Ein großer Schritt in Richtung Abtreibungskultur

Regierung will mehr Abtreibungsärzte und legale Werbung für die Ungeborenentötung

Im Ringen um das Werbeverbot für Abtreibung zeichnet sich ein Sieg der Lebensschutzgegner ab. Was der Paragraf 219a StGB bislang ausdrücklich unter Strafe stellt, will die Regierung legalisieren: Ärzte und Krankenhäuser, die die vorgeburtliche Kindstötung vornehmen, dürfen ihr „Angebot“ künftig öffentlich anzeigen. Zudem sollen die Kontakte von Abtreibungspraxen im Internet zugänglich gemacht werden.

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Die Handschrift der SPD wird bereits im Titel deutlich: „Vorschlag der Bundesregierung zur Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonfliktlage“ lautet der Gesetzentwurf, den das Regierungskabinett kurz vor der Weihnachtspause im letzten Jahr vorlegte. Die beschönigende Wortwahl „Verbesserung der Information“ ist ein deutliches Zugeständnis an die radikal-feministische Lobby, die monatelang in Redaktionen und Presseerklärungen darauf hinarbeitete, den im Gesetzestext verwendeten sachlich korrekten Begriff „Werbung“ durch „Information“ zu ersetzen. Das Werbeverbot für Abtreibung sei tatsächlich ein Informationsverbot, so die einstimmige Klage radikaler Abtreibungsbefürworter wie die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Eva Högl und ihre Kollegin von Die Linke Cornelia Möhring. Die Damen scheinen  bei den regierenden Ministern durchgedrungen zu sein, denn der Vorschlag zum Gesetz nimmt die Forderungen der Feministinnen von den Bunt-Fraktionen nahezu eins zu eins auf. Welche ungute Dynamik die geplante Reform aufnimmt, hat selbst die Vorsitzende der CDU, Anngret Kramp-Karrenbauer, alarmiert. Sie mahnte vor wenigen Tagen, daß die CDU-Fraktion das Gesetz genau prüfen solle, um Werbung für Abtreibung „nicht durch die Hintertür“ zu legalisieren.

Dass der auf den Entwurf von Referenten zurückgehende Text bisher keine großen Wellen schlug, ist vermutlich seiner Janusköpfigkeit zu verdanken. Lippenbekenntnisse, die ganz offenkundig dazu dienen, möglichen Kritikern aus den Reihen der Lebensschützer Beruhigungspillen von geschwätziger Oberflächlichkeit zu verabreichen, werden in schöner Regelmäßig wiederholt. Vom „Schutz des ungeborenen Lebens“ tönt es da, dessen Recht man weiter ausbauen wolle, daß es „Werbung für den Schwangerschaftsabbrüche“ auch in Zukunft nicht geben solle, daß die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu hoch sei und ungewollte Schwangerschaften vermieden werden sollen. Der Subtext des Gesetzentwurfs spricht freilich eine andere Sprache – und die weist in toto in Richtung des radikalfeministischen Ziels, die Tötung von Ungeborenen in den Nimbus gesellschaftlicher Normalität zu treiben. Abtreibung soll zur gesetzlichen Kassenleistung auf Rezept und zwar ausdrücklich ohne lästige Beratungspflicht gemacht werden. Daß dies noch nicht geschehen ist, ist Paragraf 219a Abtreibungswerbeverbot zu verdanken. Denn für die „Dienstleistung“ Abtreibung zu werben, ist nicht nur deshalb verboten, weil sie für den Arzt einen gewerblichen Vorteil bedeutet. Sie ist verboten, weil der Gesetzgeber den Auftrag anerkennt, Leben zu schützen, indem man dessen Tötung nicht durch öffentliches Anzeigen und Bewerben zur gewissensfrei praktizierten Normalität erstarren läßt.

Wird der Vorschlag der Regierung zum Gesetz, sollen Ärzte und Kliniken für die „Dienstleistung“ Abtreibung werben dürfen. Außerdem verpflichtet sich die Regierung, Aufklärung zur Abtreibung im Internet von „staatlichen oder staatlich beauftragten Stellen“ vornehmen zu lassen. So erhofft man sich offenkundig, mittelfristig die Informationsseiten von Lebensschützern durch die Konkurrenz einer regierungsamtlich abgesegneten, politisch korrekten Einordnung des Themas „Schwangerschaftsabbruch“ zu diskreditieren. Als i-Tüpfelchen will die Regierung, „Maßnahmen ergreifen, die zu einer Fortentwicklung der Qualifizierung“ Abtreibung beitragen. Übersetzt: Hier wird ein Mangel – eine angeblich nicht ausreichende Zahl an Abtreibungsärzten – konstruiert, um ein Überangebot für alle jene Schwangeren zu schaffen, bei denen der Wunsch, ihr Kind auszutragen, noch ungefestigt ist. Allen anderen jungen Frauen signalisiert die Existenz eines Abtreibungsarztes gleich um die Ecke, dass der Ernstfall Schwangerschaft notfalls im Nachhinein auf medizinischem Wege schnell und unkompliziert gelöst werden kann.

Worum es geht, dürfte dem aufmerksamen Leser nicht entgehen: Paragraf 219a StGB soll durch die Aufnahme von Zusatzartikeln, die die disziplinierende Wirkung des Werbeverbots für Abtreibung konterkarieren, zum juristischen Hohlkörper gemacht werden. Ein zahmer Papiertiger, ein Gummiparagraf, der von Richtern je nach weltanschaulicher Präferenz ausgelegt werden kann. Man könnte auch konstatieren: Paragraf 219a nimmt den Weg großer Teile des deutschen Rechts, seit Angela Merkel regiert: linkerhand in die Beliebigkeit.

Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Sascha Z.

@Doris Mahlberg

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind Sie Katholikin?!

Was wollen Sie eigentlich, die Bibel, die christliche Religion verbietet Abtreibung nicht grundsätzlich.
Im einzelnen:

1. Sofern Sie sich auf das Gebot "Du sollst nicht töten"
berufen muss ich Ihnen eine Absage erteilen, denn das Tötungsverbot galt nicht unumschränkt, man durfte in Notwehr töten oder Verbrecher hinrichten.
Und es galt, soweit sich das einigermaßen objektiv feststellen lässt nur für "Menschen", die sich nicht mehr im Bauch ihrer Mutter aufhielten, also bereits
g e b o r e n waren.

2. Lesen Sie das 2. Buch Mose 21-25!
Zwei oder noch mehr Männer prügeln sich und in diesem Zusammenhang wird eine schwangere Frau gestossen, so dass ihr die "Frucht abgeht".
Der Schuldige muss eine "Geldstrafe", oder sagen wir es neutraler, einen "Geldbetrag", eine Art "Schadensersatz" an den Ehemann(sic) der "fruchtabgegangenen" Frau zahlen.
Auswertung: Es wird von "Frucht" gesprochen und von "abgehen" statt "töten". Daraus schliesse ich, dass das Schwangerschaftsgewebe nicht als "Mensch" und eine Abtreibung nicht als "Tötung" angesehen wurde. In diesem Fall wollte der Mann wohl ein Kind haben.
Was aber, wenn der Mann kein (weiteres) Kind wollte?
Dann müsste der Mann quasi eine "Geldstrafe" an sich selber zahlen, was widersinnig ist.

3. Sofern die Katholische Kirche behauptet, ab
Befruchtung der Eizelle sei ein "Mensch" existent, so muss festgestellt werden, dass zu Moses Zeiten die Eizelle unbekannt war, folglich konnte Moses den "Menschen" nicht so definiert haben wie die Katholische Kirche.

4. In der Didache, der ältesten Kirchenordnung, die um
100 unserer Zeitrechnung entstand, war zum ersten Mal von einem Abtreibungsverbot die Rede.
Die Didache ist aber kein Bestandteil der Bibel und daher nicht relevant.

5. Und nun kommt der Hammer: Von 1140-1869, mit
dreijähriger Unterbrechung von 1588-1591 gab´s im röm.-kath. Kirchenrecht die "Sukzessivbeseelung", welche Frauen faktisch ein Abtreibungsrecht einräumte in den ersten drei Monaten.
Um weitschweifige Ausführungen zu vermeiden, googeln Sie bitte unter dem Begriff "Sukzessivbeseelung"

6. Jesus hat in der Bergpredigt kein Abtreibungsverbot
ausgesprochen. Das bedeutet, dass Abtreibungen erlaubt waren und auch heute noch sind.
In der römischen Provinz, in der Jesus lebte und wirkte, waren Abtreibungen an der Tagesordnung.
Wenn Jesus abweichend vom "Normalen" gegen Abtreibungen gewesen wäre, hätte er das in der Bergpredigt ausdrücklich und unmissverständlich gesagt.

Frau Mahlberg, ich will Sie nicht zulabern, Sie können zehn Mal abtreiben oder auch zehn und noch mehr Kinder in die Welt setzen, nur eines können Sie nicht:
Behaupten Sie nicht, dass der Christliche Glaube Abtreibungen verbietet, behaupten Sie nicht, dass das 5. Gebot "Du sollst nicht töten" auch Abtreibung einschliesst.

Gravatar: Sascha Z.

@An Doris Mahlberg und die Red. der Freien Welt

Die Red. der Freien Welt bittet um Beachtung der Regeln der "höflichen Kommunikation".

Frau Mahlberg spricht vom "bekloppten" ehemaligen Bundeskanzler Schröder.
Dieser Schröder war immer mein Gegner und ich habe ihn immer bekämpft, aber niemals als "bekloppt" bezeichnet.

Frage:
Meinen Sie nicht auch, dass die Bezeichnung "bekloppter" Schröder bei aller berechtigten Gegnerschaft zu Schröder gegen die Regeln der höflichen Kommunikation verstösst?

Sascha Z.
Schröder-Gegner

Gravatar: Sascha Z.

@Doris Mahlberg

Ob Sie abtreiben oder nicht ist Ihre ganz persönliche Entscheidung und auf Ihre anderen Geschlechtsgenossinnen nicht übertragbar.

Das von Ihnen geschilderte Beispiel, wonach Sie eine Schwangerschaft austrugen, obwohl Sie selber schreiben dass ein Kind nicht in die Lebensplanung passte, erscheint mir vornehm ausgedrückt "irrational".

Machen Sie von mir aus, was Sie wollen, meinetwegen gebären Sie zehn Kinder, aber unterlassen Sie es tunlichst, Ihren abtreibungswilligen Geschlechtsgenossinnen unaufgefordert "Ratschläge" zu geben dahingehend, die Schwangerschaft auszutragen.

Sie sprechen das "Past Abortion Syndrom"(PAS) an.
Dieses PAS wird von der Weltgesundheitsorganisation und der US-amerikanischen Gesellschaft für Psychiatrie nicht als Krankheit anerkannt, kein Wunder, weil es eine solche "Krankheit" nicht gibt.
Und wenn man sich dieses PAS anschaut, kommt man ganz schnell dahinter, dass die angeblichen psychischen Probleme ebenso bei Frauen vorkommen können, die nicht ein einziges Mal abgetrieben, dafür aber zehn Kinder geboren haben und die behaupteten psychischen Probleme kommen auch bei Frauen vor, die in ihrem Leben niemals schwanger waren, z.B. auch bei Nonnen.

Gravatar: Rolando

Jürgen Kurt Wenzel
Versuchen Sie zu vergeben, zur Frage, warum lässt Gott das zu,
die Unschuldigen leiden für die Sünder, wie Jesus auch. Im Vergeben finden Sie Frieden.
Gehen Sie mal mit Ihrem Anliegen zu P. Antony nach Illerberg bei Vöhringen,
er hilft Ihnen

Gravatar: Joachim Waldemar

Wenn dem so ist, dass unsere Regierung mehr Abtreibungsärzte - wobei ich der Meinung ist, dass ein Mediziner, der Kinder im Mutterleib ohne Not abtötet, kein Recht hat, diese Berufsbezeichnung zu tragen - zulassen will, muss ich an der ehrlichen, zum Wohle des deutschen Volkes beitragenden Arbeiter der Regierung zweifeln! Aus meiner Sicht sind sie dann Lügner, Menschenverächter, ja sie sind schizophren!!! Es passt einfach nicht zusammen, einesteils über fehlende Fachkräfte auf Grund des negativen demographischen Faktors zu politisieren und andererseits fährlich 100.000 und mehr Kinder im Mutterleib mit Steuermitteln abtreiben zu lassen!!! So viel Verlogenheit muss eigentlich wehtun - jedoch weit gefehlt, denen tritt nicht einmal die Schamensröte in's Gesicht!!! Oder werden die Kindstötungen gewünscht, um einen Grund für die Willkommenskultur gegenüber Schein- und Sein-Flüchtlingen zu haben??? Wie kurzsichtig!!!

Gravatar: Johanna Greber

@Matthias
Außerdem verkleidete der noch nicht zum “ Jesus von Nazareth “ bzw. “ Jesus Christus “ in Namen und Lehre verfälschte Jeshua oder Joshua von Nazareth seine grundsätzliche und hauptsächliche Lehre in seinem “ Gleichnis vom Weinberge “, siehe NT. Markus 12.1-17. Mit selbigem die ganze Erde gemeint war. Siehe u. a. Joh. Off. 14.18. Wo vom Weinstock der Erde die Rede ist. Gleichnisse als Verhaftungsschutz. Mit diesem Gleichnis lehrte er, dass die ganze Erde von Grundstück zu Grundstück den Menschen von Gott nur “ pachtrechtlich “ zum Bebauen, zur Nutzung und Bewirtschaftung gegeben sei! Und nicht “ eigentumsrechtlich “! Und dass die Pachtzinsen der ganzen Erde in den “ Wasserstrom des Lebens, klar wie Kristall, Thron Gottes… zu leiten seien!“ Womit die Mütter und Kinder der Menschen gemeint sind. Da die Pachtzinsen durch Mütter und Kinder nachfragewirksam auch entstehen und erarbeitet werden. Mit diesem Gleichnis sprach er jedem Land- und Leute – Raub für menscheneigene Reiche und Staaten jegliche Rechtlichkeit ab. Jedem Kaiser, König, Kanzler u. s. w. seine Amtsberechtigung auf eigentumsrechtlicher Grundlage.

Gravatar: Matthias

@Johanna Greber,

so wie Sie reden auch alle Hexen.

Sie leben das New Age bereits vor, Sie Verliererin.

Gravatar: Hans

Menschen im Mutterleib dürfen umgebracht werden.

Aber wehe, wenn Menschen auf der Straße mal zwangsläufig ein paar Abgase einatmen - dann drohen angeblich 60.000 Tote! Ach wie schrecklich!!!

Aber 100.000 Abgetriebene Menschen pro Jahr - da schreien manche Menschen hurra! Das sei die Freiheit der Frauen.

Wo bleibt die Freiheit der dieselfahrenden Frauen, die mit ihrem Diesel ihre Arbeitsstelle erreichen müssen und die schweren Einkäufe erledigen? Oder sie fahren Auto, weil sie Angst haben, abends alleine durch die Stadt zu laufen oder mit der S-Bahn zum VHS-Kurs zu fahren. Sie werden durch zwanghafte Politiker enteignet und damit einer enormen Gefahr und finanziellen Belastung ausgesetzt. Sie werden behindert, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, usw....

Schuld betrifft auch die Prüf- und Zulassungsstellen. Warum haben sie nur Dienst nach Vorschrift gemacht und nur Prüfungen auf Rollenprüfständen durchgeführt? Sie hätten schon vor 10-20 Jahren Straßentests durchführen können. Wir werden sie alle anklagen.

Gravatar: Johanna Greber

Einem noch nicht zum “ Jesus von Nazareth “ bzw. “ Jesus Christus “ in Namen und Lehre verfälschten Jeshua oder Joshua von Nazareth lässt sich nachweisen, dass er gegen Menschengeburt war. Solange die Menschen außer der Herrschaft eines gedachten Gottes eine zweite menschliche Herrschaft mit Steuern bedienen mussten. Anderenfalls sie umgebracht wurden. Denn für jedes Kind musste “ Kopfsteuer “ gezahlt werden. Zu seiner Zeit, die der Kaiser Augustus und Tiberius vor ca. 2000 Jahren. Man könne nicht gleichzeitig zwei Herren dienen ohne einen davon in verhängnisvoller Weise zu vernachlässigen. War sein Standpunkt. Siehe Bibel, NT., Matthäus, 6.24 .
Überträgt man seinen Standpunkt auf seine angebliche Empfehlung zur grundsätzlichen Steuerzahlungsfrage:“ So gebt dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist!“ Siehe NT. Markus 12.17, So können dem Kaiser alternativ keine Steuern gezahlt werden ohne seinen Gott letztlich abzulehnen! Und stattdessen sich einen Staats- und Staatsoberhaupt Steuerzahlungs-gefälligen, Steuer – untergeordneten Gott anzuhimmeln. Welche die zurückliegende Verbrechensgeschichte des Christentums und seiner Staaten steuerlich ermöglichte, wie auch die gegenwärtige und zukünftige.
Die Anklage vor Pilatus: „ Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk aufwiegelt und es dazu verleitet, keine Steuern mehr an den Kaiser zu zahlen…!“ Siehe NT. Lukas 23.2 bestätigt diesen ganzen Zusammenhang.

Gravatar: Brendle

der nächste schrit in der Vernichtung von DE!
Besonders, wenn die Grünen sich damit durchsetzen, dass Abtreibung bis einschließlich 8 Schwangerschaftmonat erlaubt sein soll.
Was ist nur aus dem großartigen DE geworden?

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