Die Offensive der Koalititonstruppen zur Befreieung der Millionenstadt Mossul im Norden des Irak läuft bisher für die Befreier gut. Zahlreiche Dörfer und Vororte rings um die Stadt konnten bereits von den IS/DAESH-Terrorsoldaten zurück gewonnen werden. Insbesondere die kurdischen Peschmerga-Truppen durften bisher große Landgewinne verzeichnen. Allerdings hielt sich der Widerstand der IS/DAESH-Terroristen bisher in Grenzen. Neben vereinzelten Gefechten setzen die Islamisten auf mit Sprengstoff gefüllte Fahrzeuge, die von Selbstmordattentätern in die Reihen der Koalitionsstreitkräfte gefahren und dort gezündet werden sollen.
Acht bis zwölf Brigaden der irakischen Armee sind an der Operation beteiligt. Hinzu kommen Polizisten und Spezialkräfte der Antiterroreinheit der Regierun. Zudem beteiligen sich rund 5.500 US-Soldaten an der Befreiung Mossuls. Sie sollen laut US-Präsident Obama zwar vornehmlich als Berater und Militärexpeerten fungieren, haben offensichtlich aber auch einen Kampfauftrag. Zudem beteiligen sich zahlreiche unabhängige Milizengruppen an dem Feldzug. Diese stehen sich, wie im Fall der »schiitischen Volksmobilisierungsfront« und sunnitischer Stammesmilizen, mitunter feindlich gegenüber.
In diese Gemengelage will nun auch noch Merkel-Intimus Erdogan seine seit letztem Jahr in Bashiqa im Norden des Irak stationierten Einheiten senden. Er will damit erreichen, dass die Türkei bei der Zerteilung des Bärenfells, also dem Sieg über das Terronetzwerk IS/DAESH, auf der Siegerseite mit an dem Verhandlungstisch sitzen wird und einen dicken Happen als »Belohnung« einkassieren darf; nämlich die beiden Städte Kirkuk und Mossul, die gemäß der Grenzziehung im politischen Manifest aus 1920 türkisches Territorium seien.


Kommentare zum Artikel
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Na ist denn das...
Eine Theoretische Frage die sich praktisch so nicht stellt ????
Deutsche Bürger melden Ansprüche auf: ,,Freie Argumentation durch Böhmermann,,
Es steht zu befürchten, daß der saubere Herr demnächst auch Ansprüche auf Berlin-Kreuzberg und Duisburg-Marxloh erheben wird. Der türkische Chauvinismus ist in der Tat grenzenlos und gepaart mit sunnitischem Islamismus ein hochgefährliches Konstrukt. Aber lieber träumt man in Berlin weiter vom EU-Beitritt oder zumindest "privilegierter Partnerschaft" mit den Osmanen und ähnlichem Unfug, als der Wahrheit ins Auge zu sehen und sich einzugestehen, daß wir von unseren türkischen "Waffenbrüdern" am Nasenring durch die politische Arena gezogen werden. Schöne Aussichten!
Könnten wohl auch bald Bochum, Dortmund oder Köln folgen ....
Wer 1+1 zusammen zählen kann, hat nichts Anderes erwartet.
Hatte schon beim dem Irak-Plattmachen durch den Ami, Sorge, dass der Türke im Irak auch ein Stück Kuchen bekommt.
Nennt endlich die Verursacher, es ist nicht der Russe und auch nicht der Baschar al-Assad, das sind höchstens Pseudo-Verursacher.
Wir sind auch Verursacher, da wir am Nasenring mitspielen dürfen und mitspielen wollen.
Aus Erdogans Großmannsträumen wird wohl nichts werden. Dem stehen die Russen, Iraner, Kurden und das fehlende Geld in der Staatskasse entgegen. Die Türkei ist immer noch ein armes Land. Und zum Ausplündern der Nachbarschaft sind schon andere da - die mit den größeren Muckis. Am Ende schneiden die dann auch noch Erdogans Reich neu zu. - Wohin man auch schaut: Furchtbar! Überall die Narren am Werke.
Wenn ihm (Erdogan) das tatsächlich gelingt, ist er für seine Landsleute der Größte und fortan über jegliche Kritik erhaben. Pech für die murrende Opposition.