Darf man die umstrittene Kita-Broschüre nicht mehr kritisieren?

Streit um umstrittene Kita-Broschüre wird vor Gericht verhandelt

Ein CDU-Politiker warnte vor der umstrittenen Kita-Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung. Diese geht nun gerichtlich gegen den Politiker vor. Sie will, dass er in seinem Amt als Jugenddezernent seine Aussagen nicht mehr wiederholen darf.

Foto: Pixabay
Veröffentlicht:
von

Die Kita-Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung, die vorgibt, die Bevölkerung über Rechtsextremismus und Ausgrenzung zu informieren, und dabei vorschlägt, das Verhalten und die Aussagen von Kindern in Kindergärten auf einen rechten oder völkischen Hintergrund der Eltern zu beobachten, hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Im Fernsehen und im Radio wurde sie kritisch besprochen, so etwa von dem ehemaligen SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky im Frühstücksfernsehen. Dieser regte sich besonders darüber auf, dass die Broschüre mit einem Grußwort von der Familienministerin Giffey versehen wurde.

Zu den unzähligen Kritikern der Kita-Schnüffel-Fibel gehört auch der CDU-Politiker Falko Liecke. Er warnte vor der Broschüre. Es sei nicht die Aufgabe von Erziehern in einer Kita, die politische Gesinnung der Eltern zu überprüfen. Dieselbe Kritik hatten auch schon Buschkowsky und die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön zum Ausdruck gebracht. Nach Nadine Schön sei das Heft »quasi eine staatliche Handlungsanweisung zur Elternspionage und Elternerziehung«.

Falko Liecke warnte nicht nur in seiner Rolle als CDU-Politiker, sondern auch in seiner Funktion als Jugendderzernent des Berliner Bezirks Neukölln vor der Broschüre in Form einer offiziellen Presseerklärung. Genau dies ist nun der Punkt, an dem die Amadeu-Antonio-Stiftung ansetzt. Sie hat den Fall vor Gericht gebracht [siehe Bericht »NZZ«]. Wenn sie vor Gericht gewinnt, darf er womöglich in seiner Funktion als Jugenddezernent diese Aussagen nicht mehr wiederholen.

Von 2010 bis 2018 erhielt die Stiftung projektgebundene Fördergelder in Höhe von 6,2 Millionen Euro. Liecke äußerte, dass er erhebliche Zweifel habe, ob die Stiftung im öffentlichen Interesse handele. Kritiker werden der Amadeu-Antonio-Stiftung einen ideologischen Feldzug vor.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Walter

Warum wird mein Kommentar vom 20.1.2019 nicht veröffentlicht?

Gravatar: Pur Wahr

Diese Broschüre ist so unfassbar dumm und dreist!
Verfasst in guter alter Stümetmanier (Hetzzeiung der Nazis) Da hat man auch so Judenbildchen schrecklich verzerrt wieder gegeben und genau so pervers gehetzt.
Aber die Menschen erkennen langsam , von wem und in welchen Interessen sie verdummt werden sollen!
Die Justitz verliert immer mehr an unabhängiger Klarheit. Freisler läßt grüßen.

Gravatar: Beobachter

Diese Broschüre ist im Grundegenommen der aufbau eines Gruppendynamischen Prozesses um alle Menschen die sich nicht, im sinne der EU-Vorgaben, politisch korrekt äußern generell als "Nazi" zu Brantmarken. Staaten mit eigenen Grenzen und einem eigenen Rechtssystem sind in der EU nicht gewünscht, vielmehr sollen alle Staaten ihre Macht an Brüssel abtreten.
Ich bin kein Nazi, ich kann weder Marx, Lenin, Stalin, Mao, Musolini noch Hitler irgentetwas abgewinnen - sie gehört einfach auf den Mishaufen der Geschichte.
Also in Kitas gehört was gutes, aber keine Gehirnwäsche wie sie die Broschüre Betreibt.

Gravatar: Bryan Hayes

1. Generell gilt für Amtsträger, dass diese in erster Linie eben genau das sind und nicht Parteifunktionäre oder normale Bürger. Für sie gilt daher ein Zurückhaltungsgebot. Sie sollen die Autorität des Amtes nicht für private oder parteiliche Zwecke missbrauchen können (wie dies letztlich doch recht häufig gemacht wird).
2. Gleichzeitig sind Amtsträger in besonderen Maße der Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung sowie dem Grundgesetz und der Rechtsordnung verpflichtet, siehe Amtseid; wobei diese Pflicht auch ohne Amtseid besteht, da sie eine Selbstverständlichkeit darstellt.
3. Analoges gilt für staatliche Stellen, wozu im weiteren Sinne auch staatliche Kitas gehören. D.h., Punkte 1 und 2 sind auch von staatlichen Kitas analog zu beachten, auch wenn sie bzw. ihr Personal nicht direkt Amtsträger sind.
 
Im konkreten Fall steht eine Klärung an, welche dieser Punkte ggf. zutreffen oder nicht. Angesichts der Autoren dieser Broschüre wäre es nicht überraschend, wenn sogar ein zwingendes Einschreiten/Verbieten seitens der Amtsträger geboten ist.

Gravatar: germanix

Die Amadeu Antonio Stiftung macht Volksverhetzung in Reinkultur! Laut Broschüre - frei zitiert: "Wenn ein kleines blondes Mädchen mit Zöpfen in die Kita kommt, sollen die Erzieherinnen davon ausgehen, dass die Eltern Nazis sind oder wenn ein adrett gekleideter kleiner Junge dort erscheint, sind die Eltern völkisch - man muss annehmen, dass der rechtsextreme Vater den kleinen Jungen vor dem Kita-Besuch, täglich 1,5 km laufen lässt. Dem sollen die Erzieherinnen gegenwirken! So und so ähnlich sind die volksverhetzenden Texte in der Broschüre. Daher ist es notwendig, diese Stiftung strafrechtlich nach §130 StGB zu belangen. Die Stiftung bedient sich unserer Steuergelder - die Altparteien haben um sich herum tausende Stiftungen als Bollwerk gegen ihre eigenen Deutschen Landsleute in Stellung gebracht! Auch diese werden mit Milliarden Steuergelder jährlich gefüttert! Wie langs schauen wir uns das noch so an?

Gravatar: Detlef Peuler

Wir sind nun an einem Wendepunkt unserer Geschichte bzw. unseres großartigen Landes angekommen, wo es bald kein Zurück mehr gibt.
Und warum sind wir an diesem Punkt gelandet, weil wir alle (und ganz besonders auch ich Selbst) zu satt und auch zu feige gewesen sind.
Zu feige, zu sprechen wenn es an der Zeit war und zu handeln als es geboten war.
So darf es nicht weiter gehen.
Lasst uns ALLE reden...reden, über die unglaublichen Misstände, die in unserem (noch) so schönem Lande herrschen.
Wir sind seit Jahrzehnten konditioniert worden.
Nichts zu sagen: Denn wenn Du den Mund aufmachst und auf eine Problematik hinweist, ob es sich nun um Steuerverschwendung, Migration etc, handelt sofort wirst Du in die BRAUNE ECKE gestellt.
Mit mir nicht mehr.

Lasst uns handeln: Und dies fängt im Kreise der Familie, Bekannten und Freunden an.Und zwar mit dem Wort.
Und ich erwarte von unseren sog. Eliten, das SIE respektvoll mit dem Deutschen Volke und deren Errungenschaften umgehen.

Gravatar: Ted Bundy

Diese widerwärtige A-A-Stiftung hat ein Selbstbewußtsein, das schon den Pegel unverschämter Dreistigkeit erreicht hat.

Absurd - zu glauben, einen ehrenhaften Politiker vom Fach vor Gericht zerren zu können, nur, weil er eine verstandesgemäß völlig richtige Warnung zu dieser roten Denunziantenlektüre ausgesprochen hat.

An jedem Tag äußern immer mehr durchgeknallte Menschen und Verbände und Organisationen, die sich für unentbehrlich und überaus wichtig halten, die abstrusesten Gedanken als DAS Mittel zur Weltrettung.

Man kann gar nicht so schnell alles lesen, wie die geistigen Tiefflieger versuchen, sich gegenseitig in ihrer Dummheit zu überholen.

Ich hoffe, es knallt bald in Europa - aber dann bitte richtig!

Gravatar: Sam Lowry

"Man darf nicht mehr kritisieren..."
Irgendwann gabs das schonmal in Deutschland.

Da sieht man doch, wessen Geistes Kind diese Stiftung ist.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Diese Erziehungsanleitungen hat doch IM-Erika schon mitgebracht und mit der Maobibel der der westdeutschen Linken vereinigt ! Fehlen noch die Zuchtanstalten und Massenmorde an den Unbelehrbaren und Widerspenstigen bis Heute !!

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang