Kurz soll Koalition mit den Grünen eingehen

Oettinger erteilt wieder einmal ungefragt Ratschläge

EU-Kommissar Oettinger erteilt wieder einmal ungefragt Ratschläge an Politiker anderer souveräner Staaten. Ganz so, als könnten die Politiker dort keine eigenen Entscheidungen treffen, sondern wären unbedingt und total auf die »Hilfe« Oettingers angewiesen.

Foto: BM Europa / Flickr / CC BY 2.0
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In Österreich bezeichnet man die Deutschen gerne als »Piefkes« und hält ihnen eine gewisses Besserwisserei und Arroganz vor. Bundesdeutsche Altparteienpolitiker tragen mit ihren Äußerungen, aus welchen Gründen auch immer, maßgeblich dazu bei, dass diese Vorwürfe immer neue Nahrung erfahren. Das war so bei der Vorgängerregierung in Österreich aus ÖVP und FPÖ, als Mitglieder der Merkel-Regierung gleich reihenweise den Österreichern unaufgefordert Verhaltensregeln, Vorschriften und altkluge Weisheiten übermitteln wollten. Ganz so, als sei Österreich kein souveräner Staat sondern ein Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland.

Die entsprechenden Reaktionen aus Österreich ließen keinen Zweifel daran, dass man sich diese Art der Bevormundung verbiete. Weder das Land noch die Leute bedürfen Ratschläge einer Regierung, die nicht in der Lage ist, die bei sich im Land anhäufenden Probleme zu lösen. Man solle vor seiner eigenen Türe kehren, hieß es mehrfach aus Österreich in Richtung Merkel-Regierung. Damit habe man wirklich genug zu tun.

Nun könnte man meinen, dass die deutlichen Worte Anklang bei deutschen Altparteienpolitiker gefunden hätten; doch weit gefehlt. Aktuell ist EU-Kommissar Oettinger - Sie wissen schon, der mit den »hervorragenden« Englischkenntnissen - der Ansicht, dass ÖVP-Chef und Wahlsieger Sebastian Kurz ohne die »weisen« Worte Oettingers nicht in der Lage ist, eine Regierungskoalition zu bilden. Oettinger »rät« Kurz heute in einem Beitrag in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Kurz solle eine Regierung mit den Grünen bilden.

Offensichtlich ist Oettinger dabei ganz entgangen (oder es ist bisher gar nicht zu ihm durchgedrungen), dass gerade in der Asylpolitik die Differenzen zwischen Kurz´ ÖVP und den Grünen nahezu unüberwindbar erscheinen. Das ist Oettinger aber egal. Er wertet den Whlausgang in Österreich und weiß angeblich genau, wie das Land zu regieren ist. Typisch Besserwessi eben.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Unmensch

Das ist die soziale Schwarmintelligenz: sie müssen sich alle gegenseitig sagen, wo sie alle gemeinsam hin laufen sollen. Wer dem nicht folgt, ist böse und rechts.

Gravatar: Wähler

Dieser gescheiterte Ministerpräsident und unfähige EU Kommissar sollte seine Ratschläge lieber an das Rot-Rot-Grüne Berlin richten, anstatt den Österreichern Koalitionsempfehlungen auszusprechen. Er sollte sich lieber um die Ruine Deutschland kümmern, da gibt es genügend Mist zum wegräumen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „EU-Kommissar Oettinger erteilt wieder einmal ungefragt Ratschläge an Politiker anderer souveräner Staaten. Ganz so, als könnten die Politiker dort keine eigenen Entscheidungen treffen, sondern wären unbedingt und total auf die »Hilfe« Oettingers angewiesen.“ ...

Dazu auch von mir:
https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Digitalkommissar-Oettinger-Lieber-Schlagloecher-als-Funkloecher/Kann-jemand-mal-den-Oettinger-entsorgen/posting-28579269/show/

Gravatar: Karl Biehler

Ein Probelauf für Schland?
Hat ihn Mutti vorgeschickt?

Gravatar: Donner Pfeil

In dieser Hinsicht hat Herr Kurz auch schon dem ZDF-Kleber gestern die passende Antwort erteilt.
Was sich manch einer, der laut Auftrag nur Nachrichten an den Mann zu bringen und niemanden zu belehren hat, so einbildet, wenn er sich auch noch so unverschämt in die Angelegenheiten anderer Länder einmischt, indem er Statements abverlangt, die seiner momentanen Ideologie oder zweifelhaften Vorgaben entsprechen.

Es wird eine Zeit nach Slomka und Kleber geben.

Gravatar: Hartwig

Oettinger hat doch mit Mafiosi im gleichen Restaurant zu Tisch gesessen?

Ich wäre da vorsichtiger. Kurz braucht diese Ratschläge sehr wohl, und dieser falsche österreichische Prinz wird so dumm sein, und dem Rat Oettingers folgen wollen. Viele werden sich noch sehr wundern, was der Intrigant Kurz noch so alles tun wird.

Die spielen mit "uns". Diese EU ist schon lange keine Demokratie mehr, sondern deren Verhöhnung.

400 assyirische Christen sind für das Saarland zuviel. Wären es aber 400 kriminelle Migranten, man hätte die niemals so behandelt.

Ist Kurz bereit diese 400 Christen aufzunehmen? Oder schämt sich Kurz auch der christlichen Werte? Oettinger tut das, sich schämen.

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