Trotz staatlicher Finanzprobleme

Saudische Königsfamilie hält auch in Krisenzeiten am Protz-Luxus fest

Krieg im Jemen, Finanzprobleme, Budgetkürzungen des Staates: Doch die Königsfamilie der Saudis wälzt sich in einem obszönen Reichtum.

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Der Widerspruch ist so groß, dass sogar die New York Times einen Sonderartikel diesem Thema gewidmet hat. Der saudische Staat ist auf Sparmaßnahmen angewiesen. Die Bevölkerung muss die Gürtel enger schnallen. Der Krieg im Jemen zerrt am Staatshaushalt. Doch die königliche Familie Saudi-Arabiens lebt in einem Traum aus 1001 Nacht. Der Luxus wirkt fast surreal. Trotz aller Austeritätspolitik hält der königliche Clan am verschwenderischen Lebensstil fest.

Die Menschen im Lande hätten weniger als zuvor, doch für die königliche Familie bleibe alles beim Alten, zitiert die New York Times Prinz Khalid bin Farhan al-Saud, einem ausgeschlossenen Familienmitglied, der in Deutschland lebt. Es gebe viele Staatsgelder die vom Staatsbudget ausgeschlossen und nur für den König reserviert seien, stellte er klar.

Der saudische Staat musste staatliche Ausgaben für die Bevölkerung kürzen. In einem Land, in dem große Teile der Bevölkerung von Subventionen und Unterstützungen aus den Erdöleinnahmen des Staates abhängig sind, sorgen solche Maßnahmen für Unmut.

Für ungute Stimmung sorgen auch die Enthüllungen rund um die sogenannten "Panama-Papers", die Hinweise darauf haben, dass der saudische König Salman in Briefkastenfirmen in Luxemburg und auf den Virgin Islands beteiligt gewesen sein soll.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Otto nagel

In Saudi- Arabien ist es halt wie in Deutschland ! Die Saudis haben doch bestimmt auch Millionen ihrer islamischen Brüder, also Königsgäste oder Bereicherer genannt, in Freude und Nächstenliebe aufgenommen. Das führt halt zur völligen Überlastung der Sozialsysteme, während die Königsfamilie bzw. der Kanzlerin- Hofstaat grenzenlos Hof hält !

Gravatar: Markus Estermeier

Ist doch mittlerweile bekannt, daß selbst in Saudi Arabien ein Ölpreis von >70$/b erforderlich ist um den Staatshaushalt zu finanzieren. In einigen Ländern wäre sogar ein Preis über 100$ nötig.
Wie soll das aber erreicht werden, wenn die Frackingtechnologie bereits bei weniger als 50$ gewinnbringend arbeiten kann? Man hatte geglaubt das Fracking mit 2-3 Jahren Dumpingpreisen zu killen. Viele kleinere Unternehmen sind bei dieser Aktion auch in die Pleite getrieben worden. Aber, oh Wunder, die technische Entwicklung ging weiter und die Kosten konnten von 70-80$ um bis zu 50% gesenkt werden.
Dumm gelaufen für Monopolisten die dem Weltmarkt sonst nichts zu bieten haben. Wenig Bildung und kein besonders ausgeprägter Arbeitseifer ist nun mal keine Basis für eine gesunde Wirtschaft.

Letztere Entwicklung befürchte ich allerdings auch in Deutschland.

Gravatar: H.von Bugenhagen

Na iss denn dass
Sind doch mit unseren Politiker voll identisch.
100.000 leben auf der Straße und die Elite macht Champagner und Kaviar Partys von dem Geld der Bürger.(Ohne Arbeit reich werden ?- werde Politiker und fülle mit fleißigen Händen deine Taschen.Elite-Bibel Vers. 1

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