Realitäten im Nahen Osten

Netanjahu erklärt, Israels Souveränität im Jordantal ausweiten zu wollen

Mitten in der Zeit wachsender Spannungen mit dem Iran erklärt Israels Premierminister, nach einer Wiederwahl die Souveränität Israels im Jordantal ausweiten zu wollen.

Judäa und Samaria / Wikicommons / CC BY-SA 3.0
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Mitten in der Zeit wachsenden Spannungen mit dem Iran erklärt Israels Premierminister Netanjahu, nach einer Wiederwahl die Souveränität Israels auf alle jüdischen Siedlungen im Jordantal ausweiten zu wollen. Wie die Jerusalem Post berichtet, erklärte Netanjahu, die möglichen Schritte mit der amerikanischen Regierung abstimmen zu wollen. 

Netanjahu betonte, er wolle nichts unternehmen, ohne nicht zuvor ein Mandat der Wähler erhalten zu haben. Zugleich nannte er die Ausdehnung der Souveränität auf die jüdischen Siedlungen eine seltene Gelegenheit, "sichere, dauerhafte Grenzen für Israel" zu schaffen. Mit dieser Ausdehnung des Staatsgebiets wäre zugesichert, dass Judäa und Samaria, von den Arabern Westjordanland genannt, nicht zu einem zweiten Gaza werden.

Aus dem unabhängigen Gaza führen vom Iran unterstützte Araber seit dem Rückzug der jüdischen Siedler einen Dauerkrieg gegen Israel. Betroffen sind die Grenzregion und mehrere grenznahe israelische Städte. Sie werden seit Jahren immer wieder aus Gaza von der dort regierenden Hamas mit Raketen beschossen. Eine ähnliche Situation darf es laut Netanjahu im Westjordanland nicht geben. Dann wären Netanya und Tel Aviv in einer vergleichbaren Situation.

Die Aufnahme jüdischer Siedlungen in das Staatsgebiet Israels hat darüber hinaus noch einen weiteren sicherheitspolitischen Aspekt. Der Iran hat seine Einflusssphäre im Zuge des Syrischen Bürgerkriegs immer weiter nach Westen Richtung Damaskus und damit zur israelischen Grenze verschoben. Nach wiederholten Erklärungen iranischer Politiker, Israel vernichten zu wollen, kann Jerusalem dem weiteren Vorrücken iranischer Verbände nicht tatenlos zusehen.

Da die erweiterte Souveränität sich lediglich auf die jüdischen Siedlungen beschränkt, sind die Araber im Westjordanland nicht betroffen. Sie können sich weiterhin frei zwischen dem dann israelischen Staatsgebiet bewegen. Trotzdem äußerte PLO Generalsekretär Saeb Erekat seine Besorgnis. "Das letzte, was Israelis und Palästinenser bräuchten", sagte er, "ist eine Aktion, die Öl ins Feuer gießt." "Wir müssen das Feuer löschen. Wir müssen Frieden machen."

Kritik an den Plänen kam umgehend von der UNO. Sie erklärte, die Änderungen hätten keinerlei internationale Rechtsgültigkeit. Wieso die UNO keine ähnliche Erklärung hinsichtlich Tibets abgibt, das vor vielen Jahren von China annektiert worden ist, erklärte sie nicht. Die UNO verfährt hier wie so oft doppelmoralisch. Mit den Arabern auf der Westbank ist es nicht anders. Auch sie sorgen durch dauernde Anschläge und Morde für ständige Spannung. Im gewissen Sinne zahlen sie nun mit der Annexion den Preis für ihre seit Jahrzehnten fehlende Bereitschaft zum Frieden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Pro Border

@ Catilina

Aus Ihrem Kommentar spricht das Unwissen über unsere
christliche Religion. Der Ursprung des Christentums ist
nun mal das Judentum auch wenn es Ihnen nicht passt.
Und Jesus war Jude, was jemand wie Ihnen auch nicht passt.

Ich möchte und kann Sie hier nicht belehren, dazu reicht
der Platz nicht und die Zeit. Lesen Sie die Bibel.
Schauen Sie Bibel-TV, lassen Sie sich aufklären
damit Sie sich mit nicht länger mit Ihren naiven Kommen-
taren lächerlich machen.

Gravatar: Walter

Wenn man hier sieht wie einige Glaubensbrüder der alten Bibel, in meinen Augen vermutlich das erste und größte Märchenbuch der Geschichte, die Handlungen Netanjahus rechtfertigen wollen - so sollten sie sich doch mal mit den Aussagen ihres größten Wissenschaftlers den Physiker und Nobelpreisträger "Albert Einstein" zu diesem Thema befassen. Dieser hat diese Religion als einen primitiven Aberglauben bezeichnet. Und damit hatte er recht.

Wer religiösen Aberglauben dazu benutzt um heutige politische Handlungen zu rechtfertigen, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht mehr ernst genommen wird.
Wenn dieser Gott laut der biblischen Aussage ein Volk auserwählt hat in ein Land einzudringen und die dort lebenden Menschen zu vertreiben, wie es in den biblischen Aussagen beschrieben wurde, so kann dies kein gerechter alle Menschen liebender Gott sein , sondern nur ein spiritueller Abgott.

Gravatar: Catilina

@Frau XY: beide Religionen aus der arabischen Halbwüste haben mit dem Christentum so viel zu tun wie Äpfel mit Birnen. Die Religionen der Beschnittenen berufen sich darauf, allen anderen überlegen zu sein, weil dazu "auserwählt" bzw. weil "Allah es so will".
Das Christentum dagegen steht in der Tradition einer uralten Lehre, nämlich dem Sieg des Guten über das Böse, des Lebens über Tod, des Lichtes über die Finsternis. Die ersten bekannten Ausformungen dieser Lehre findet man in Ägypten, mit Isis und Osiris. Die Darstellungen der Göttin Isis mit dem Horusknaben sehen der späteren Muttergottes mit dem Jesuskind zum Verwechseln ähnlich. Die nächste Ausformung dieser Lehre gab es bei den Persern, welche den eigentlichen Ursprung unserer Kultur darstellen und bei denen die alten Griechen sich auch eifrig bedienten. Der Monotheismus der Zoroastrier, die ursprünglich ohne Tempel und Priester auskamen (wozu auch, wenn Gott überall ist), die Ehrfurcht vor der Schöpfung, die Verpflichtung zur Wahrheit, all das bereitete den Weg zum Christentum. Wieder sind die Darstellungen des Propheten Zartosht (Zarathustra / Zoroaster) ikonographisch mit dem segnenden Chrisus identisch. Aber auch die Manichäer sind ein Ableger des Zoroastrismus.
Man muß die Scheuklappen ablegen und sich ausgiebig mit der Entstehung der Religionen befassen, sowie mit dem Bild des "Sol invictus" (= das unbesiegbare Licht, die ewig leuchtende Sonne).
Das hat weder mit Islam zu tun (Unterwerfung und Entmündigung des Einzelnen) noch mit dem mosaischen Glauben, der den Juden jede Vermischung mit anderen Völkern verbietet, um nicht den überlegenen Sonderstatus zu verlieren.
Wer wirklich an ein friedliches Zusammenleben aller Völker glaubt, kommt am Christentum nicht vorbei:
"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Es kommt keiner zum Vater denn durch mich." Das bedeutet freie Entscheidung des Individuums, verantwortungsvoll und moralisch zu handeln, damit man diese Welt mit gutem Gewissen wieder verlassen kann, wenn es einmal so weit ist.

Gravatar: Oskar

@ Ede Wachsam

Wie immer viel Wissen. Ein Super Kommentar.

LG

Gravatar: Ede Wachsam

@germanix 11.09.2019 - 22:49
1.) Zitat: Israel war noch nie daran interessiert, mit den Palästinensern Frieden zu schließen. Zitat Ende

Antwort:
Offenbar haben Sie die letzten 70 Jahre verschlafen, denn sonst müssten Sie wissen dass nur die sog. „Palästinenser“ (Ein in den 1960er Jahren erfundenes Kunstvolk, welche allesamt Araber aus den umliegenden Ländern sind) jeden Frieden mit Israel torpediert haben, weil sie nie bereit waren ihren Generalanspruch auf ganz Israel aufzugeben und in deren Satzungen steht, dass man die Juden ins Meer treiben will. Wer allerdings immer nur Mainstream Medien gesehen und gelesen hat, der kann solche „wichtigen Kleinigkeiten“ natürlich nicht wissen. Praktisches Beispiel eines PA Ministers vor einigen Monaten im Ägyptischen Fernsehen, der bestätigt, dass die sog. Palästinenser Araber unter anderen Arabern sind:

PA-Minister: "Die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter"
"Jeder Palästinenser kann seine Wurzeln nachweisen. Er hat Vorfahren, die aus Saudi Arabien, Jemen, Ägypten oder anderen arabischen Ländern stammen", sagte der palästinensische Innenminister und Minister für Nationale Sicherheit, Fathi Hammad, in einem aufgebrachten Interview im ägyptischen Fernsehkanal Al-Hekma. In diesem Gespräch kritisiert der palästinensische Minister das Verhalten der arabischen Geschwister und besonders das der Ägypter, die die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen leiden lassen. "Wie könnt ihr uns im Stich lassen und uns kein Benzin mehr verkaufen? Wir sind doch Eure Geschwister. Warum tut ihr uns das an?" Danach fährt Hammad fort: "Die Hälfte meiner Familie sind Ägypter und 30 Großfamilien im Gazastreifen tragen den Namen El Masri was Ägypter heißt." Hammad zufolge sind 50 Prozent des palästinensischen Volkes Ägypter und der Rest Saudis sowie Araber aus anderen Ländern. PA Minister Ende


Die Araber aber besitzen in inzwischen in 21 arabischen Ländern Land in der Größe Europas, nämlich nur die „winzige Fläche“ von 14 Millionen qkm. Das aggressive Israel aber verfügt dagegen über die enorme Landmasse von 22.000 qkm (Größe Hessens) und muss daher natürlich wenigstens die Hälfte an die armen Araber abgeben oder wie? 1948 bestand das kleine Land nur aus Wüste und Malaria verseuchten Sümpfen. Schon da gab es mehr Juden in Jerusalem und dem Land als Araber, denn mit Arbeit haben die es nicht so. Noch 1900 war das Land eine trostlose Wüste, fahren Sie mal heute dahin, seit 1948 nach nur 70 Jahren. Die Araber kamen erst in größerer Zahl als Israel schon eine enorme Aufbauleistung getan hatte und wollten davon profitieren. Eine Parallele dazu ist Deutschland. Als wir die Trümmer ab 1945 beseitigt und das Land wieder aufgebaut hatten, wobei uns nur westliche Gastarbeiter aus Italien, Spanien und Griechenland geholfen haben, da mussten wir auf Weisung der USA ab 1961 bettelarme Türken aus Anatolien aufnehmen, also Muslime, weil die Amis in der Türkei ihre Raketen gegen die Sowjets aufstellen wollten. Gebraucht haben wir diese Leute jedenfalls nicht und genau genommen brauchen wir sie auch heute nicht. Ja und auch Israel braucht die muslimischen Araber nicht, solange die sich nicht von ihrem Hass gegen die Juden lösen.

Also Herr Germanix, solange Sie so schlecht informiert sind und sie würden staunen was Sie alles nicht wissen, da würde ich den Ball doch etwas flacher halten. Ich selbst bin seit vielen Jahren beruflich mit dem Nahostkonflikt befasst und kenne mich daher bestens mit den wahren Hintergründen aus.


2.) Zitat: Lassen Sie mal bitteschön den lieben Gott aus dem politischem Spiel.
Die Muslime operieren auch immer mit Allah - und dabei kommt die Scharia immer mehr zur Geltung! Zitat Ende

Anwort: Ja auch hier nehme Sie den Mund etwas zu voll, denn erstens tun sie etwas, was Ihnen nicht zusteht, nämlich sie wollen meine Meinungsfreiheit einschränken und das ausgerechnet hier bei der „Freien Welt“ Dass Sie dabei gegen dass GG verstoßen würden wie ein gewisser Herr Maas und seine Politikfreunde, kommt Ihnen dabei wohl nicht in den Sinn?
Sie haben auch hier keine Ahnung wie sehr der richtige Gott was mit Politik zu tun hat, denn ohne Ihn gäbe es nach 2.000 Jahren keinen Staat Israel. Oder glauben Sie dass die 650.000 Israelis die angreifende Übermacht der 160 Millionen Araber
damals 1948 alleine hätten besiegen können? Ja und auch die noch folgenden 4 Angriffskriege der Araber gegen das winzige Israel hätten sie ohne Gottes Hilfe nicht gewonnen?

Die UNO hatte zwar 1948 darauf spekuliert, dass die Araber die paar Juden platt machen würden, aber die haben eben nicht mit dem lebendigen Gott gerechnet, der hatte nämlich vor 4000 Jahren zu ihnen gesagt er würde sie in die ganze Welt zerstreuen, was 70 nach Christus auch geschah. Er hatte aber auch an über 30 Stellen voraus gesagt, dass er Israel wieder sammeln und sie wieder in Ihr den Vätern verheißenes Land zurück bringen würde. Dies haben wir als Zeitzeugen miterlebt. Und da soll ich Gott aus dem Spiel lassen, nur weil sie von der Wirklichkeit keine Ahnung haben und ER der die Hauptperson in diesem ganzen Drama ist das wir die WELT nennen? Ach ja, was habe ich oder auch die Juden mit dem satanischen Götzen Allah zu tun? Lesen Sie mal die Geschichte Israels mit Gott, sie steht allein in der Bibel, so wie unsere Geschichte auch in einem dicken Buch steht, nur leider ohne Gott. Ja und weil das so sit kriegen wir jetzt nach genau 70 Jahren (eine biblisch relevante Zahl) schon mal ein wenig auf die Ohren, damit wir wach werden, denn diese Weltzeit** geht rapide zu Ende. Jesus Christus kommt wie ER versprochen bald zurück.
**Nicht zu verwechseln mit dem Weltuntergang der kommt erst nach der Wiederkunft Jesu in 1.000 Jahren.

Gravatar: Islaamwaasis

In Gaza lebt kein einziger Jude mehr. Die Juden sind
dort weggegangen in der Hoffnung, das die Moslems,
diese sogenannten Palästinenser dann endlich mal
Frieden geben würden.
Welch ein Irrtum. Jeden Tag kommen von Gaza Raketen
auf Israel.
Dabei haben die Moslems 57 Länder.
Die Juden haben nur das winzig kleine Israel. Nur so
groß wie Hessen
Und das wollen die Moslems auch noch.
Aber nicht mit uns.

Gott schütze Israel.

Gravatar: Frau  XYZ

@ Catilina

Bitte beleidigen Sie E. Wachsam nicht. Sie wissen nicht
Bescheid.

@ Germanix

In Bezug auf Israel kann man die Religion nicht aus dem
Spiel lassen. Israel ist das Ursprungsland unserer Religion. Ob Menschen wie Ihnen as passt oder nicht.
Sie und andere Atheisten können das nicht aus der Welt
schaffen. Und wenn Sie auch nur die geringste Ahnung
von der jüdisch-christlichen Religion hätten, dann würden
Sie wissen, dass alles was mit Israel passiert in der
Bibel vorher gesagt wurde. Und eingetroffen ist.
Es stehen noch ein paar Vorhersagen offen.
Die verheißen leider nichts Gutes. Also, wenn Sie schon
unwissend sind, halten Sie besser Ihren Mund.
Ist für den Frieden wichtig.

Gravatar: Catilina

@Ede Wachsam: Stockholm-Syndrom?

Gravatar: germanix

Israel war noch nie daran interessiert, mit den Palästinensern Frieden zu schließen.

@ Redaktion (wh)

Der Bericht ist von der Redaktion einseitig geschrieben. Tatsache ist, dass durch die völkerrechtswidrige Einverleibung Israels, mindestens 65.000 Palästinenser betroffen sind.


@ Alfred 11.09.2019 - 16:27

Sie haben vollkommen Recht!

@ Ede Wachsam 11.09.2019 - 18:48

Lassen Sie mal bitteschön den lieben Gott aus dem politischem Spiel.
Die Muslime operieren auch immer mit Allah - und dabei kommt die Scharia immer mehr zur Geltung!

**** ***** ***** *****

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

@ Ede Wachsam 11.09.2019 - 18:48

Lieber Ede, sie schreiben:

... „Gott hat seinem Bundesvolk dieses kleine winzige Stückchen Land nach 2000 Jahren wie in der Bibel versprochen zurück gegeben.“ ...

Wenn Sie schon 2000 Jahre in der Geschichte zurück gehen, sollten sie der Sache nicht auch an die Wurzel gehen und sich fragen, wie die Juden zu diesem „winzigen Stückchen Land“ als Eigentum(?) kamen?

War es nicht Gott, der die Juden von Ägypten nach Kanaan (Palästina) auswandern - und an den dortigen Menschen einen Völkermord begehen ließ, um die Juden anzusiedeln?
https://www.welt.de/geschichte/article135685975/Der-Auszug-aus-Aegypten-war-alles-ganz-anders.html

Sollte es den Allmächtigen(?) tatsächlich geben:

Versprach Gott den Juden – im Wissen der Folgen – etwa fremdes Eigentum? **************************

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