Reaktionen und Maßnahmen gegen Covid-19

Medizinerin kritisiert Besuchsverbot für Covid-Patienten

Während in Deutschland schon über neue Maßnahmen diskutiert wird, denken andere Länder über die verhängten Maßnahmen nach.

Partynia / CC BY-SA
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Als sich im März die erste Covid-Welle in der Schweiz ankündigte, verhängte die Regierung eine Reihe von Maßnahmen. Dazu gehörte ein Besuchsverbot für Covid-19 Patienten. Außerdem wurden Regeln beschlossen, wie und an wen die nicht mehr hinreichend vorhandenen Mitteln verteilt werden sollten. Und natürlich wurde Masken zur Pflicht.

Fast ein halbes Jahr später zieht man in der Schweiz ein Resümee. Zu den Masken habe es, erklärt die leitende Ärztin und Geschäftsführerin des Komitees für klinische Ethik am Universitätsspital Zürich, Tanja Krones, gegenüber der NZZ, unterschiedliche Studien gegeben. Zunächst schien es, als wären die Masken nutzlos; später änderte sich das. Für die Zukunft müsse man lernen, dass es in der Wissenschaft nicht nur Schwarzweiß gebe, sondern Wahrscheinlichkeiten, mit denen ein Ereignis eintrete oder eben nicht.

Zu einer großen Belastung wäre es für die Ärzte geworden, als die Zahl der Intensivbetten immer knapper wurde. »Dann geht es ums Ganze.« Die Entscheidung über Leben und Tod darf dabei nicht dem behandelnden Arzt überlassen werden. In der Schweiz wurden Richtlinien vorgegeben, die rechtlich abgesichert werden mussten. In Deutschland hat sich die Lage nie so weit entwickelt. Doch auch in den aktuell geführten Diskussionen über die sogenannte Zweite Welle wird darüber nichts genaues gesagt.

Eine Fehlentscheidung habe es sicher gegeben, gibt die Medizinethikerin zu: »Mit dem Besuchsverbot sind wir definitiv zu weit gegangen und gehen noch immer zu weit.« Hintergrund: Auf dem Höhepunkt der Krise wurde Besuchern der Zugang zu ihren sterbenden Angehörigen versagt. Viele starben alleine. Das war nicht nur juristisch bedenklich. Aus der Geschichte von Epidemien war längst bekannt, dass die Besucher nie das Problem sind. Das Personal ist es, das die Viren verschleppe. Gesagt hat das aber niemand. Man handelte panisch. »Wir standen unter Schock. Es war reine Hilflosigkeit, zu sagen: ›Wir machen alles zu‹«. Im Rückblick gesteht Krones: »Es erschreckt mich, dass wir das Besuchsverbot nicht diskutierten.« Das ist nicht nur in der Schweiz ein Problem, sagte die Ethikerin. Bei einer zweiten Welle, von der viele ausgehen, dürfe es kein Besuchsverbot geben.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: lutz

Die offiziellen Zahlen von destatis:

2016: 461.057
2017: 488.149
2018 (Grippewelle!): 501.391
2019: 477.911
2020: 483.321

2016 - 2020: 2.411.829
Anteil 2020: 20,03% (also ziemlich exakt ein Fünftel bei einem Betrachtungszeitraum von 5 Jahren)

Hier gibt es nichts zu sehen. Gehen Sie weiter und tragen Sie ihre Maske. Bis auf April (Peak von 10% im Vergleich zum Vorjahr) keine Auffälligkeiten bei den Sterbefällen. Dennoch keine Übersterblichkeit. Voll im Mittel. Keine Pandemie. Ihr werdet belogen, betrogen und für dumm verkauft.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html

Der Einfachheit halbe habe ich den Kommentar kopiert. Der Autor wird nichts dagegen haben.

Ich denke, das System ist zusammengebrochen, nicht mit einem Knall, sondern wegen Alterschwäche.

Schlußendlich handelte sich bei der EU um einen Untoten, Römische Verträge, Römisches Imperium, das aus dem Grab geholt worden ist.
Die EU hat da angefangen, wo das Römische Imperium aufgehört hat, beim Rollator.

Schön, Recht zu behalten, aber Denkmäler gibt es für sowas nicht.
Mehr wollte ich nicht, als dabei zu sein, wenn die EU abkratzt.
Mein Leben hatte einen Sinn.

Gravatar: Manfred Hessel

Kann aber So nicht stimmen, denn ein gewisser Herr @Joachim Datko ist nämlich der Meinung, daß in unserem Lande ALLES für ältere Mitbürger gemacht wird und daß er dieser Regierung dankbar ist.

Gravatar: Hans

Muss mich für meinen Schreibfehler entschuldigen, sollte in meinem obigen Beitrag nicht heißen "die Gesundheit zu verstärken, sondern "die Krankheit zu verstärken" ich nehme auch ein doppeltes sie" zurück. Ich war so nach erfahren dieses Vorfalles aufgebracht und hätte nur noch laut losbrüllen können.

Gravatar: Hans

Genau, heute passiert, Am Samstag den 15,08.2020 wurde meine Frau per Notarzt eingeliefert. Enkeltochter konnte sie auch sofort besuchen. In der Intensiv-Station konnte ich sie am nächsten Tag besuchen, auch Tochter und Urenkelin konnten sie in der Intensiv- Wachstation besuchen. Jetzt ist meine Frau auf Station verlegt seit 18.08 2020 wo sie von Tochter besucht wurde, am 20 und 21. 08.2020 wurde sie von mir besucht. Heute 22.08 2020 wollte sie sie Enkelin besuchen und einige Sachen die meine Frau benötigt bringen, doch sie wurde von einer im Eingangsbereich nicht akzeptablen Weise abgewiesen und nicht zum Besuch vorgelassen, war an diesem Tag die einzige Besuchsperson. Was sie dort sich anhören musste kann ich hier nur vage wiedergeben, es wurde als Lüge bezeichnet, all die vorherigen Besuche die von Tochter, Enkeltochter und Urenkeltochter in den Intensiv und Wach St. können nicht stattgefunden haben, was aber der Tatsache entspricht. Ich kann mich nur fragen, ist das Harlachinger Krankenhaus zu einer Strafanstalt mutiert, wo inkompetente " Aufsichtswärter ?" bestimmen dürfen, wer die Patienten besuchen darf und wer nicht und das nach ihrem eigenem unqualifiziertem Ermessen bestimmen und ändern können, gerade nach ihrer jeweiligen Stimmung ich hoffe nicht? Ein Krankenhaus wäre normal dazu da Patienten gesund zu machen und nicht durch völlig irrsinnige und totalitäre Maßnahmen die Gesundheit zu verstärken und wenn man das Zimmer ansieht, es wird die sowieso physische Traurigkeit vertieft, jede Gefängniszelle ist besser und menschlicher gestaltet und nicht einer Leichenhalle nachempfunden, wie in diesem Haus, Dreibettzimmer, alleine, trostlose kahle Wände, nicht ein Farbklecks und dann noch eingesperrt und von der Familie isoliert, trotz keinerlei größeren Beschwerden. Die Ärzte haben ein Verständnis für das Leid das die Patienten durchmachen, aber das unfähige und unqualifizierte blöde Personal (Fussvolk) verschlimmern und nutzen das für ihr dreckiges Ego total aus.

Gravatar: famd

Besuchsverbot in Kliniken - ich hatte kürzlich so ein Schild gelesen und die Security spielt Terrormiliz!

Fakt ist, wenn Patienten allein über längere Zeit dort sind, bekommt Spahn unbemerkt seine Organe und in aller Ruhe kann man mit den Leuten experimentieren, denn die Pharmaindustrie kann keine Zeugen gebrauchen.

Im Totenschein steht dann: Herzinfarkt...Kreislaufzusammenbruch...ec.
Angehörige können nicht nachforschen da sie nicht zu den Ärzten kommen...

Sorry - ich denke mit den Erfahrungen wie man in der BRD bisher mit Menschen umgeht.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Zu den Masken habe es, erklärt die leitende Ärztin und Geschäftsführerin des Komitees für klinische Ethik am Universitätsspital Zürich, Tanja Krones, gegenüber der NZZ, unterschiedliche Studien gegeben. Zunächst schien es, als wären die Masken nutzlos; später änderte sich das. Für die Zukunft müsse man lernen, dass es in der Wissenschaft nicht nur Schwarzweiß gebe, sondern Wahrscheinlichkeiten, mit denen ein Ereignis eintrete oder eben nicht.“ ...

Inzwischen erkannte man aber selbst bei der WHO:

„Alltagsmasken können Corona-Risiko erhöhen“!!!
https://www.wpkhs.eu/wp-content/uploads/2020/06/Politik_Corona_AlltagsmaskenK%C3%B6nnenCoronaRisikoErh%C3%B6hen_FreieWelt.pdf

´Muss` man es deshalb etwa verstehen, dass die „totale Maskenmacht“ nicht nur im „Söderland“ vorherrscht
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/08/20/totale-masken-macht-im-soder-land/
sondern auch in dem des Kretschmer Michl???
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/sachsen-fuehrt-bussgeld-fuer-verstoesse-gegen-maskenpflicht-ein-artikel11021933

´Ich` bin mit deshalb fast sich, dass über die leitende Ärztin und Geschäftsführerin des Komitees für klinische Ethik am Universitätsspital Zürich, Tanja Krones, in Kürze ein göttlicher(?) Fluch gelegt wird!!!

Gravatar: Roland Brehm

Gerade der soziale Kontakt, die Hinwendung zum Erkrankten beeinflussen den Krankheitsverlauf sehr positiv. Manchmal entscheidet er sogar über Leben und Tod.
Da unseren Politikern das Leben eines Deutschen nichts wert ist erlassen sie solche Vorschriften. Ganz im Gegenteil, es ist Teil der perfiden Strategie der großen Transfomation das den Genuzit an der eigenen Bevölkerung beinhaltet. Klingt wie Verschwörung, ist es auch. Die Täter sind bekannt und sitzen im Reichstag. Nur eine patriotisch nationale Regierung kann noch etwas zum Positiven ändern.

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