Änis Ben Hatira ist 1988 in Berlin geboren, seine Eltern stammen aus Tunesien. Er durchlief mehrere deutsche Jugendnationalmannschaften, bevor er sich schließlich entschied, im Herrenbereich für die tunesische Nationalmannschaft anzutreten.
Bereits im November 2016 hatte die »FAZ« von erster Kritik an Ben Hatira hinsichtlich seines Engagements und seiner Werbung für die Organisation »Ansaar International« berichtet. Diese wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet und steht offensichtlich der salafistischen Szene nahe. So steht im NRW-Bericht aus dem Jahr 2014 über die Organisation, diese sei »fest mit der deutschen Salafisten-Szene verwoben«. Diese Bewegung gilt in Deutschland als Einstieg für junge Menschen in das Terrornetzwerk IS/DAESH. In hier in Deutschland befindlichen Moscheen, Klubs und Vereinen rekrutieren Salafisten junge Männer für den »Djihad« in Syrien und dem Irak.
Ben Hatira verneint jegliche Verbindung der von ihm beworbenen Organisation mit der Salafisten-Szene. Vorwürfe und Behauptungen stünden im Gegensatz zu dem, wofür sich Ansaar einsetzte, sagt er. Zudem, so Ben Hatira weiter, handele es sich bei seiner Unterstützung um eine rein »private Aktivität« und hätte nichts in der Öffentlichkeit zu suchen.
Für seinen Verein war nun aber die Grenze erreicht. Die fehlende erkennbare Distanzierung des Fußballers zu der Organisation sei ausschlaggebend dafür, dass sein Vertragsverhältnis sofort aufgelöst werde. Dass die Vorwürfe gegen die Organisation zu Recht bestehen, lässt sich unter anderem daraus belegen, dass bei einer öffentlichen Veranstaltung Ansaars die beiden bekannten Hassprediger Ahmad Abu Baraa und Shaik Abu Anas aufgetreten sind.


Kommentare zum Artikel
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Die Veröffentlichung dieses unglaublichen Skandals einen Salafisten- Anhänger in seinen eigenen Reihen zu beherbergen, haben wir einigen konsequenten Fans des Fußballclubs Darmstadt 98 zu verdanken.
Die Vereinsführung wäre doch nie von sich aus tätig geworden, schon um nicht vom Mainstream als rassistisch diffamiert zu werden.
Schön, dass dieser Ben Hatira seine Sachen packen muss.
Hoffentlich bekommt er im bezahlten Fussball in Deutschland kein Bein mehr auf die Erde.
Auf Nimmerwiedersehen Ben Hatira!
Im Fußball der muslimischen Welt ( dem international Erfolglosen ) wird er sicherlich eine Anstellung finden aber hauptsache nicht mehr in Deutschland.