Sie ist wieder da:

Rot-Rot-Grün mit SED-Parole: »Vom Ich zum Wir«

Die Ex-SED regiert in Berlin zusammen mit Grünen und SPD. Warum also nicht auch mit Parolen aus der DDR Propaganda machen?

Leonhard Lenz / CC0
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Dass die Ex-SED in Berlin mitregiert, stört kaum noch einen. Nur anstandshalber wird hier und da auf die Toten an der Mauer verwiesen, für die die SED die Verantwortung trug. Verweise auf die Völkermorde unter sozialistischer Ägide unterbleiben schon ganz. Ja, Frau Kipping und ihre blutroten Genossen können sich in jeder Talk-Show der GEZ-Anstalten als Repräsentanten des Humanismus gerieren.

Warum also, hat sich da der Berliner Senat wohl gedacht, warum nicht auch mit Parolen aus der DDR Propaganda machen? Oder dachte der Senat, es wird schon keiner merken?- Wir wissen es nicht.

In jedem Fall gab der Senat unter dem Noch-Bürgermeister Michael Müller, SPD, eine Werbekampagne in Auftrag. Das Motto: »Wir sind Berlin.« Beim Festival of Lights wurde sie vorgestellt. Kostenpunkt laut Tagespiegel: 1,5 Millionen Euro - das hätte für 5,000 Tablets in den klammen Berliner Schulen gereicht.

Vielleicht sollte das Motto »Wir sind Berlin.« ja an jenes berühmte »Ich bin ein Berliner« erinnern, mit dem John F.Kennedy der von russischen Panzern und SED bedrohten Westhälfte der Stadt seine Unterstützung zusagte. Falls das so war, dann ist die Kampagne schon gleich zu Anfang entgleist. Denn tatsächlich erinnert die Kampagne an SBZ, DDR und Sozialismus.

Wer das für willkürlich hält, werfe einen Blick in die Kampagne des SED-Regimes von 1960, mit dem die nächste große Enteignungswelle begann, die heute als Zwangskollektivierung der Landwirtschaft einen zentralen Abschnitt der Gewaltgeschichte des zweiten deutschen sozialistischen Staates bildet. Sicherheitshalber fragte der AfD-Abgeordnete Martin Trefzer nach, ob dem Senat der historische Kontext bekannt sei.

Ebensogut hätte Trefzer einen Bankräuber fragen können, ob er die Bank ausrauben will. Der Regierende Müller antwortete doppeldeutig: »Erstens, es ist mir nicht bekannt, und zweitens glaube ich, es ist auch sehr weit hergeholt« und »sehr bemüht konstruiert«.

Nun, bemüht konstruiert ist allenfalls die Tarnung des grün-linken Senats. Wenn Müller nämlich sagt, in der neuen Kampagne wolle man ausdrücken, dass eine solidarische Stadt vom Miteinander, vom »Wir« lebe und ergänzt, das sei eine »gute Weiterentwicklung«, dann trifft er unfreiwillig den Kern: Auch sein Senat überbietet sich in Forderungen nach der Enteignung von Wohnungsbesitzern. 

Kein Wunder, dass Jens Schöne, Zeithistoriker und stellvertretender Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beim Land Berlin, kommentiert: »Ich finde das im hohen Maße irritierend«. Der Spruch sei eine »kommunistische Parole.« 

Und auch wenn Schöne recht hat - wirklich irritierend ist, dass diese Kampagne mit diese Titel irritiert. Schließlich sitzen Kommunisten seit Jahren mit im Senat. Sie fordern frech Enteignung und gelegentlich phantasieren sie sich auch eine Erschießung von Reichen zusammen. Diese Forderungen sind keine Weiterentwicklung, sondern schlicht die Fortsetzung jener sozialistischen Politik, an deren Ende fast 800.000 Bauern ihre Betriebe verloren und viele ihr Leben.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Frieder

Haben den Slogan "vom ich zum wir " nicht zuerst die Nationalsozialisten benutzt ?

Gravatar: OttoVB

Warum schreiben Sie "der von russischen Panzern und SED bedrohten Westhälfte der Stadt" weil es derzeit doch die sovietische Panzern waren?

Danke!

Gravatar: famd

Vom Ich zum Wir?

Hat in der DDR nie funktioniert und war nur Blendwerk.
Schon früh wurde in der DDR die heimliche 2-Klassengesellschaft förmlich gefördert. Die einen hatten Forum-Checks und konnten sich Vorteile erkaufen, die anderen mussten mit Ware unter dem Tisch handeln. (Autobatterie gegen 10 Sack Zement) Die Bonzen haben gelebt wie die römischen Feldherren und sprachen vom Sieg des Sozialimus - in den Betrieben gab es oft keine Arbeit wegen fehlendem Material, Stromkontigente und Benzin wurde für den Fuhrpark zugeteilt und der ökonomische Schwachsinn kannte keine Grenzen. Schon allein die Lüge von "Vollbeschäftigung" hatte jeder durchschaut der etwas von einfacher Ökonomie verstand. Wo früher 5.000 Leute in einem Betrieb arbeiteten - würden heute dieselben Produkte und 1000fach mehr von 100 Leuten bewältigt. Hochwertige Konsumgüter waren sehr teuer und es gab nicht nur Trabbis oder Wartburg 10 Jahre Wartezeit. Wer Westgeld hatte, konnte schon damals sich hochwertigen Zahnersatz leisten. Ich könnte die Geschichte der verheimlichten Ungerechtigkeiten und Wein&Wasserprediger Sietenweise fortführen - kein Bock - diese Zeit war mir zu primitiv. Sicher, die Idee des Sozialismus hatte kluge Ansätze und einiges war gut durchdacht, aber Misstrauen und Verfolgung durch den Staat haben die Menschen zu Gefangene gemacht.
Mir hat mal jemand gesagt, die Idee des Kommunismus ist mit dem Menschtyp auf unserem Planeten nicht machbar, weil jeder andere Bedürfnisse hat. Aber Stalin hat gezeigt was man mit Menschen macht die individuelle Lebensansichten wollten - erschießen, krankmachen, verbuddeln....ec.
Un die heutige Linke ist der größte Verbrecherverband die in die Spuren des menschlichen Chaos zurück wollen. Na klar, der 1/2L Bier hatte damals 62 Pfennige und die Brötchen 5 Pfennige gekostet. 3-Raum WE 70qm kostete max 90 Mark. Dafür verfiel der Laden, über die Betriebe darf ich erst gar nicht redenn...Schwachsinn. Nur eines noch: Die Menschen, die Arbeiter, die Ingineure - die waren sehr gut und hatten wirklich Ideen wie man aus Scheiße Butter machen konnte. Wenn man die arroganten Vögel von Halbkreis-Ingineure heute bertrachtet, es geht nur noch darum wie man den Verbraucher per Marketing abzocken kann.....Schluss jetzt..

Gravatar: lutz

@Arno

Es gibt eine ganze Reihe Wörter, die von den Nazis erfunden worden sind und mit steigender Beliebtheit benutzt werden. Eines mit der bösesten Vergangenheit ist die "Betreuung". Nicht nur, daß die "Treue" damit verhunzt worden ist, es war ein Schlüsselwort.

Wir finden die "Betreuer" in allen Sparten.

Wer betreut wird, dem wird ein eigener Wille abgesprochen.

Gravatar: lutz

Ob die nun "wir" sagen oder "Volkskörper", das ist dasselbe.

Gravatar: Takeshi Watanabe

Moins :)

"Vom Ich zum Wir"..., ich würde das Kind nicht gleich mit dem Bad ausschütten, denn 1979 gab es ein kleines Büchlein zu Thema Individualpsychologie Alfred Adler,
"Vom Ich zum Wir".
An deser Stelle zu bestaunen:

https://www.amazon.de/Vom-Ich-Wir-Individualpsychologie-konkret/dp/3497009008

Was jetzt kommt, gehört nicht zum Thema, finde aber, das das auf keinen Fall untergehen darf!

Deutschlandfunk Kultur bringt folgendes:

"Sprachrohr einer äußerst menschenfeindlichen Bewegung"

"Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling wird Transfeindlichkeit vorgeworfen. Online werden nun auch ihre Bücher verbrannt.


Nun ja, soweit sind wir also schon wieder.
Deutschlandfunk Kultur ist nach meinem Empfinden eine der widerwärtigsten Feuilleton.

Was dort an Bösartigkeit, Hnterhältigket und Niedertracht veröffentlich wird..., mir fehlen die Worte.

Warum ich trotzdem dort lese: diese Seite ist für mich Gradmesser des geistigen Verfalls Deutschland...

Takeshi

Gravatar: Arno

Na und?
Der Begriff und die Bedeutung des Wortes "Altparteien" stammt aus der NS-Zeit und war ständig in Josef Göbbels Munde.
Bedeutet das jetzt, das jeder ein Nazi ist, der "Altparteien" sagt?
Und jeder ein Kommunist, der "Vom Ich zum Wir" sagt?

Gravatar: Sven Hedin

Nach dem Anschluss 1989, gab es ab 2005 die feindliche Übernahme.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Schließlich sitzen Kommunisten seit Jahren mit im Senat. Sie fordern frech Enteignung und gelegentlich phantasieren sie sich auch eine Erschießung von Reichen zusammen. Diese Forderungen sind keine Weiterentwicklung, sondern schlicht die Fortsetzung jener sozialistischen Politik, an deren Ende fast 800.000 Bauern ihre Betriebe verloren und viele ihr Leben“!.

Nun; „die Maske ist gefallen.
Das Vertrauen der Menschen in die staatlichen Institutionen bröckelt — die Verdrossenheit muss in solidarische Aktionen münden.
Die ideologische Macht des deutschen Staates und seiner Organe schwindet entgegen den Behauptungen der Massenmedien derzeit rapide. Das Vertrauen in die Institutionen sinkt aus gutem Grund. Wir spüren, dass etwas zu Ende geht. Doch was folgt?
Am Ende dieses Prozesses muss eine politisch engagierte Bürgerschaft stehen, die Solidarität lebt, und zwar auch dann, wenn nicht sie selbst von staatlichen Übergriffen betroffen ist“!!! ...
https://www.rubikon.news/artikel/die-maske-ist-gefallen

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