Frankfurter Organisation mit antisemitischen Relativierungstendenzen

Pro Asyl setzt »Shoa« mit der aktuellen Wirtschaftsmigration gleich

Vor 80 Jahren trafen sich im französischen Evian die Vertreter von 32 Ländern und 24 Hilfsorganisationen, um darüber zu beraten, wer die aus Deutschland und dem in der Zwischenzeit »angeschlossenen« Österreich fliehenden Juden aufnehmen könne. Für Pro Asyl ist die jetzige Situation mit der illegalen Wirtschafts- und Sozialmigration gleichrangig.

Screenshot SWR
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Im März 1938 wurde das bis dato unabhängie Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen. Zeitgleich nahmen die Repressalien gegen in Deuschland lebende Juden imemr weiter zu, sodass viele von ihnen Haus und Hof deutlich unter Preis verschleuderten und ihrer Heimat den Rücken kehrten. Die Zahl der flüchtenden Juden hatte in der Zwischenzeit dermaßen zugenommen, dass sich der damalige US-Präsident Franklin D. Rossevelt veranlasst sah, eine Initiative zur Lösung dieser Flüchtlingsfrage zu initiieren. Zu diesem Zweck trafen sich die Vertreter von 32 Staaten und 24 Hilfsorganisationen im Juli 1938 im französischen Evian-les-Bains und berieten über elf Tage lang über eine Lösung - fanden aber keine, wie die Geschichtsschreibung belegt.

Pro Asyl, eine selbsternannte Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Frankfurt am Main, geht nun hin und setzt die Konferenz von Evian und das Nichtfinden einer Lösung für die flüchtigen Juden sowie die daraus resultierenden Folgen (Vertreibung, Verfolgung, Vernichtungslager, Shoa etc.) mit der derzeit stattfindenden illegalen versuchten und vollendeten Wirtschafts- und Sozialmigration aus zentral- und schwarzafrikanischen Ländern nach Europa gleich, wie ein Tweet belegt: »Die Konferenz von <s>#</s>Evian endete vor 80 Jahren ergebnislos. Niemand wollte die jüdischen Flüchtlinge aufnehmen. Damals hat die Zivilisation ihre Prüfung nicht bestanden. Ob Europa die Prüfung des 21. Jh. besteht, wird sich an seinen Außengrenzen erweisen.

Eine solche Relativierung und Verharmlosung der Shoa, dem industriellen Völkermord an Menschen einer bestimmten Glaubensrichtung, wirft einen Schatten auf Pro Asyl - den Schatten der Verbreitung von antisemitischer Hetze.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Thomas Waibel

Ist nicht die Verharmlosung der Schoah nach § 130 StGB strafbar?

Worauf wartet Herr Friedman um Strafanzeige gegen Pro Asyl zu stellen?

Gravatar: Walter

Diesen Asyltourismus mit der Shoa gleichzusetzen zeigt doch, welche "geistige Größe" dieser Pro- Asyl - Geschäftsführer Günter Burkhardt ist.
Bei einer Gesprächsrunde auf Phönix konnte ich ihn live erleben. Dort ist er mir nur als kleingeistiger Schwätzer aufgefallen, der vermutlich von seinem Geschäftsführer - Gehalt bei Pro - Asyl gut profitiert.

Gravatar: Dirk S

@ Thomas Waibel

Zitat:"Ist nicht die Verharmlosung der Schoah nach § 130 StGB strafbar?"

Yep, §130 Abs. 3 StGB.

Zitat:"Worauf wartet Herr Friedman um Strafanzeige gegen Pro Asyl zu stellen?"

Ist das nicht ohnehin ein Offizialdelikt? Dann würde bereits ein Hinweis an eine Behörde langen.

Verharmlosungsfreie Grüße,

Dirk S

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