen im Internet. Aber die Informationen, mit denen wir vom Staatsfunk und -fernsehen zwangsgefüttert werden, sind ja eher Puppentheater und für jeden Selberdenker eine Zumutung.

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