Nationalgarde stoppt Protestierende

Neuerlich schwere Ausschreitungen in den USA

Nach einem weiteren Zwischenfall mit einem Schwarzen ist es im US-Bundesstaat Wisconsin die zweite Nacht in Folge zu Unruhen gekommen.

Minnesota National Guard / CC BY
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Nach einem weiteren Zwischenfall mit einem Schwarzen, der den Aufforderungen der Polizei nicht Folge leistet, ist es in der Stadt Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin in zwei Nächten in Folge zu schweren Unruhen gekommen.

Anlass war ein Zwischenfall, der von einem Handy aus gefilmt worden ist. Auf dem Video ist ein Schwarzer hinter einem Wagen auf der Beifahrerseite zu sehen. Dann dreht sich der Mann von den Polizisten weg und geht vorne um das Auto herum zur Fahrerseite. Zwei Polizisten gehen mit gezückten Waffen hinter ihm her. Der Schwarze hat den Polizisten den Rücken zugekehrt, öffnet die Fahrertür und lehnt sich in den Wagen hinein. In diesem Moment hört man in dichter Folge sieben Schüsse.

Wie oft die Person getroffen wurde, wird nicht deutlich. Nach Informationen der Welt liegt er verletzt im Krankenhaus. Die beteiligten Beamten wurden nach Angaben des zuständigen Justizministeriums beurlaubt. Die Ermittlungen laufen noch.

Anschließend an den Vorfall, der im Internet schnell verbreitet wurde, hieß es zum Beispiel in der Welt »US-Polizei schießt Schwarzem in den Rücken«. Tatsächlich sind die Hintergründe des Vorfalls jedoch unbekannt. So wäre es denkbar, dass der Getroffene auf dem Fahrersitz eine Waffe hatte. Offenbar hat er aber den Aufforderungen der Polizisten nicht Folge geleistet.

In Kenosha kam es bereits unmittelbar nach dem Vorfall am Sonntag zu schweren Ausschreitungen. Demonstranten, die der radikalen und gewalttätigen ›Black Lives Matters‹-Bewegung zuzuordnen sein sollen, stellten sich der Polizei entgegen. Videos zeigen plündernde Demonstranten und das brennende Gelände eines Autohändlers.

Mittlerweile sind mehrere Schulen, das örtliche Dinosaurier-Museum und eine Bibliothek teilweise schwer beschädigt berichtet USA today. Wisconsins Gouverneur Tony Evers rief die Nationalgarde hinzu, um lokale Einsatzkräfte zu unterstützen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Peter Lüdin

Wie man in den zwei Videos sieht, hat sich der Mann gewaltsam der Festnahme widersetzt, ist zum Wagen gegangen, und hat nach etwas gegriffen. Die ganze Zeit über hat er sich den Anweisungen und Warnungen widersetzt, der Polizist hat ihn auch am Arm versucht zurück zu halten. Der Polizist hat nicht die Pflicht zu warten, was er da raus holt, nachdem er sie schon angegriffen hat. Selbst das Auto zählt als tödliche Waffe.
In den USA hat die Polizei die *Pflicht* Personen mit allen Mitteln aufzuhalten, wenn sie davon ausgehen müssen, dass er sie oder andere Personen gefährden könnte. Nachdem er sich der Festnahme widersetzt hat, hätte eine Verfolgungsjagd auch weitere Personen gefährdet.

Gravatar: Tacheles

Und auch hier bei uns haben diverse TV-Sender
gleich über den Vorfall berichtet. Obwohl keiner was ge-
naues weiß. Ich glaube, die wollen die Menschen hier
auch aufhetzen.
Vielleicht befürchten diese Sender, dass sonst, ohne
die tägliche Portion Hass gegen Weiße, gegen Trump, gegen
die AFD, die Leute gelangweilt einschlafen würden.
Dabei haben die meisten Leute längst bemerkt, dass sie
belogen werden.

Gravatar: Erdö Rablok

Ein veritabler Bürgerkrieg in den USA könnte die Welt von dem Ungeheuer befreien!

Gravatar: P.Feldmann

Wer als Fahrer schon mal in den USA von der Polizei kontrolliert wurde , der weiß, daß er sie die Hände immer im Sichtbereich des Polizisten halten muß! Alles andere wird als offensiver Akt verstanden.
Und das war schon vor 20 A so, denke nicht, daß sich das Klima seither entspannt hat.

Gravatar: Doppelgänger

In allen neuerdings bekannten Fällen, eskalierte die Situation nur, weil die Verdächtigen sich gegen die Anwendungen der Polizisten verhielten. Kein Polizist setzt sein Leben aufs Spiel, in einem Land wo praktisch jeder eine Schusswaffe zücken kann. Kooperation ist also lebensrettend, das scheinen einige wenige nicht zu kapieren.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Nationalgarde stoppt Protestierende
Neuerlich schwere Ausschreitungen in den USA“ ...

Und was geschieht, wenn die US-Bevölkerung mehrheitlich tatsächlich ´massiv` zu den Waffen greift https://www.nzz.ch/international/amerikas-gefaehrliche-liebe-zu-schusswaffen-ld.1360539
... und sie gegen die richtet, welche - sich Demokraten ´nennend` – Obamas wie Killarys Politik https://www.bpb.de/izpb/181040/aufbruch-in-eine-neue-weltordnung
fortsetzen wollen???

Gravatar: gast

Erst mal abwarten, was sich TATSÄCHLICH ereignet hat. Das stellt sich erst nach mehreren Tagen heraus.

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