Nun liegen Zahlen vor

Stasi hatte systematisch Pakete aus dem Westen geplündert

Dass die Stasi sich an der Paketpost aus dem Westen bereichert hat, dürfte keine Überraschung sein. Das hatte man bereits geahnt. Nun liegen Zahlen über das Ausmaß des staatlichen organisierten Raubzugs vor.

Symbolbild Pixabay
Veröffentlicht: | von

Die Berliner Zeitung hat es gemeldet, der mdr hat es in einer Sendung enthüllt: Allein in den letzten vier Jahren, in denen die DDR noch existierte, seien 32 Millionen D-Mark in Bargeld und Waren im Wert von 10 Millionen Mark der DDR aus den Paketen gestohlen worden, die vom Westen in den Osten geschickt wurde. Das MDR-Fernsehen beruft sich dabei auf die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Der letzte DDR-Minister für Post- und Fernmeldewesen, Hans-Jürgen Niehof, gab zu: »Was man aus den Paketen irgendwie gebrauchen konnte, wurde entweder der Devisenerbringung zugeführt oder es fand sich in der Waldsiedlung bei den Politbonzen in Wandlitz wieder.« Niehof war nach der Volkskammerwahl im März 1990 ins DDR-Ministerium für Post- und Fernmeldewesen als stellvertretender Minister berufen worden. 

Er erklärte, dass man zwar schon ab 1967 viele Westpakete durchleuchtet habe, aber erst ab dem Jahre 1972 seien die Postsendungen systematisch ausgeraubt worden.

Geplündert wurden nicht nur Irrläufer, die angeblich nicht zugestellt werden konnten, sondern genauso korrekt beschriftete Pakete, die von der Stasi einfach als »unzustellbar« deklariert wurden. Es handelt sich um mehrere hunderttausend Pakete pro Jahr, die für die Bevölkerung gedacht waren, die der Staat gestohlen hat.

Die Paketkontrollen fanden in Freienbrink statt. Da befand sich auch das geheime Zentrallager der Staatssicherheit. Mittlere und höhere Führungskräfte konnten da die Waren aus den Paketen im Kurs 1:1 kaufen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

Das was hier berichtet wird ist eine Schande für den "Real -Existierenden - Sozialismus der ehemaligen DDR.
Was aber durch einen TV - Bericht bekannt wurde, dass ähnliche Handlungsweisen in den frühen Jahren der damaligen BRD in Richtung Osten auch schon stattgefunden haben. Da muss man sich doch die Frage stellen, wer hier von wem gelernt hat. Beide Seiten werden vermutlich behaupten, dass alles im Interesse der Sicherheit geschehen sei. Das war dann wohl die sicherste Zeit in Europa.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Die sogenannte "Unzustellbatkeit" ist keine Entschuldigung für das Ausrauben von Paketen. Auf jedem Paket ist der Absender mit voller Adresse angegeben, an den man ein "unzustelbares" Paket zurückschicken kann, nein, MUSS! Aber daran sieht man, was die Bonzen des sogenannten Arbeiter- und Bauernstaates von ihren Arbeitern und Bauern gehalten haben: Objekte zur Ausbeutung.YVWET

Gravatar: Andreas Schulz

Jetzt Mal ehrlich, haben wir dieser Tage nichts wichtigeres zu tun? Kann man mit diesem Artikel noch irgendwas anfangen? Wie lange war das her? Wird das hier Focus-Niveau?

Gravatar: Regina Ott-Hanbach

Wo ist der Unterschied? Wenn man die Migrantenrepublik der Merkel mit dem Regime in der DDR vergleicht?

Drüben bediente sich man aus Westpaketen. Und in der volksdemokratischen Merkelrepublik werden die Deutschen abgezockt nach allen Regeln der Kunst. Hier gibt es keine Steuerreform, dafür werden die zugewanderten Schwarzafrikaner und Araber jährlich mit 50 Mrd. Euro bedient, die uns Steuerzahler aus der Tasche gezogen werden.

Ergebnis: Das Merkelregime ist schlimmer zu bewerten,
als die Paketklauer in der DDR. Wie man Menschen schikaniert und traktiert, das lernte diese dicke, alte Frau aus dem Osten beim FDGB, der FDJ und bei der STASI.

Gravatar: Karl

ist das nicht KLASSE ? nur gerade mal 25JAHRE !!! hat man gebraucht um zu dieser Feststellung zu gelangen .
na und ob da jetzt noch einer zur rechenschaft gezogen werden kann??

Gravatar: Jutta Erdmann

"Aber daran sieht man, was die Bonzen des sogenannten Arbeiter- und Bauernstaates von ihren Arbeitern und Bauern gehalten haben: Objekte zur Ausbeutung"

Und was ist anders im s.g. zivilisierten Westen?

- die zweithöchste Steuerlast der Welt
- bereinigt die niedrigsten Renten in Europa
- negative Zinsen auf Erspartes
- die ganze Welt füttern wollen
- usw. usw. usw.

Bonzen sind immer gleich, ob schwarz oder rotlackiert.

Gravatar: germanix

Das dürfte ALLEN bekannt sein, dass die DDR alle Inhalte von Paketen von West nach Ost geplündert hat. Sogar Schokolade wurde permanent gestohlen. Wer jetzt so tut, dass er oder sie das nicht gewusst habe, reagiert genau so wie die überlebende Bevölkerung der Hitlerzeit - alle wussten nichts vom "Völkermord der Juden" - unglaublich aber wahr!!! Und die Ossis wussten natürlich auch nichts - viele von ihnen arbeiteten allerdings für die Stasi oder FDJ. Merkel war übrigens auch dabei! Jetzt raubt das Merkel-Regime unsere Steuergelder und Renten und verpulvert Hunderte Milliarden Euro an die "Facharbeiter"! Wieder mal hat der Deutsche das Nachsehen. Ob 3. Reich, BRD oder DDR, die Polit-Junkies rauben uns aus!

Gravatar: Frank

Und wo ist der Unterschied zu unserem jetzigen System?

Nur weil sie es jetzt ganz legal vom Gehalt abziehen und das auch noch system,aitisch in viel größerer Größenordnung ist es doch nichts anderes...

Da haben sie es in der DDR wenigstens nur denen abgezogen die es eh hatten.

Mal ganz pragmatisch gesehen.

Das tun sie hier nicht. Hier wird jeder bestraft sobald er arbeiten geht.

Gravatar: Bärbel Bätsch

Man sollte erwägen, ob nicht das DDR - Wirtschaftswesen vom Westen kaputt geschenkt wurde. Weil Vieles aus dem Westen kostenlos angeliefert wurde, konnte die DDR ihre eigenen meist minderwertigen Erzeugnisse nicht absetzen. Was wurde nicht alles massenhaft an die Verwandten in die DDR geschickt? Fernseher, Radios, sogar ganze Installationsgeräte, Baumaterial, Bekleidung, Lebensmittel, Zahngold, alkoholische Getränke, Westgeld, und, und, und.

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