Die derzeit in Deutschland grassierende »Schulz-Mania« hat gestern einen ersten Rückschlag erlitten. Bei seinem Auftritt im Rahmen eines Arbeitnehmerkongresses in Bielefeld blieb Schulz vieles schuldig. Es fehlte in seiner Rede nicht nur an klaren Programmpunkten, es fehlte auch an konkreten Schritten, diese meist nur vagen Andeutungen umgesetzt zu bekommen. Schulz blieb in seiner Rede unkonkret, diffus, schwammig. Seine einzige konkrete Aussage: »Wir haben Fehler gemacht!« Doch es bedarf keines Schulz, um zu erkennen, dass die SPD zahlreiche Fehler gemacht hat.
Schulz schwadroniert von »sozialer Gerechtigkeit«, von »Rentengerechtigkeit« und das sich »Lebensleistung wieder lohnen müsse«. Klingt grundsätzlich nicht schlecht, wird aber von fast allen Parteien verwendet. Doch auch hier fehlt jegliche konkrete Aussage des Schulz´. Bundesarbeitsministerin Nahles soll ein Programm dazu erstellen, sagt Schulz. So definiert Schulz die Arbeit in einem Team: Toll, ein Anderer macht´s! Sollte, wider Erwarten, dass von Nahles noch zu erarbeitende Programm dann doch Erfolg haben, wird Schulz nicht zögern, den Erfolg dafür einzuheimsen. Denn das kann er gut: andere arbeiten lassen, den Ruhm dann aber ganz schnell selbst abschöpfen.
Doch selbst der per Zwangsabgabe finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk musste anerkennen, dass dieser Schulz-Auftritt extrem farblos und schwach war. Auf »tagesschau.de« heißt es ganz eindeutig: »Das ist zu wenig, Martin Schulz!« Auch im weiteren Verlauf des Artikels wird Schulz mehrfach angezählt. »Es bleibt diffus!« heißt es; und das Drehen »an ein paar kleinen Schräubchen« wird nicht reichen.
Ja, werte ARD, das stimmt alles. Aber mehr wird von Schulz nicht kommen außer heißer Luft und toten Fliegen.


Kommentare zum Artikel
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"Dampfplauderer", "Heiße Luft". Er kann doch nichts dafür: schließlich vertritt er damit nur die generellen Prinzipien seiner gesamten Partei. Nur ärgerlich, daß Sarrazin nie aus dem Verein ausgetreten ist. Der ist doch sonst so intelligent.