Milliardenschweres Prestigeobjekt

Merkel will einen Flugzeugträger haben

Deutschlands Regierende scheinen einen Faible für das Militär zu haben. Der Kaiser wollte damals unbedingt seine Flotte, ein anderer wollte seine Luftwaffe und Merkel will jetzt unbedingt einen Flugzeugträger. So ein Träger kostet rund fünf Milliarden Euro - nur in der Anschaffung.

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Deutschlands größtes Kriegsschiff ist derzeit die »Berlin«, ein Einsatzgruppenversorger. So richtig spektakulär ist ein solches Versorgungsschiff sicherlich nicht. Das bisherige Vorzeigeschiff der deutschen Marine, die Gorch Fock, liegt derzeit auf dem Trockenen und niemand weiß, ob und wie es mit dem Dreimaster weitergeht. Auf den sieben Weltmeeren jedenfalls ist Deutschland derzeit eher unterrepräsentiert. Für Merkel offensichtlich eiun untragbarer Zustand, dem sie jetzt Abhilfe schaffen will: mit einem Flugzeugträger!

Deutschlands Armee ist eine Verteidigungsarmee. Ihre Aufgabe besteht darin, im Ernstfall das Land und die darin lebenden Menschen zu schützen. Die Seezonen in der Nord- und Ostsee sind von den in küstennahen Fliegerhorsten stationierten Fluggeschwadern jederzeit zu erreichen. Überseeische Territorien fernab des Heimatlandes, wie sie zum Beispiel Großbritannien (Malvinen respektive Flakland-Inseln) oder Frankreich in der Südsee, besitzt Deutschland nicht. Für eine Flugzeugträger gab es in Deutschland bisher keinen Bedarf.

Lediglich in den dunkelsten zwölf Jahren der deutschen Geschichte wurde mit der Graf-Zeppelin-Klasse ein solcher Gedankengang verfolgt, aber noch vor der endgültigen Fertigstellung des ersten Schiffes bereits wieder verworfen. Der erste, etwa zu 90 Prozent fertiggestellte Träger, wurde zum schwimmenden Ersatztteillieferanten für andere Schiffe und fuhr niemals aus eigenem Antrieb heraus zur See.

Merkel nimmt jetzt die Planspiele eines deutschen Flugzeugträgers wieder auf. Dieser soll in Kooperation mit Frankreich gebaut werden. Die Franzosen haben gerade ihren Träger, Charles de Gaulle, umfangreich überholt. Kostenpunkt: mehr als eine halbe Milliarde Euro.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Zyniker

Der wird dann aber ganz bio gebaut und co2neutral...

Wahrscheinlich ähnlich BER ist er dann geplant fünf Milliarden, und nachdem 150 Milliarden verdummt wurden schwimmt das Ding immer noch kieloben... und taugt höchstens als Landeplatz für die Seevögel die dem Schreddern durch Windräder entgangen sind...

Gravatar: sigmund westerwick

Statussymbol einer Grossmacht

Der Daniele Ganser misst den Grossmachtanspruch eines Staates daran wieviele Flugzeugträger er hat, und bislang haben die Franzosen nur einen gehabt, ebenso wie die Chinesen, und so will Merkel grossmachttechnisch also zumindest zu Frankreich und China aufschliessen.
Dass Deutschland derzeit intellektuell, wirtschaftlich und politisch nicht in der Lage ist, einen Flugzeugträger zu bauen oder zu betreiben schreckt sie nicht, es geht um den Anspruch, nicht um die Umsetzung, und in Merkel verqueerer Denkweise ist Deutschland unter ihrer Führung mindestens so groß wie das Großdeuthsche Reich in den Jahren ab 1933.
Allein die Realität kann da nicht mithalten, der Zustand der Bundeswehr ist desaströs, nur etwa 1/3 der Gerätschaften in Heer, Marine und Luftwaffe sind einsetzbar.
Und ich weiss auch gar nicht, wofür ein Flugzeugträger gebraucht wird, wahrscheinlich spielt die Politik der Zukunft auf dem eurasichem Kontinent, da wären nicht einmal die Flugzeugträger der Amerikaner von Nutzen, was soll da also ein einzelner deutscher Flugzeugträger bewirken ?
Oder will Merkeel den Flugzeugträger im Mittelmeer einsetzen, um die Masseneinwanderung aus Afrika zu unterbinden, wird er für den EInsatz in Mali oder Afghanistan benötigt ?

Militärisch und politisch ist ein Flugzeugträger nutzlos, für die Bundeswehr nur schwer zu bezahlen und haushaltstechnisch ein Milliardengrab, eben eine typische Merkel-Idee.

Gravatar: Müller Milch

Wozu braucht Deutschland einen Flugzeugträger? Damit wir uns international mehr einmischen?

Die Franzosen werden diesen Flugzeugträger bauen und damit wieder Arbeitsplätze und Einnahmen sichern. Die Deutschen werden zahlen. Danke, Merkel!

Gravatar: Stephan Achner

Merkel-Deutschland will einen Flugzeugträger bauen - ein guter Beitrag zum bevorstehenden 1. April 2019.


Die Planung wird dann wohl 2025 beginnen, bis 2050 dauern und der Flugzeugträger wird wohl 2100 beim Stapellauf untergehen. Also ca. 80 Jahre Heiterkeit bei allen Militärs außerhalb Deutschlands weltweit. Das ist doch auch ein Beitrag zum Weltfrieden.

Gravatar: Cantacuzene

Der letzte deutsche Kanzler, der einen Flugzeugträger baute war Adolf Hitler.

Gravatar: Stefan B,

Namensvorschläge für den Flugzeugträger:

Doktorin Angela Merkel ade
Amadeu Antonio
Open Arms 2.0
MS Weltoffen
Deutscher Flugzeugträger *in
Demokratieverstärker

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Dieses Land , dem Größenwahn verfallen, nach einem total verlohrenem Krieg . -Immer noch keinen Friedensvertrag und unter dem Artikel 107und 53 der UN -Fiendstaatenklausel , am Morgenthau -Plan gerade vorbei gerauscht , mit einer Regierung ,deren Protagonisten nur mit brotlosen Künsten im Tingel-tangel ,,ausgebildet" , allso wertschöpfender Arbeit unfähig ,schon wieder die Welt beformunden macht Angst und sollte endlich zur raison gebracht werden !!! -Diesen Flugzeugträger sollte Tramp im Hamburger Hafen und ein paar Panzer vor den Kanzleramt stationieren um größeres Unheil für uns und die Welt ab zu wenden !! Die sind ja dem Wahnsinn verfallen !! Man stelle sich die ihres Geschlechts verlohrenen nun wirklich mal an der Waffe vor ....

Gravatar: Walter

Vermutlich bekommt nach diesem Artikel das Wort "Wahn" eine neue Steigerungsform:


Wahn
Größenwahn
Merkel - Wahn

Satire oder Wirklichkeit ?

Die Entscheidung darüber überlasse ich den Lesern !

Gravatar: harald44

Merkels verquaste Gedankenwelt ist doch diese:
Mittels eines Flugzeugträgers könnte man noch mehr Schwarzafrikaner nach Deutschland holen, denn auf dessen Flugdeck, von dem nie eine Flugzeug vom Typ BER starten oder landen wird, kann man unheimlich viele Schwarze gleichsam via legalisiertem Sklavenhandel nach Deutschland und Europa bringen.
Es gab einmal - seufz - eine Zeit, da wurde in Deutschland Volksverrat völlig zu Recht mit dem Tode bestraft.

Gravatar: Hajo

Wenn diese Überlegung zutrifft ist sie an Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Das gibt doch ein hervorragendes Ziel ab und ist längst nicht mehr zeitgemäß und das leisten sich nur solche Staaten zum Schaulaufen, aber Kriege werden heute anderes gewonnen, dezentral in kleinen Einheiten, wer nicht gesehen oder schnell geortet wird ist im Vorteil, solche Schießbudenattrappen sind doch nur für die Belustigung und das vermeintliche Selbstwertgefühl und man kann sich nur wundern, in welchen Kategorien hier gedacht wird, schlimmer geht es nun wirklich nicht mehr.

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