Nordkoreanische Soldaten sollen den 38. Breitengrad überschritten haben

Schüsse an koreanischer Demarkationslinie

An der koreanischen Demarkationslinie, dem 38. Breitengrad, der Süd- und Nordkorea voneinander trennt, wurde geschossen. Südkoreanische Soldaten eröffneten das Feuer auf Soldaten aus dem Norden, die den 38. Breitengrad überschritten haben sollen. Verletzt wurde niemand.

Foto: Yonhap
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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage fielen Schüsse an der koreanischen Demarkationslinie, dem 38. Breitengrad. Dieser war nach der Kapitulation Japans am 15. August 1945 als Trennungslinie zwischen dem von der Sowjetarmee besetzten Norden und dem von der US-Armee besetzten Süden der Halbinsel festgelegt. Nach dem vereinbarten Rückzug der Besatzungsarmeen aus Korea 1948 blieb es bis zum 25. Juni 1950 ruhig; an jenem Tag marschierten die Streitkräfte des kommunistischen Nordens unter Kim Il-sung in den von Rhee Syng-man regierten Süden ein und entfachten damit den Korea-Krieg. Der dauerte bis zum Waffenstillstand am 27. Juli 1953 an und änderte nichts an dem Verlauf der Demarkationslinie. Vier Millionen Menschen starben für Nichts und wieder Nichts.

Im Laufe der Jahre wurde der 38. Breitengrad militärisch stark befestigt und galt neben den vom SED-Staat errichten Todesstreifen an der innerdeutschen Demarkationslinie als best befestigte Anlage. Die kleineren Scharmützel aus der Anfangszeit nach dem Waffenstillstandsabkommen 1953 ebbten mehr und mehr ab, trotz - oder vielleicht gerade wegen - den martialisch anmutenden Anlagen blieb es weitestgehend ruhig.

In den vergangenen Tagen jedoch kam es bereits schon zum zweiten Mal zu Schüssen entlang der Demarkationslinie. Südkoreanische Soldaten stellten Grenzverletzungen durch nordkoreanisches Militär fest und feuerten in Richtung der Eindringlinge. Ob die Überschreitung des Breitengrads mit Absicht erfolgt ist, sei zweifelhaft, berichtet die Militärführung in Seoul. Man habe das nordkoreanische Militär dabei beobachtet, wie es die Grenzanlagen auf seiner Seite ausgebessert habe und neue Minen verlegt habe, um Fluchtversuche aus dem kommunistischen Norden in den Süden zu verhindern. Dabei sei es zu einigen Explosionen gekommen, bei denen laut Angaben des südkoreanischen Militärs Soldaten aus dem Norden verletzt worden sein sollen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Ob die Überschreitung des Breitengrads mit Absicht erfolgt ist, sei zweifelhaft, berichtet die Militärführung in Seoul. Man habe das nordkoreanische Militär dabei beobachtet, wie es die Grenzanlagen auf seiner Seite ausgebessert habe und neue Minen verlegt habe, um Fluchtversuche aus dem kommunistischen Norden in den Süden zu verhindern. Dabei sei es zu einigen Explosionen gekommen, bei denen laut Angaben des südkoreanischen Militärs Soldaten aus dem Norden verletzt worden sein sollen.“

Was für die Nordkoreaner in Kauf zu nehmen war, da der Süden Koreas Trumps Doktrin scheinbar abzulehnen
´hat´???

Wie legte Donald schon anno ´19 fest?

... „Unsere Botschaft ist überall auf der Welt eindeutig: Die Ziele der Vereinigten Staaten sind beständig. Das Ziel der Vereinigten Staaten ist Harmonie und nicht die Fortsetzung dieser endlosen Kriege“!!! ...
https://de.usembassy.gov/de/potus_unga74/

Ja mei: Bis er wenig später an den Joe abzugeben hatte!!!

Gravatar: Rita Kubier

Überall, wo die Amis und die Kommunisten (damals vor allem die SU) ihre Finger im Spiel haben oder hatten, gab und gibt es Krieg. Entweder die spalten die Völker, setzten und setzen ihre Marionetten ein - siehe Ukraine - die, wenn so gewollt, das Volk spalten und aufeinanderhetzen, oder die warfen bzw. werfen ihre eigenen Bomben. Letzteres trifft hauptsächlich und seit Jahrzehnten auf die USA zu, nicht selten mit ihren hörigen Verbündeten der Nato - so auch Deutschland.
Kommunisten wie auch die stets kriegswütigen USA können und wollen nie mit anderen im Frieden leben. Sie wollen herrschen und beherrschen, um ihre wirtschaftlichen wie auch ideologischen Interessen bei anderen durchzusetzen, sich diese gefügig machen NUR zum eigenen schmutzigen Vorteil! Und wenn andere Länder das nicht freiwillig tun und zulassen, dann eben mit Gewalt. Dass es dabei fast immer Millionen Menschen das Leben kostet, ist denen völlig egal. Menschen sind für diese Verbrecher lediglich eine Ware, die ja nach produziert werden kann und wird, um sie wieder und wieder vernichten, umbringen und auslöschen zu können. Je nach Belieben.

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