Lauterbach verbreitet schäbige Desinformation

Schwere Impfnebenwirkungen tatsächlich ›sehr häufig‹

Das Gesundheitsministerium hat über Monate falsch über Risiken und Nebenwirkungen der Impfungen informiert.

Foto: Screenshot, youtube
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Immer wieder tönte Karl Lauterbach durch sämtliche Medien, wie sicher die Impfstoffe sind. »Das muss immer wieder gesagt werden«, so der Minister - was er auch tat:

Mitte 2021 twitterte Lauterbach, die Impfung habe »keine schweren Nebenwirkungen« für Kinder. Im August 2021 nannte der SPD-Politiker die Impfung »nebenwirkungsfrei«, und bei einem seiner vielen Anne Will-Auftritte noch einmal »mehr oder weniger nebenwirkungsfrei«. Im November 2021 sagte Lauterbach in der gleichen Sendung, die Impfstoffe seien »mittlerweile eine halbe Milliarde mal verimpft« worden; »hätte es da Nebenwirkungen gegeben, dann hätten wir das gemerkt.«

Wer etwas anderes glaube, sei, so Lauterbach, das Opfer »schäbiger Desinformation«.

Nun gibt das Paul-Ehrlich-Institut, PEI, bekannt: Bei einer von 5.000 Impfungen treten »schwere Nebenwirkungen« auf. Das macht umgerechnet 20 Fälle auf 100.000 Impfungen oder eine Inzidenz von 40 bei Personen, die doppelt geimpft wurden und 60 bzw. 80 bei drei- und vierfach Geimpften. Wohlgemerkt Inzidenz, also Fälle pro 100.000 Personen! Nicht Fälle pro Impfung. 

Was hat Lauterbach da mit  den Daten des PEI errechnet? - Er hat vermutlich Impfdosen mit Personen verwechselt. Wir lassen offen, ob Lauterbach einfach nur nicht rechnen oder nicht nachdenken kann; vielleicht kennt Herr Lauterbach auch nur noch Dosen und keine Menschen. Wer weiß. Jedenfalls hat seine Aussage: »Weniger als einer von 25.000 entwickelt überhaupt die Komplikationen«, mit der Realität von 160 bis 320 schweren Komplikationen pro 25.000 wenigstens vollständig Geimpfte wenig zu tun. 

Rechnen hin, rechnen her - Lauterbach verbreitet schäbige Desinformation. Denn das tut, wer die Zahl der Nebenwirkungen derart kleinrechnet und von »sehr seltenen Fällen« spricht oder von einem Risiko, das »sehr gering« sei. Zumal die Zahl der aller Komplikationen 8-mal so groß ist. 

Nach den internatinalen Standards bedeutet »sehr selten« weniger als ein Fall pro 100.000! Und nicht 100 pro 100.000. Dafür hat die internatinale Norm eine andere Bezeichnung: »Sehr häufig«.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Biehler

Sich als Minister so zu äussern, ist verantwortungslos. Sollte daher aus eigenen Stücken, sofort zurück treten.

Gravatar: John Doe

Kann man in jedem Beipackzettel nachlesen:

sehr selten: weniger als 1 Fall pro 10 000
sehr häufig: mehr als 1 Fall pro 10

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