Armee soll in Bereitschaft versetzt werden

Preis- und Klimakrise: GB zeigt, was Deutschland droht

In Großbritannien wurde die Armee nach Panikkäufen in Alarmbereitschaft versetzt.

Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 DE
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Seit weit über 100 Jahren Es gehört zu den liebsten Übungen der Deutschen Presse, über Großbritannien zu lästern. Der Brexit war nur eine Episode von vielen. Jetzt ist die Energiekrise dran.

Dabei erlebt die Insel momentan, was Deutschland in den nächsten Jahren tatsächlich droht. Nach Jahren einer verantwortungslosen und durch infantile Kampagnen unterstützten Energiepolitik gehen zuerst die Preise durch die Decke, dann Unternehmen pleite und schließlich die Reserven zur Neige. In den letzten Wochen war diese Entwicklung beim Gas deutlich zu sehen.

Jetzt droht ein ähnliches Spektakel beim Benzin. Seit Tagen wird der Nachschub für die Tankstellen immer geringer. An vielen Zapfsäulen bilden sich lange Schlangen. Die potentiellen Kunden machen das, was auch in Deutschland in einem solchen Fall jeder machte: Sie hamstern den Treibstoff. Die Folge: Das Benzin verschwindet noch schneller vom Markt. Ein Tankstellenbetreiber berichtet, er habe mittags »einen Tank voll Benzin« erhalten, doch »am späten Nachmittag war der Inhalt bereits in den Autos der Leute verschwunden« Die Hälfte der 8.000 Tankstellen hatte am Sonntag.

In Großbritannien wird diese Krise durch einen akuten Mangel an Fahrern von Lastkraftwagen forciert. Denn Treibstoff sei, so die Betreiber der Tankstellen wie Shell, BP und Esso reichlich »in den britischen Raffinerien«.

Schon haben die Gewerkschaften gefordert, Arbeitnehmer in Schlüsselbranchen wie Ärzte, Lehrer und Polizisten bevorzugt mit Benzin zu versorgen. Mittlerweile hat die Armee angekündigt, bei einer Verschärfung der Lage, die Verteilung mit ihrem Personal zu übernehmen.

Häme kommt aus Deutschland. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verwies auf den Brexit. »Wir haben hart daran gearbeitet«, erklärte der Finanzminister, »die Briten zu überzeugen, die Union nicht zu verlassen.« Angeblich hätten zu niedrige Löhne dazu geführt, dass zu wenig Fahrer vor Ort sind. »Wenn Sie nicht genug Menschen finden, die den Job machen wollen, hat das möglicherweise mit den Arbeitsbedingungen zu tun.«

Das mag zum Teil stimmen – allerdings ist der Auslöser der Krise der Mangel an Energie wie zum Beispiel Gas. Und der hat mit dem Brexit herzlich wenig zu tun, aber sehr viel mit der Energiepolitik der EU. Und deren Folgen treffen früher oder später auch Deutschland. Nur dass hierzulande keine Armee für den Notfalleinsatz mehr bereitsteht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Blindleistungsträger

ZITAT: "In Großbritannien wird diese Krise durch einen akuten Mangel an Fahrern von Lastkraftwagen forciert. Denn Treibstoff sei, so die Betreiber der Tankstellen wie Shell, BP und Esso reichlich »in den britischen Raffinerien«. ... Das mag zum Teil stimmen – allerdings ist der Auslöser der Krise der Mangel an Energie wie zum Beispiel Gas."

Also, Sprit gibt es reichlich, Fahrer sind knapp und Schuld daran ist ein Mangel an Gas. Klingt nicht plausibel, irgendwas fehlt da noch. Vielleicht a nice cup of tea?

Gravatar: asisi1

Hallo, wieso droht????
Das haben sich die Blöd Michel verdient!
Ich hoffe es wird noch um 1.000% schlimmer!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Dabei erlebt die Insel momentan, was Deutschland in den nächsten Jahren tatsächlich droht. Nach Jahren einer verantwortungslosen und durch infantile Kampagnen unterstützten Energiepolitik gehen zuerst die Preise durch die Decke, dann Unternehmen pleite und
schließlich die Reserven zur Neige. In den letzten Wochen war diese Entwicklung beim Gas
deutlich zu sehen.“ ...

Da die nach wie vor völlig vermerkelte Bundesregierung aus Sorge(?) im ihr(?) Volk schon Ende vorigen Jahres „Hamsterkäufe statt Panikkäufe“ empfahl
https://www.chip.de/news/Hamsterkaeufe-10-Tages-Vorrat-als-Notfalllager_120461066.html:

Lässt dies nicht vermuten, dass unsere Heißgeliebte(?) wie ihre GoKo nun am Beispiel eines der göttlichen(?) Vorgänger
https://www.vorwaerts.de/artikel/hitlers-krieg-gegen-eigene-volk
gegen das auch m. E. von ihnen diktierte Volk der Deutschen vorgehen will???

Ist es da nicht schon ganz besonders merkelwürdig, dass mir ausgerechnet ´jetzt` immer wieder ein Zitat des Körner Theo
https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_K%C3%B6rner_(Schriftsteller)
durch den Kopf geht, der schon seiner Zeit meinte:

„Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“???

Gravatar: Schnully

Nein wir werden kein Kraftstoffproblem bekommen .
Unser Problem wird es sein das Geld für diesen Kraftstoff aufzubringen .
Nach dem Rot Grün die Preisschraube überdreht haben wird um die Verbrenner zu verbannen und dem Umweltschutz genüge zu tun ( Vielleicht hört dann das Freitagshüpfen unter Gretchens Anleitung auf ) bekommen wir Probleme . Waren müssen weiter durch Verbrenner rangekarrt und ausgeliefert werden und nur Wenige haben die Möglichkeit ihren Diesel im Ausland zu tanken . Also wird auch eine Warenpreisschraube folgen

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