Die Aussagen von Christoffer Carlsson, dem Sprecher der Nationale Koordinatoinsstelle gegen gewalttätigen Extremismus, vom vergangenen Dienstag in einem Interview mit »SR« hat nicht nur in Schweden für eine große Welle der Empörung und Unverständnis gesorgt. Das weltweite Medienecho reicht von harmloser Kritik über Verwunderung bis zu der klaren Aussage, dass Schweden zum »Irrenhaus der Welt« verkommen ist.
Grund für diese vernichtende Kritik sind die Pläne der rot-grünen tolerierten Minderheitsregierung des skandinavischen Landes, aus dem Syrien-Konflikt zurückkehrenden IS-Terroristen ein »Rundum-Sorglos-Paket« zur Wiedereingliederung zu schnüren. Zu diesen Leistungen gehören das kostenfreie Wohnen, das Erlangen der Fahrerlaubnis auf Staatskosten, Hilfe und Unterstützung bei der Schuldensanierung und zahlreiche weitere, steuerfinanzierte Annehmlichkeiten.
Begründet werden diese Pläne damit, dass eine Wiedereingliederung der IS-Terroristen eine sowohl eine »soziale wie auch wirtschaftliche und materielle Frage sei«, so Carlsson im Interview. Man könne eine Integration auf dem Arbeitsmarkt nur erreichen, wenn man eine Fahrerlaubnis hat, schuldenfrei sei und ein Dach über dem Kopf habe. Nur dann hätte man auch den Kopf frei, um zukunftsorientiert handeln zu können, sagt Carlsson.
Diese Pläne wurden innerhalb kürzester Zeit rund um den Globus publiziert. In Deutschland widmete die »Welt« dem Thema einen Artikel: Stadt in Schweden plant Vergünstigungen für IS-Heimkehrer
Allerdings reichen die meisten Berichte und vor allem die Kommentare von Ironie über Sarkasmus bis hin zum Zynismus. In Schweden selbst betrachtet man die Pläne als Abgesang der aktuellen Regierung. Die Umfragewerte für die Regierung und die meisten der etablierten Parteien gehen entsprechend in den Keller. Ähnlich wie in Deutschland die AfD gibt es in Schweden lediglich eine Partei, die sich gegen die Mainstreampolitik zur Wehr setzt: die »Sverigedemokraterna (SD)«. Ihr Stimmenanteil ist seit der letzten Reichtstagswahl von 12,4 Prozent auf aktuell 23,3 Prozent gestiegen. Damit liegt sie knapp hinter den »Moderaterna (M)« mit 24,4 Prozent, die zwar offiziell als Oppositionspartei geführt wird, die gegenwärtige Regierung jedoch toleriert.
Die in Schweden traditionell starken »Socialdemokraterna (S)«, eine der beiden Regierungsparteien, kommt nur noch auf 22,7 Prozent. Die zweite Regierungspartei, die schwedischen Grünen (»Miljöpartiet«, MP) kommt nur noch auf 3,2 Prozent.


Kommentare zum Artikel
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Auch in Schweden machen irre linke 'Moralisten' Politik gegen das eigene Volk. Das kann nicht mehr lange gutgehen.