Maduros letztes Gefecht?

Parlamentsgebäude in Caracas von regierungsnahen Schlägertrupps gestürmt

Die Zeit des venzolanischen Staatschefs Nicolás Maduro scheint sich mit rasenden Schritten ihrem Ende zu nähern. Seine Maßnahmen zum Machterhalt werden immer skurriler. Er ließ Schlägertrupps das Parlamentsgebäude in Caracas stürmen.

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Nicolás Maduro, sozialistischer Staatschef Venezuelas, rüstet sich offensichtlich für das in der »Internationale« erwähnte »letzte Gefecht«. Seine Macht auf den Straßen des Landes schwindet zusehends, der Rückhalt in der Bevölkerung tendiert gegen Null und er selbst zeigt sich nur noch auf in sicheren Räumen gedrehten Videobotschaften seinen Landsleuten. Jüngster Schachzug Maduros war die Erstürmung des Parlamentsgebäudes in Caracas durch regierungsnahe Schlägertrupps.

Wie »n-tv« berichtet seien mehrere in den Farben der regierenden Sozialisten gekleidete Maduro-Anhänger in den Garten des Parlaments eingedrungen und haben dort Feuerwerkskörper gezündet und auf Oppositionelle eingeprügelt. Dabei wurden fünf Abgeordnete und weitere zwölf Personen verletzt. Anschließend besetzten die Schläger den Eingang des Gebäudes über einen Zeitraum von mehreren Stunden.

Im Parlament dominiert die Opposition, die seit Monaten für eine Amtsenthebung Maduros kämpft. Parlamentspräsident Julio Borges macht Maduro direkt für den Angriff verantwortlich: »Die Gewalt in Venezuela heißt Nicolás Maduro. Wenn sie die Demonstrationen von Tausenden Venezolanern unterdrücken wollen, gelingt ihnen das innerhalb von Sekunden. Wenn es ihre eigenen Leute sind, passiert nichts.« 

Maduro selbst spielt den Ahnungslosen und markiert auf dumm. Es handele sich um »seltsame Vorfälle«, die umfassend ermittelt werden. Auf den Vorwurf, dass seine Schlägertrupps, die sogenannten »Colectivos« für den Angriff verantwortlich seien, geht er mit keinem Wort ein.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ich

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Gravatar: Der Unverwüstliche

@ Stella u. Catilina

Könnten die Zustände dort vielleicht auch etwas mit einem leicht überdehnten Sozialismusversuch zu tun haben?

In einem Land, in dem kein Klopapier mehr produziert und verkauft werden kann, ist es einfach Scheiße gelaufen.

Daran ist wohl nicht unbedingt der böse Ami oder der Ölpreis Schuld. Es gibt Länder, die nicht die geschätzt größten Ölvorkommen der Welt haben und trotzdem funktionieren - solange nicht ein Herr Palmer daherkommt und den Menschen lustig andere Menschen ins Haus setzen will, die das Haus nicht gebaut haben. Dann nämlich baut niemand mehr Häuser und hält auch "seins" nicht mehr in Stand. Zu besichtigen waren diese Zustände 1990 in der Sozenzone, die sich leider ausgebreitet zu haben scheint.

Gravatar: H.von Bugenhagen

Schon wieder eine Generalprobe für dass was auf die BRD noch zukommt

Gravatar: Catilina

Bald ist es geschafft und USA kann das Land endlich als Militärbasis nutzen. Nach gezielten Desinformationskampagnen und nach Boykott des venezuelanischen Öls ist es gelungen, eines der reichsten Länder Südamerikas in die Knie zu zwingen. Dahinter liegen vielfältige multinationale Interessen, unter anderem den Erhalt des Petrodollars bei Ölverkäufen. Außerdem wollte die venezuelanische Regierung den Goldstandard wieder einführen, also eine stabile und unabhängige Währung und damit hat es sich schon so mancher mit den wahren Herrschern dieser Welt verscherzt. Genauso wie die brasilianische Präsidentin Rousseff durch eine Schmutzkampagne gestürzt wurde, bei der einfach nichts gestimmt hat, geht das Spiel der globalen Finanzmafia und der Geheimdienste hier weiter.

http://www.voltairenet.org/article186820.html

http://www.voltairenet.org/article187727.html

Gravatar: Stella

Wenn ein Regime-Change von außen orchestriert wird, und so wird heute Krieg geführt von denen, die das Ziel Einer-Welt-Regierung haben, dann rechtfertigt dies jede Maßnahme, das Land zu verteidigen und natürlich den Staatsoberhaupt selbst an erster Stelle. Wir haben dies in der Ukraine bereits beispielhaft gesehen. Und nicht nur dort, auch in Syrien, Irak, Libyen...

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