Ausgerechnet Schröder wird zur Unterstützung geholt

Schulzens SPD beschließt Wahlprogramm »für mehr Gerechtigkeit«

Die Verzweiflung in der SPD und bei dem selbsternannten »besten Kandidaten« Martin Schulz im Hinblick auf die Bundestagswahl im September muss groß sein. Für den Wahlkampf, der auf das Thema Gerechtigkeit ausgerichtet sein soll, hat man Gerhard Schröder reaktiviert - einen der Mitinitiatoren der Agenda 2010.

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Die Dortmunder Westfalenhalle war am Wochenende Schauplatz einer Selbstbeweihräucherung allererster Güteklasse. Die SPD versuchte einmal mehr, eine Propagandaveranstaltung nach Vorbild der SED zu zelebrieren. Die nahezu komplette Inhaltsleere wurde durch Geschlossenheit zu kaschieren versucht. Und selbstverständlich durch minutenlanges Feiern des Hauptredners und sich selbst; Bilder, wie man sie zu genüge von politischen Selbstdarstellern kennt. 

Schulz und seine selbst bei den parteinahen Meinungsforschungsinstituten im freien Fall befindliche SPD haben die Gerechtigkeit als Schwerpunkt für ihren Wahlkampf auserkoren. Gerade Schulz, der in den letzten beiden Jahrzehnten als Eurokrat in Brüssel quasi keinerlei Berührungspunkte mit der Gerechtigkeit hatte und unter anderem als EU-Präsident Sitzungsgelder eingesackt hat, ohne überhaupt an den Sitzungen teilzunehmen, führt dieses Thema in Person ad absurdum.

Doch die SPD ist immer in der Lage, bei den Peinlichkeiten noch eine Zugabe zu liefern. Weil es gegenwärtig alles andere als rund läuft, hat man sich entschlossen, für die Veranstaltung in Dortmund noch ein Zugpferd vor den Karren zu spannen: man reaktivierte den alten Ackergaul Gerhard Schröder, der im Grunde genommen irgendwo in der Provinz sein Gnadenbrot erhielt, um noch einmal Feuer zu entfachen.

Aber ausgerechnet Gerhard Schröder, einer der Mitinitiatoren des größten sozialen Verbrechens an den Bürgern in den letzten 70 Jahren (Stichwort: Agenda 2010), zum Thema Gerechtigkeit sprechen zu lassen, ist nun wirklich ziemlich eigenwillig.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karin Weber

Schulz ist ein widerwärtiger Linkspopulist. "Mehr Gerechtigkeit" heißt bei dem Darsteller, dass er den Leistungsträgern ... also denen die hier Arbeitsplätze schaffen, noch stärker an den Kragen will. So siehts doch in der Realität aus. Wir, der deutsche steuerzahlende Pöbel, waren dem in Brüssel egal und sind es heute erst recht. Dumm wollen sie uns halten, damit wir brav weiter Steuer zahlen, die diese Leute verschleudern und verprassen können. Würde er das offen sagen, wäre es keine Lüge.

Lest dazu bitte mal hier:

http://www.geolitico.de/2017/06/24/schulen-ziehen-untertanen-heran/

... und hier:

http://www.geolitico.de/2017/06/19/deutsche-traeumereien/

Gravatar: pit

"Gerechtigkeit" bzw. "mehr Gerechtigkeit" kann ich kaum mehr hören - egal von welcher Partei.
Traurig, dass ein ursprünglich positiver Begriff so verkommen kann durch inflationären Gebrauch für eigennützige Zwecke.

Gravatar: siggi

Schröder verweist, dass SPD ökonomisch sich nicht verstecken muss. 15 Jahre regiert sie nun mit. Kinderarmut nun herrscht, da Eltern nicht genügend verdienen. Altersarmut einziehen wird, da Löhne zu gering sind. Sparer, ihr Gespartes durch Inflation verlieren, Immobilien gegen null gehen, da Besitzer nun zu Sozialaufgaben herangezogen werden (Bürgersteig, Dämmung, Vererbung auf null). Kinder - Bildung - mit 28 kostenlose Praktikanten sind. BRD zahlt Arbeitslosengeld an Ganz-Europa, Sozialhilfe für die ganze Welt - weil es uns so gut geht. Überall, sagt OECD, wird das Volk nicht so gemolken wie in Deutschland. Weiter so, jetzt weiß jeder wie SPD wirtschaftet. Merkel muss weg, Gabriel dazu.

Gravatar: Jomenk

Gerechtigkeit ist immer ein wichtiges Thema. Ohne Zweifel. Und es ist ein " Evergreen " jeder Bundestagswahl, zumindest was das Wahlprogramm der SPD anbelangt. Und es ist so herrlich unkompliziert. Auch wenn die Deutschen in der Regel sehr wenig verstehen. Mit dem Begriff Gerechtigkeit kann jeder was anfangen. Politik " light " für das Fussvolk. Steuern rauf heisst der bekannte Slogan. Nehmt es den Reichen und verteilt es unter den Bedürftigen. Das hört der Deutsche gern. Robin Hood lässt grüssen.
Apropos, die " Reichen ". Spätestens nach der grossen Wahl werden sich viele Bürger verwundert die Augen reiben.
Dann wird man ihnen mitteilen, das sie ebenfalls zu dieser verachtenswerten Spezies gehören. Und man wird sie zur Kasse bitten.

Gravatar: die Vernunft

Viel heiße Luft und außer der Ehe für alle nichts konkretes! Eine Ehe für alle aber darf es nicht geben, das entwertet die Ehe von Mann und Frau und die Familien als Keimzelle einer gesunden Gesellschaft! Was die SPD wirklich tut? Da gibt es Namen, wie Gerhard Schröder, Heiko Maas und Andrea Nahles!
Das sind alles die perfekten Gerechtigkeitsdemokraten, laßt ihre Taten für sie sprechen! Martin Schulz, der Kanzlerkandidat ist natürlich die Demokratie und die Gerechtigkeit in unserem Land in Person. Genauso sieht er aus, einfach zum Lieben, Ironie aus!

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