Grabschen, Gras und Gewalt

Polizeimeldungen vom Oktoberfest

Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen und verstärkter Polizeipräsenz vor und auf dem Festgelände kam es beim diesjährigen Münchner Oktoberfest zu etlichen Rechtsbrüchen. Und das trotz geringerer Besucherzahlen.

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Die diesjährige Sicherheitsbilanz des Münchner Oktoberfest ist in vielen Bereichen gegenüber dem Vorjahr positiv. Die Polizeieinsätze insgesamt gingen marginal zurück (2.120 in diesem Jahr gegenüber 2.136 im Vorjahr). Auch die Zahl der zur Anzeige gebrachten Straftaten ist klar rückläufig (1.067 zu 1.261). Gleiches gilt für die vorläufigen Festnahmen (442 zu 504), Taschendiebstähle (227 zu 366) und Körperverletzungen (331 zu 389). Diese Zahlen stehen aber auch klar im Zusammenhang mit der deutlich rückläufigen Besucherzahl auf dem größten Volksfest des Globus. Nach Angaben der Münchner »Abendzeitung« besuchten 5,6 Millionen Menschen die »Wiesn«. Das ist ein Rückgang von 300.000 gegenüber dem Vorjahr und 700.000 gegenüber 2014.

Dennoch gibt es keinen Grund zur ungetrübten Freude. Denn insbesondere die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen und vor allem die Zahl der Sexualdelikte hat um die Hälfte zugenommen. 31 Sexualdelikte wurden zur Anzeige gebracht (gegenüber 21 Fällen in 2015), davon waren 22 Grapschattacken und eine Vergewaltigung. 18 Tatverdächtige wurden festgenommen. Auch die Zahl der Drogendelikte bleibt mit 238 Taten auf nach wie vor hohem Niveau. 

Ergänzt wird diese Bilanz durch die obligatorischen Maßkrug-Schlägereien, welche grundsätzlich mit einer ambulanten Behandlung der entsprechenden Verletzungen abgeschlossen werden. Dieses Jahr gab es 42 entsprechende Vorfälle, die einen Teil der insgesamt 731 Krankenhaustransporte ausmachten.

Insgesamt bleibt aber ein fader Beigeschmack an der diesjährigen Wiesn haften. Alleine der Rückgang beim Bierkonsum von 7,3 Millionen Maß auf 6,1 Millionen lässt erahnen, wie groß die finanziellen Einbußen der Wirte und Schausteller nach Abschluss ihrer Bilanz ausfallen werden. Die Unsicherheit der Menschen wegen der Merkelschen Flüchtlingspolitik machte offenbar auch vor dem Münchner Oktoberfest nicht Halt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Max Latino

Ergänzend zu der oben angegebenen Statistik möchte ich hinzufügen:
Lediglich zwei Personen deutscher Herkunft befanden sich unter den 18.Festnahmen der Sexualtäter.
Von den verbliebenen 16. Tätern, waren 10. Ausländer und 6. von Merkels Schutzsuchenden.
Der überwiegende Teil von ihnen hatte einen muslimischen Hintergrund.
So zumindest der offizielle Polizeibericht hierzu.

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