Im Kulturkampf zählt jede noch so kleine Geste

Muslimischer Polizist verweigerte Kollegin den Handschlag

Der Fall erregte bundesweit Aufsehen: Ein muslimischer Polizist verweigerte einer Kollegin den Handschlag. Aus religiösen Gründen. Zu dem Fall gibt es nun ein Urteil.

Pixabay
Veröffentlicht:
von

Bei seiner Beförderungsfeier verweigerte er einer Kollegin aus religiösen Gründen den Handschlag. Er verbeugte sich mit der Hand auf dem Herzen, aber die Hand reichte er seiner Kollegin nicht. Das hatte für den muslimischen Polizisten aus Rheinland-Pfalz ein Nachspiel: Er muss, wie die Welt schreibt, nun eine Geldbuße von 1.000 Euro zahlen.

Er wird jedoch nicht entlassen, wie das Polizeipräsidium in Koblenz am Freitag mitteilte und folgendermaßen begründete: »Da der Lebenszeitbeamte bislang weder straf- noch disziplinarrechtlich vorbelastet war, wäre eine Entlassung juristisch nur zu begründen gewesen, wenn der Beamte an seiner bisherigen Haltung festgehalten und dadurch seine ablehnende Haltung zur freiheitlich demokratischen Grundordnung manifestiert hätte.«

Die Sächsische Zeitung berichtet, dass der Polizist eine Erklärung unterschrieben habe, wonach er sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekenne und Frauen ohne Ausnahme und Vorbehalte als gleichberechtigt ansehe. Daher werde er in Zukunft allen Frauen als Zeichen der Achtung und in Anerkennung ihrer Gleichberechtigung einen Handschlag nicht mehr verweigern. »Bei einem Verstoß gegen seine Dienst- und Treuepflichten hat er mit der Entfernung aus dem Dienst zu rechnen«, hieß es weiter.

Der Fall ist damit abgeschlossen. Aber die Auseinandersetzungen werden weitergehen. Es gibt keine Ruhe. Die nächste Provokation kommt bestimmt. Solche Fälle hat es schon gegeben – und wird es wieder geben. Der Polizist hat gewusst, was er tut und konnte einschätzen, was auf ihn zukommen würde. Er hat es darauf ankommen lassen.

Wir können nur schwer beurteilen, wie belastend religiösen Überzeugungen für jemanden sind, der sich einerseits diesem Glauben verpflichtet fühlt, andererseits in einem Land lebt, in dem andere Regeln gelten. Es ist ein ständiger innerer Kampf, zu dem sich auch die Außenwelt verhalten muss und mit einbezogen wird. In diesem Kulturkampf gibt es keine Großzügigkeit, es gibt auch keine Kleinigkeiten. Jede Geste zählt.

An diesen Alltäglichkeiten zeigt sich, wie schwierig eine Integration ist.

 

 

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Ede Wachsam

@Freigeist 20.03.2018 - 02:42
Zitat: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für all die Gottheiten, die von der Menschheit bisher erfunden wurden. Zitat Ende

Außer dem Gott der Bibel, gibt es in der Tat viele Götzen, welche aber, wenn sie nicht von Menschen aus Materie gemacht wurden und wie z.B. aus Holz, Stein oder Metallfiguren bestehen, dennoch reale boshafte Geister sind, welche bekanntlich Dämonen genannt werden. Dies gilt auch für den Götzen Allah, einen von 360 arabischen Tagesgötzen, wobei an jedem Tag ein Anderen in diesen Ländern verehrt wurde. Nur Mohammad hatte, weil er vor ca. 1400 Jahren Kontakt zu Juden und Christen hatte, die anderen 359 Götzen kurzerhand verboten und die Zuwider Handler wurden mit dem Tode bestraft, übrigens bis heute. Er fand die Lehre von nur einem Gott logisch und gut, wollte aber natürlich die Bedingungen des biblischen Gottes der Juden und Christen nicht erfüllen, denn der Islam ist eine, vor allem für Männer, sehr bequeme Religion, die eine Menge schwerer Sünden lt. der Bibel im Koran nicht verboten sind. Dafür nimmt man dann auch einiges Brimborium und strenge Gesetzlichkeit, wie die 5 x täglichen Pflichtgebete und den einen Tag Fasten, (Ramadan) woraus die Muslime immer ein riesen Bohei machen, in Kauf. Echte Christen fasten um wichtige geistliche Dinge zu erreichen sogar bis zu 40 Tagen ohne Essen, lassen sich dies aber nie anmerken und es ist auch völlig freiwillig. Es gibt keine Vorschrift dafür in der Bibel, außer dem Vorbild von Jesus, der dies seinerzeit auch für uns auf der Erde tat. Dennoch werden diese 360 Götzen nach wie vor heimlich in arabischen Ländern verehrt.

Aber um zum eigentlichen Thema zu kommen:

Es gibt auch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Sie einen Verstand haben. (Verstand ist nicht = Gehirn) Es gibt auch keinen Beweis dafür, dass es Wind oder Elektroenergie gibt, denn Beides ist unsichtbar, man kann nur die Auswirkungen wahrnehmen, messen und damit beweisen, also die Auswirkungen, nicht die Energie von Wind und elektrischem Strom. Es gibt auch keinen Beweis dafür, dass die Informationen eines Softwareprogramms materiellen Ursprungs sind, denn man kann die Infos weder wiegen noch sehen, so wie man auch Energie, Wind oder Ihren Verstand weder wiegen noch sehen kann. Da man aber die Auswirkungen dieser aufgeführten Dinge sehen kann, so verhält es sich auch mit dem Schöpfer der Welt, der natürlich mit dem satanischen teilweise von der Bibel abgeschriebenen Koran so viel zu tun hat wie ein Kinderdreirad mit einem Spaceshuttel. Gott kann man, weil er unsichtbarer Geist ist (Johannes 4,24) auch nicht sehen oder „wissenschaftlich“ beweisen und wer wollte dies auch als Staubkorn Menschlein tun oder gar dazu fähig sein? Insofern wird der Begriff „Wissenschaft“ oder „wissenschaftlich“ oft in lächerlicher menschlicher Arroganz missbraucht. Sie glauben gar nicht an was sie alles glauben müssen was immer als „wissenschaftlich“ bewiesen verkauft wird.

Gravatar: Walter

Jetzt war es der Handschlag gegenüber einer Kollegin, was wird es ein andermal sein? Wenn er geistig richtig bei der Sache wäre - hätte er doch wissen müssen - was seine Haltung für Folgen haben wird. Schuld ist nicht der muslimische Polizist, sondern die deutschen Behörden mit ihrer Integrationspolitik um jeden Preis. Dessen Beteuerungen bei angedrohter Strafe würde ich keinen Glauben schenken. Wer streng gläubige Muslime mit solchen hoheitlichen Aufgaben betraut, gefährdet die innere Sicherheit in höchstem Maße.

Gravatar: Freigeist

Wenn jemand so naiv ist, an den selbsternannten Propheten zu glauben, sollte er nicht Polizist werden dürfen. So jemand ist gedanklich teil-amputiert. Logisch denken, Fehlanzeige. Die Analyse dieses üblen Buches ist für halbwegs intelligente Leute zu schaffen und so zu erkennen, dass es Unsinn ist. Widersprüche über Widersprüche. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für all die Gottheiten, die von der Menschheit bisher erfunden wurden. So etwas kann man schon von einem heutigen Polizisten verlangen, logisch durchdenken zu können.

Gravatar: Tom

Hallo mah ( 19.03.2018 - 14:39 )

, das Handgeben ist eine uralte Geste und besagt: " Ich bin nicht Dein Gegner, ich habe nichts in der Hand womit ich Dir schaden kann und wenn ich Dir meine Hand reiche, dann siehst Du, daß ich keine verborgenen Waffen habe. Ich möchte Freundschaft. "

Das Handgeben sollte man allerdings dann unterlassen sofern eine ansteckende Krankheit umgeht vor der man seinen Gegenüber schützen möchte.

Bei DIESER Betrachtung der Sachlage gebe ich diesem muslimischen Polizeimenschen Recht. Er wollte offenbar nicht, daß seine kranke Ideologie ( besonders Frauen und deren Rechte betreffend ) übertragen wird. Er wollte die deutsche Kollegin vor sich und Seinesgleichen schützen - also Entlastung in allen Anklagepunkten !

Gravatar: mah

Hat nun jede Polizistin das Recht auf den Händedruck des männlichen Kollegen?
Hat eigentlich auch jeder männliche Polizist das Recht auf den Händedruck der weiblichen Kollegen? Kann sich irgendjemand vorstellen, dass eine Polizistin so bestraft wird für eine solche Verweigerung? Ich jedenfalls nicht.

Jetzt kommt bestimmt der Einwand, dass der Grund der Verweigerung in diesem Fall ausschlaggebend ist. Nämlich hier die Religion.

Aber dann wird hier keine Tat geahndet, sondern das Motiv. Wenn er den Hanschlag verweigert hätte wegen starker Erkältung, Hautausschlag o.ä., hätte es jeder akzeptiert.

Und was macht man dann mit polnischen oder russischen Kollegen, die auch nicht ohne weiteres jeder Kollegin die Hand geben? Die dortigen Frauen würden sich auch sehr wundern. Mit Religion hat das natürlich nichts zu tun. Eher mit Gewohnheiten, Sitten, Traditionen und Erziehung.

Für mich ist diese Strafe sehr fraglich.

Mich beschäftigt aber die Frage, wie sich wohl ein solcher Polizist verhält, wenn ich mit einem Muslim in Konflikt gerate und er dazu kommt. Möglicherweise dann noch mit meinem "Konfliktpartner" in dessen Sprache spricht, die ich nicht verstehe.
Ich will das hier nicht auswalzen, aber darin steckt weit mehr Konfliktstoff als in einem Händedruck.
Ich fürchte, wir werden es erleben.

Gravatar: Jutta

.. ich frage mich auch, ob wir klüger werden müssen.
Wenn sie uns nicht die Hand geben wollen - wie gesagt, ich will das auch nicht - dann lasst sie doch.
Wir sollten uns ebenso nicht beleidigt fühlen ... denn wir haben doch Freiheit !
Wir sollten lieber zeigen, wie gut es ist, dass wir keine Angst voreinander haben und froh und dankbar sind, dass nach langen Jahren des Kampfes Männer und Frauen relativ gleichberechtigt miteinander umgehen.
Gleichzeitig finde ich es kontraproduktiv, wenn auf der einen Seite permanent Gleichberechtigung beschworen wird, auf der anderen Seite aber Sexismus abgeht... und es wird unter Garantie so wie auch in der Bundeswehr diesen Sexismus geben.

Was ist das dann für ein Vorbild ?

Wer mir nicht die Hand geben will .. bitte.
Das macht mich weder klein noch beleidigt es mich.
Ich bin aber umso dankbarer, als biblisch-gläubige Christin, dass mein Glaube mich nicht gängelt mit solchen Vorschriften.
Aber es gibt tatsächlich Muslime/Moslems, die haben Respekt vor Frauen und sind sehr höflich, höflicher als deutsche Männer. Das habe ich auch erlebt.

Und ich denke nicht, dass eine sogenannte Integration vom Händeschütteln abhängig ist.

Ich bin diese hilflosen und fruchtlosen sogenannten Integrationsdebatten so leid.
Wenn sich alle an das Gesetz des Landes halten, in dem sie leben, ob nun schon läner oder eben noch nicht, das ist Integration genug.
Wenn allerdings die Justiz an sich gute Gesetze nicht durchsetzt ... und ein zahnloser Kuscheltiger wird.. dafür können die Integrationsunwilligen nicht.
Und wenn man nicht einmal die Gelder streicht, so wie man das ja auch bei angeblich Hartz4 unwilligen deutschen Beziehern macht, die nicht arbeiten wollen .. nun ..

Und was die letzte Aussage im Text betrifft: wenn es wirklich so belastend ist .. dann muss man halt in ein Land gehen, das die eigenen religiösen Überzeugungen teilt.
Die Christen in der Türkei dürfen auch keine Ansprüche stellen und laufen eher Gefahr, umgebracht zu werden.

Muss hier wirkliche in Moslem befürchten umgebracht zu werden ? Höchstens die Frauen aufgrund der Ehre.
Wieviele moslemische Frauen wurden von den Zuzüglern vergewaltigt und umgebracht ?

Gravatar: Dr. Bruno Köhler

Doppelstandard: Aus religiösen Gründen ist die Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung, obwohl durch Art 2 GG geschützt, legal, aber es besteht eine Pflicht zum Handschlag, obwohl ein solcher Anspruch grundgesetzlich gar nicht besteht.

Gravatar: Tom

Das mit den " religiösen Gründen" ist wieder mal der übliche Vorwand um zu zeigen, wer der Herr im Hause ist. Unsere Imbiss-Türken geben jeden die Hand, der es möchte und die sind sicher auch religiös.

Gravatar: Jutta

Warum sollte ich als Frau einem muslimischen Mann die Hand geben wollen ?

Gravatar: Vetterli

Für mich ist das eine Voreingenommenheit gegen Frauen, und ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Zumal Polizisten auch häufig als Zeugen aussagen.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang