Islamisierung Deutschlands

Schwäbische Christsozialen wollen keinen Moslem als Bürgermeister

Ein Kandidat für das Amt des Bürgermeisters einer schwäbischen Gemeinde hat seine Kandidatur zurückgezogen.

Author Christlich Soziale Union, Wikicommons
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Der Ortsverband der CSU in der schwäbischen Gemeinde Wallerstein, Landkreis Donau-Ries, hatte einen Moslem als Kandidaten zur Bürgermeisterwahl aufgestellt. Aus dieser Wahl ist der Kandidat nun schon in der Vorrunde ausgeschieden. Der Grund: Proteste an der Basis der CSU.

Der Widerstand kam sowohl aus dem Ort als auch von anderen Kandidaten der CSU. Er richtete sich gegen den Unternehmer Sener Sahin, der in Bayern geboren und aufgewachsen ist; er hat türkische Wurzeln. Seine Frau stammt aus einer christlichen Familie. Beide haben zwei Kinder.

Es sei immer wieder, sagte Sahin, um seinen Glauben gegangen. Dabei erklärten die Parteimitglieder der CSU, ein Muslim und die Christlich-Soziale Union passten nicht zusammen. Sahin ist nicht Mitglied der CSU, wäre aber, schreibt der Merkur, bei einer Kandidatur in CSU eingetreten.

Ursprünglich war Sahin vom Ortsverband gefragt worden, ob er für die CSU antreten wolle, sagte der Ortsvorsitzende. An diesem Donnerstag hätte er für die Wahl am 15.März 2020 nominiert werden sollen. Doch mit der Bekanntgabe des Vorschlags im Dezember begann der Widerstand. »Wir sind auf dem Dorf und wir sind noch nicht so weit«, sagte Kling schwer enttäuscht.

Vielleicht sollte Kling besser sagen: Wir sind nicht mehr so weit. Denn andernorts sind Moslems als Kandidaten einer christlichen Partei durchaus noch möglich. Den ideologische Grund für solche Entwicklungen bereiten die Mainstreammedien durch Beiträge, die den geistigen zustand des Landes beleuchten. Der Welt war der Fall sogar einen Kommentar wert – ein wirres Konglomerat aus falschen Gründen:

Dass ein Moslem nicht zur Christlich-Sozialen Union passe, wird als »islamophober Unfug« denunziert. Begründung: »Deutschland hat ein Grundgesetz. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.« – Frage: Was hat das miteinander zu tun ? Niemand bestreitet Sahins Rechte. Bestritten wird, dass ein Moslem für eine christliche Partei kandidieren kann. Und dafür gibt es mehr als einen Grund; Gründe, die man nicht mal locker als Unfug brandmarken kann.

Es folgt die Schlüsselfrage: Warum wir uns »vor einer ihnen fremden Religion fürchten, vor allem vor dem Islam« ? – Gegenfrage: Liest die Kommentatorin keine Nachrichten aus dem Iran, aus Saudi Arabien, aus Syrien, aus Afghanistan ? Aus, aus, aus – das wird eine buchstäblich ausnahmslose lange Liste islamischer Länder.

Und ob die Kommentatorin sie liest! Sie listet Islamisches auf, das dem Grundgesetz durch und durch widerspricht. Sie weiß also ganz gut, was der Islam ist. Allerdings behauptet sie dann, einige Moslems wären wohl anders. – Frage: Warum konvertiert der Ex-Kandidat Sahin, warum konvertieren die anderen liberalen Moslems dann nicht ?

Dass die CSU, zumindest in Teilen, dazu steht, christlich zu sein und zu bleiben, ist einigen Kommentatoren ein Dorn im Auge. Sie sind das Problem und nicht die Parteimitglieder der CSU, die wissen, wofür das 'C' steht. Dass es den Mitgliedern der Basis ernst ist mit ihrer Meinung, wird deutlich, wenn man die Folgen ihrer Entscheidung bedenkt: Die CSU tritt bei den Wahlen im März nun ohne Kandidat an. Kein kleines Opfer. Aber eines, das einige ihrer Mitglieder ehrt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Dass die CSU, zumindest in Teilen, dazu steht, christlich zu sein und zu bleiben, ist einigen Kommentatoren ein Dorn im Auge. Sie sind das Problem und nicht die Parteimitglieder der CSU, die wissen, wofür das 'C' steht.“ ...

Wäre es für das politische Seelenheil der beschriebenen CSU-Mitglieder deshalb nicht das Beste, "die Gefahr der Selbstislamisierung" Bayerns/Deutschlands
https://de.qantara.de/inhalt/antimuslimischer-rassismus-merkel-und-die-gefahr-der-selbstislamisierung
durch ihre Kündigung der CSU-Mitgliedschaft und einen Wechsel zur AfD zu minimieren???

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