Keine Unterstützung aus der Türkei im Syrien-Krieg

Kurdische Kämpfer beginnen Feldzug gegen Rakka

Während im Irak der Kampf um die Befreiung von Mossul in die vorentscheidende Phase geht, haben die kurdischen Kämpfer ihren Feldzug zur Befreiung von Rakka, der inoffiziellen Hauptstadt der Terrormiliz IS/DAESH in Syrien begonnen.

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Ziel der von Luftangriffen der Militärkoalition unterstützen Offensive der kurdischen Streitkräfte in Syrien ist die Befreiung von Rakka, der inoffiziellen Hauptstadt des IS/DAESH. Bis zu 40.000 Bodentruppen sollen in Marsch gesetzt worden sein, um zunächst die Stadt einzukreisen. So soll verhindert werden, dass weiterhin Nachschub an die in der Stadt befindlichen Terrorsoldaten geliefert werden kann.

Die Zivilbevölkerung Rakkas wurde bereits seit Tagen durch Flugblattaktionen sowie Radio- und TV-Meldungen dazu aufgerufen, die Stadt zu verlassen. Neben den überwiegend kurdischen Soldaten nehmen auch weitere Einheiten der sogenannten »Syrian Democratic Forces (SDF)« an der Offensive teil. Anders als in der Schlacht um Aleppo stehen sich in Rakka aber keine Einheiten der US-geführten Streitkräfte und der von Russland unterstützten regulären syrischen Armee gegenüber.

Auch die Türkei, die im Irak ihren eigenen Krieg gegen die Kurden führt und somit einem angeblich Verbündeten im Kampf gegen IS/DAESH in den Rücken fällt, hält sich in Syrien auffallend zurück. Man werde jedoch, so ließ es Ankara verlauten, keine Rolle der Kurden bei der Befreiung Rakkas akzeptieren. Aus dieser Aussage ist abzuleiten, dass die Schaffung eines freien Kurdistans im Norden Syriens, und damit an der direkten Grenze zur Türkei, auf erheblichen Widerstand der Erdogan-Regierung stoßen wird.

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