Die jetzige Form der Globalisierung ist nicht bunt, sondern eintönig

Niedergang der Traditionsgeschäfte

Vielfalt ist unsere Stärke? Wenn man sich die Entwicklung der Innenstädte anschaut, dann ist es umgekehrt: Aus Vielfalt wird Einfalt. Die alten Traditionsgeschäfte weichen endgültig den internationalen Ketten.

Symbolbild Globalisierung. Foto: Pixabay
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Weltweit gleichen sich die Städte an. Statt landestypischer oder lokaler Geschäfte, Cafés und Restaurants erobern die internationalen Geschäftsketten die Städte. Die »City Center«, »Shopping Malls«, Einkaufspassagen und Hauptgeschäftsstraßen werden einander immer ähnlicher, weil überall die gleichen Geschäfte und Marken zu finden sind. Größere Auswahl? Größere Vielfalt? »Diversity«? Von wegen. Alles ist gleich, alles ist monoton geworden. Ob in Dubai, New York oder Hongkong, überall die gleichen Waren.


Und innerhalb Deutschlands ist es noch extremer. Die Traditionsgeschäfte verschwinden. Der Tante-Emma-Laden gehört der Vergangenheit an. Die Bäckereien, Konditoreien, Metzgereien, Fachgeschäfte oder kleinen Boutiquen verschwinden aus dem Stadtbild. Stattdessen bereiten sich die Ketten aus.


Wie das zur Monotonie beiträgt? Nehmen wir das typische Café mit Kaffee und Kuchen. Deutsche Cafés mit angeschlossener Bäckerei, wo es von Bretzeln bis zur Schwarzwälder Kirschtorte alles hausgemacht und frisch gibt, werden immer seltener. Stattdessen breiten sich Ketten wie Starbucks aus. Was sollen Touristen auch China, Japan, den USA oder Australien denken, wenn es in Deutschland statt deutscher Kuchen- und Tortenauswahl nur die Cookies von Starbucks gibt, die sie schon von zu Hause her kennen?


Schauen wir zum Beispiel nach Berlin: Wenn Touristen aus Asien oder Amerika am Flughafen Tegel landen, können sie bereits dort am Flughafen bei Starbucks ihren ersten Kaffee trinken. Wer dann am Hauptbahnhof ankommt, wird ebenfalls von Starbucks begrüßt. Desgleichen kann der Tourist gleich mehrfach bei Starbucks einkehren: egal ob am Brandenburger Tor, in der Friedrichstraße oder am Kurfürstendamm: Starbucks ist einfach überall, wo es Sehenswürdigkeiten gibt. Amerikanische oder asiatische Touristen können kreuz und quer durch Berlin Sightseeing machen und ständig Kaffee im Starbucks-Café trinken, ohne jemals ein authentisches deutsches Café mit »German Schwarzwaldtorte« oder Apfelstrudel erlebt zu haben.


Das kommt davon, wenn die Binnenwirtschaft vernachlässigt und der Wind der Globalisierung ins Land gelassen wird, ohne auf die Folgen zu achten. Die Globalisierung lässt sich nicht aufhalten. Aber sie lässt sich gestalten. Doch wenn man internationalen Konzernen das Feld überlässt und die demokratischen Entscheidungen nach Brüssel abgibt oder internationalen NGOs überlässt, dann verlieren alle Länder, alle Kulturen, alle Regionen ihr individuelles Gesicht. Bund ist das nicht. Auch wenn man es uns als bunt verkaufen will.


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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Sam Lowry

Global Player wie Amazon, McDoof und Konsorten sind börsennotierte Zombies, die seit Jahrzehnten Fachgeschäfte zerstören und Billig-Arbeitsplätze ohne Betriebsräte "schaffen".

Letztlich werden die Menschen ihrer Rechte beraubt, sie werden zu hirntoten Arbeits-Sklaven.

Und das ist genau so gewollt!
Von unserer Regierung (WHO).

Nur noch halbbraunweiße Idioten, die 5 Tage die Woche Steuern zahlen, keine Ahnung haben und vor der Glotze sitzen, um Werbung für Müll zu sehen, den sie irgendwann zu brauchen glauben:
Flätskrien, Smartfohn, Äpps und S Ju Wee, Windparks...

Erhalten werden sie die Akkupalypse. Sicher dat.

Gravatar: Britta

Die Tante Emma Läden sind schon lange verschwunden.
Diese Läden gehören jetzt den Mohammeds und Co.
Auch die richtigen deutschen Cafes sind nur noch in
kleinen Mengen da. Die italienischen Eisdielen haben den
Cafes schon vor vielen, vielen Jahren den Garaus gemacht. Die Deutschen gingen im Sommer in den Eissalon, nur vom Wintergeschäft konnten die einheimischen Cafes nicht mehr existieren.
Da braucht es keinen Starbucks.
Und das Schlimmste von allen sind die Döner, Kepab-
Imbisse. ******* ******* ******** ******* *****.
Da rufe ich zum Boykott auf. HALAL muss nicht sein.

Gravatar: germanix

Wer geht nach Starbucks? Natürlich - die Klima-Demonstranten!
Wer ist einer der größten Plastikmüll-Beschaffer? Richtig - Starbucks!
Ich/wir waren noch nie und werden auch nie in solche Starbucks- u. Fettleibigkeits-Shops gehen!

Allerdings muss, allen Unkenrufen zum Trotz, dem Geschäftsbetreiber ein Kompliment gemacht werden - er versteht sein Geschäft - er ordnet die potentiellen Kunden marktgerecht ein - sein Marketing funktioniert - er verdient an seinem Produkt weltweit Milliarden - Gratulation!

Mc Donald, der größte Plastik-Müll-Verursacher lässt schön Grüßen!

Fazit: Entweder sind wir zu blöd, solche Zuckerfressorgien mit Sandwiches und Wraps und Soßen im Ausland zu generieren oder wir sind wieder einmal zu brav - die Menschen könnten ja ungesundes zu sich nehmen!

Fragt Starbucks danach? Nein - denen ist es egal - Hauptsache, es wird gefressen!

"An einem Sandwich oder einem Wrap kann ja nicht viel dran sein", wird sich so mancher denken. Doch gerade die Variante mit weißem Brot enthält reichlich Kalorien. Kombiniert man diese Variante dann auch noch mit der falschen Käsesorte, fettiger Wurst und im schlimmsten Fall Mayonnaise, können auch Gurken, Tomaten und das obligatorische Salatblatt nichts mehr retten.!

Unsere schlaue Jugend weiß das natürlich alles - spielt aber keine Rolle!

Gravatar: A. Pernath

Es kommt darauf an, wo das Ladengeschäft liegt. In Einkaufspassagen sowie im Stadtzentrum mit viel Publikumsverkehr gehen die Ladenmieten durch die Decke. Traditionelle Geschäfte verlieren ebenso Kunden an Online-Shops, weil Einkaufsbummel in multikulti-bunten, vermüllten Zentren keinen Spaß mehr machen. Hinzu kommen Verluste durch Ladendiebstahl und nicht zu vergessen die Banken, welche immer weniger bereit sind, Kredite für den Einkauf neuer Kollektionen zu gewähren.
Daher stehen die Betreiber traditioneller Geschäfte auf verlorenem Posten, weil die Rahmenbedingungen einfach nicht mehr stimmen.

Gravatar: blubby

Das ist mir zu einseitig.
Wenn Einheimische ihre kleinen Geschäfte nutzen und schützen würden, aber die gehen ja da hin wo's billig ist oder bestellen im Internet.
Was will man mit der Einstellung denn erwarten?
Dazu kommt die immer mehr auswuchernde Bedrohung
gar nicht oder nur versert nach Hause zu kommen.
Ich gehe seit drei Jahren in keine Citty oder öffentliche Veranstaltung.
Danke Anschie...

Gravatar: Frank

Stimme überein. Es ist MONOTON und langweilig. Aber es hat ein Gutes. Man braucht nicht mehr in fremde Städte fahren, sie werden immer gleicher, genauso wie die Parteien und alles andere. Sogar die Menschen.

Am Ende ist es egal wo man wohnt es gäbe nichts zu erleben und niemanden zu treffen das man nicht auch von zu Hause kennt und deshalb bitte Grenzen zu.

Ich selbst meide solche Ketten zu 100%. Noch ist das zum Glück möglich. Aber ich habe als Kind auch in Tante Emma Läden eingekauft.

Was ich wirklich unfair finde ist der Aufwand den ein Traditionsgeschäft betreiben muß um den Kunden interessiert zu halten. Es muß beste Qualität liefern zu zumindest ähnlichen Preisen wie die Billigkette welche alle ihre Lieferanten ausblutet.

Doch die Verarmung durch Inflation treibt immer mehr Menschen in die Hände derer die ihre Armut mit verursachen.

Solange es noch skrupellose Bauern und Massentierhalter gibt welchen das alles egal ist, wird es auch die Billigketten geben. Erst wenn die Innlandslieferanten hier gemeinsam den Riegel vorschieben kann man es auch via Grenzzöllen verhindern, sofern man denn eine Grenze hat! Die bräuchte man natürlich wenn man den arbeitenden Menschen in diesem Land helfen möchte! Keine Grenze bedeutet keine Zölle, bedeutet der Grieche in der Pampa macht es billiger als er und wird noch reicher - was er eh schon ist.

https://www.welt.de/wirtschaft/article115143342/Deutsche-belegen-beim-Vermoegen-den-letzten-Platz.html

Aber wenn es keiner tut, dann ist wohl auch alles so gewollt. Letztendlich bekommt der Durchschnittsmensch ja die Illusion er könnte immernoch gut von seinem schwachen Euro leben. Und das ist den Steuerehebungskartellparteien auch ganz recht so, dann begehrt er nicht auf und sie können vielleicht noch ein bisschen mehr Steuern erheben.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die Konzerne und Unternehmen stimmen maßgeblich in dieses Konzert mit ein. Die EU ist für viele Unternehmen von Vorteil, weil sie über Brüssel ihre Lobbyisten walten lassen können, die dann Gesetze für die ganze EU durchsetzen.“ ...

Klar!

"Die Globalisierung nützt nur den reichen Ländern“!
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-globalisierung-nuetzt-nur-den-reichen-laendern/305654.html

Oder sollte man es etwa besser wie folgt präziser ausdrücken?

Die Globalisierung nützt nur wenigen Superreichen
https://www.ipg-journal.de/aus-meinem-buecherschrank/artikel/fast-ueberall-verlierer-2706/
sowie entsprechend dumm-korrupt-handlangenden Politikern, die später ohnehin nicht mehr gebraucht werden und dann entsprechend über die Klinge springen dürfen!?

Gravatar: Unmensch

Je mehr Menschen nicht Eigentümer sind sondern Angestellte, desto mehr wählen auch Links. Je mehr Menschen Links wählen, desto eher wird der Kapitalismus enteignet. Die globalen Konzerne werden dann von linken Politikern übernommen und endgültig monopolisiert. Wir werden alle eins sein, alle gleich sein, alles wird gut sein (denn wer was anderes sagt, wird nicht dabei sein).

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