Pakistani dringend tatverdächtig // Stand: 0.04 Uhr

Neun Tote und 50 Verletzte bei Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Am Berliner Breitscheidplatz hat es einen mörderischen Anschlag auf die Besucher eines Weihnachtsmarktes gegeben. Ein LKW fuhr gezielt in die Besuchergruppe auf Höhe der Budapester Straße. Neun Menschen wurden getötet, über 50 weitere wurden schwer verletzt.   Updates erfolgen punktuell im Laufe des Abends und der Nacht.

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Youtube-Video zum Anschlag: https://www.youtube.com/watch?v=tM63JHBaIcM

Am heutigen Abend erfolgte gegen 20.00 Uhr ein Anschlag auf die Besucher eines Berliner

Weihnachtsmarktes am Breitscheidplatz. Ein LKW raste mit hoher Geschwindigkeit gezielt in die Menschenmenge und wälzte Gäste und Buden nieder. Nach Angaben der Polizei (unter anderem hier: https://twitter.com/polizeiberlin) gibt es bisher neun Tote und um die 50 Verletzte zu beklagen.

Das Areal rund um Breitscheidplatz und Gedächtniskirche ist neben dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz einer der touristischen Schwerpunkte der Stadt und sowohl überregional wie auch international bekannt. Der Anschlag, auch wenn die Polizei einen entsprechenden Hintergrund noch nicht bestätigen will oder darf, erfolgte nach dem gleichen Strickmuster wie jener in Südfrankreich im letzten Sommer.

Der mit zwei Personen besetzte LKW versuchte, seine Fahrt durch die Menschenmenge fortzusetzen, wurde aber durch die Trümmer der niedergewalzten Buden abgebremst und kam letztlich auf der Budapester Straße zum stehen. Nach ersten Angaben der Polizei ist der Fahrer des LKW tot, sein Beifahrer soll in der Zwischenzeit nach einem erfolglosen Fluchtversuch gefasst worden.

Zeugen berichten, einen Schuss gehört zu haben; verifiziert wurde diese Angabe bisher nicht.

Aktualisierungen erfolgen.

 

Aktualisierung 22:04 Uhr: 

- Medienvertreter des rbb (Uli Zelle, "Rechtsextremismus-Experte" Sundermeyer) bezeichnen den Anschlag als "furchtbares Unglück" respektive "tragisches Ereignis".

- Kommentar von Ralf Stegner auf Twitter: "Absolute Sicherheit gibt es in einer freiheitlichen Demokratie niemals. Trotz allem Engagement unserer Sicherheitsbehörden."

- Und noch einmal Stegner: "Statt Respekt vor den Opfern schon wieder ekelhafte politische Ausweidung dieser Tragödie durch die AFD und andere rechte Scharfmacher."

Andere Sorgen hat Stegner offenbar nicht....

 

Aktualisierung 22:12 Uhr:

- Die Polizei korrigiert die Angaben bezüglich des Toten der LKW-Besatzung. Nicht der Fahrer ist tot, sondern der Mitfahrer.

- Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) wörtlich: "furchtbare Situation"

 

Aktualisierung 22:24 Uhr:

- Die Berliner Polizei bestätigt die Festnahme eines Verdächtigen, vermutlich des Fahrers (https://twitter.com/PolizeiBerlin_E)

- Innensenator Andreas Geisel (SPD): "Wir hatten einen schrecklichen Vorfall..."

 

Aktualisierung 23:25 Uhr:

- Der polnische Spediteur gibt an, dass der letzte Kontakt zu seinem Fahrer (Einzahl!) am Nachmittag gegen 16.00 Uhr erfolgte. Er, der Spediteur, geht davon aus, dass Fahrzeug und Fahrer entführt wurden.

- Am Tatort wurden KEINE Bremsspuren des LKW festgestellt. Ein Unfall ist somit so gut wie auszuschließen.

- Innensenator Geisel: "Tathergang kann Unfall oder Anschlag sein...."

 

Aktualisierung: 23.46 Uhr

- Nach Informationen des "Fokus" handelt es sich bei dem Attentäter um einen Pakistani

- Nach Informationen der "Welt" soll der Tote im Führerhaus möglicherweise erschossen worden sein

- Joachim Gauck: "Ein schlimmer Abend für Berlin..."

 

Aktualisierung 0.04 Uhr:

- Pressekonferenz um 13.00 Uhr

- LKW war auf dem Weg aus Italien zurück nach Polen und wurde bei der Umladung in Berlin vermutlich gekidnappt, sagt der Spediteur aus Stettin. 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: ...und überhaupt....

Merkel und ihr Kabinett waren nicht auf dem Weihnachtsmarkt; laut WELT gab es Warnungen über einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin. Wie lange wird es diesmal dauern, bis Merkel sich äußert? Bei der Sache in München brauchte sie Tage, während Obama noch am selben Tag vor die Kameras trat

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