Wegen zunehmender Gewalt

Komplettes Waffenverbot für Bahnhöfe in Berlin

Diese Art von Verbot ist in Berlin bislang einmalig: Die Bundespolizei hat für das nächste Wochenende ein komplettes Verbot für bestimmte Waffen verhängt. Fahrgäste dürfen weder Messer noch Reizgas oder Schlaggegenstände bei sich führen. Ein Großaufgebot von Bundespolizisten soll die Fahrgäste kontrollieren. Der Grund: Es hat zunehmend Gewaltausbrüche auf Bahnhöfen und in Bahnen gegeben.

U-Bahn Station Alexanderplatz, Pixabay
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Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat die Bundespolizei am Dienstag erklärt, dass durch ihre geplante Maßnahme » … die Begehung von Straftaten verhindert sowie Mitreisende und Polizeibeamte geschützt werden«. Das Verbot sei nötig, da es in letzter Zeit immer wieder zu Gewalttaten mit Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen gekommen ist. Immer wieder hatte es Fälle gegeben, bei denen zunächst einfache Streitereien zu gefährlichen Messerstechereien eskaliert seien. »Es gibt eine Verlagerung zu zunehmender Anwendung von Waffen dieser Art«, sagte ein Sprecher der Polizei. »Wir wollen deutlich machen, wir haben das Problem erkannt«. 

Besonders an den Bahnhöfen Alexanderplatz, Warschauer Straße, Ostkreuz und Lichtenberg ist es am Wochenende immer wieder zu Streitereien und Schlägereien gekommen. Gerade die Wochenenden sind gefährlich, weil viele zum Feiern in die Innenstadt anreisen. Zwischen die Party-Touristen mischen sich dann Taschendiebe. All das zusammen kann gerade in langen und warmen Sommernächten eine »brisante Mischung ergeben«. An diesem Wochenende will die Polizei besser vorbereitet sein.

Es handelt sich bei der Maßnahme um eine so genannte Ordnungsverfügung der Bundespolizei, sie soll zunächst nur zeitlich und räumlich begrenzt gelten und der Polizei mehr Möglichkeiten geben, Fahrgäste zu kontrollieren und zu durchsuchen, auch ohne dass es konkrete Verdachtsmomente gibt. Nach dem Wochenende soll es dann eine Auswertung geben.

Für Berlin ist die Maßnahme neu. In Hamburg hatte es bereits im Mai eine solche Maßnahme gegeben, die für den Hauptbahnhof galt. Auf der Reeperbahn gelten entsprechende Regelungen schon lange. Cottbus plant nun eine ähnliche Maßnahme, die zunächst nur in Teilen der Stadt gelten soll. Auch in Leipzig gibt es ähnliche Überlegungen.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Dirk S

@ Walter

Zitat:"Wer den Frauen das Pfefferspay verbietet setzt sie nach verlassen des Bahnhofs wieder den Gefährdungen aus."

Ich für meinen Teil würde Frauen ja was anderes empfehlen. Ist in DE nur leider nicht so leicht möglich.

https://www.youtube.com/watch?v=a2gCFOtaZPo

Zitat:"Dieser Vorschlag kann doch nur von einem hohlen Hirn kommen."

Dahinter steckt die kindliche Denke, dass, wenn man nur das Tatmittel verbietet, es keine Straftaten mehr gibt. Die Vergangenheit hat ja schon bewiesen, wie wirksam dieses Konzept ist.

Zitat:"Dann werden die Frauen wenn sie diese Plätze verlassen haben wieder den Verbrechern schutzlos ausgesetzt."

Auch in den Bahnhöfen sind die Frauen (die Männer übrigens auch) dem Verbrechen schutzlos ausgesetzt. Die Polizei hat gar nicht genügend Personal, um die Sicherheit zu gewährleisten. Denn dann müssten 24/7 überall, in allen Gängen Polizisten stehen.

Schon bei meinem Provinzbahnhof (Eingang, Halle, Tunnel, 3 Bahnsteige mit Doppelaufgängen) müsste man, um ausreichend Sicherheit zu gewähren 6 Polizisten aufstellen, 20 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Bei einem richtigen Hauptbahnhof kommen Sie dann leicht auf die 100 Polizisten, Dreischichtbetrieb, 365 Tage im Jahr. Schafft zwar Arbeitsplätze, aber wer soll so was bezahlen?

Zitat:"In Hamburg hat es so eine Aktion auch schon gegeben."

In Bremen auch. Und natürlich sind die Verbote immer noch gültig. Die Polizei hofft anscheinend darauf, dass sie irgendwann mal auf jemanden treffen, der sich daran hält. Übrigens, Fun Fact am Rande: In Bremen befindet sich in der nächtlichen Waffenverbotszone um den Hauptbahnhof (Disco-Meile) ein Waffengeschäft. Gut der hat nur tagsüber auf, zeigt aber trotzdem den Unsinn der Maßnahme.

Zitat:"Überall wo Rot regiert sind solche geistige Eunuchen am werk."

Ist bei den Roten Zugangsvoraussetzung. Oder wie ich zu sagen pflege: Alle SPD-Mitglieder, die ich kenne sind alt und dement. Gut, ich kenne auch nur 2, aber bei denen ist die Aussage wahr.

Zitat:"Nach deren Vorstellungen sind vermutlich nicht die Angreifer sondern die Verteidiger die große Gefahr."

Sie werden es kaum glauben, aber Sie haben Recht. Denn in deren Denke ist allein die Polizei für die Gefahrenabwehr zuständig, was bedeutet, dass ein Opfer sich bis zum Eintreffen der Polizei nicht wehren darf. Notwehr setzen die konsequenterweise auch mit Selbstjustiz gleich.

Zitat:"Da kann man auf gut bayerisch nur sagen: Oh Herr lass Hirn regnen!"

Nützt nichts, denn wenn die Hirne auf den Boden klatschen, wandern die ja immer noch nicht von alleine in die hohlen linken Schädel. ;-)

Gepfefferte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Walter

Wer den Frauen das Pfefferspay verbietet setzt sie nach verlassen des Bahnhofs wieder den Gefährdungen aus. Dieser Vorschlag kann doch nur von einem hohlen Hirn kommen. Dann werden die Frauen wenn sie diese Plätze verlassen haben wieder den Verbrechern schutzlos ausgesetzt. In Hamburg hat es so eine Aktion auch schon gegeben. Überall wo Rot regiert sind solche geistige Eunuchen am werk. Nach deren Vorstellungen sind vermutlich nicht die Angreifer sondern die Verteidiger die große Gefahr. Da kann man auf gut bayerisch nur sagen: Oh Herr lass Hirn regnen!

Gravatar: Thomas Waibel

Peter 20.06.2018 - 10:41

Warum?

Weil das Chaos im U-Bahn-Bereich politisch gewollt ist.

Gravatar: Unmensch

Was für ein unnützer Aufwand. Die Beschönigung der Statistiken ist doch wesentlich effizienter!

Gravatar: Dirk S

Und diese Verbote haben schon in Bremen "gut" funktioniert. Irgendwie bekommen einige nicht in ihre Köpfe, dass es das besondere Kennzeichen von Kriminellen ist, sich nicht an Gesetze zu halten.
Am Ende wird wieder der gesetzestreue Bürger der Leidtragende sein, der nun noch leichteres Opfer wird und bei einem vergessenen "Deospray" oder Opinel mal eben ein paar hundert Euronen abdrücken darf.

So eine Regelung ergibt nur dann Sinn, wenn man an den Eingängen eine Sicherheitskontrolle wie bei Flughäfen durchführen würde. Nur kostet das Geld, viel Geld, was niemand dafür ausgeben will. Also kontrolliert die Polizei nach gutdünken. Und nun raten wir mal, wen...

@ Frederik Friedrich

Zitat:"Mit Bewährungsstrafen wird ein Verstoß für sie kaum abgehen."

Man wird wie üblich Geldstrafen verhängen. Erstverstoß um die 500.- €, danach 2000.-€, so ist das zumindest bei Verstößen gegen Führungsverbote üblich und daran werden sich die StA und Gerichte orientieren.

@ Stephan Achner

Zitat:"Das Kernproblem ist doch, dass der Staat sein Gewaltmonopol faktisch aufgegeben hat "

Und das viele gar nicht mehr wissen, was der Begriff "staatliches Gewaltmonopol" eigentlich bedeutet.

Zitat:"Polizei die Bürger im öffentlichen Raum nicht mehr oder nicht mehr ausreichend schützen kann."

Die Polizei: Wenn man sie braucht, ist sie nicht da; wenn sie da ist, braucht man sie nicht (mehr).

Es ist ein Trugschluss, dass die Polizei den Bürger schützen kann, das muss der Bürger schon allein bewerkstelligen. Denn die Polizei kann nicht überall sein, sie muss erst gerufen werden und antraben. Selbst wenn das schnell geht, dann gibt es immer noch einige Minuten, die es zu überbrücken gilt. Und die muss der Bürger eben alleine bewerkstelligen. Das kann durch weglaufen, Geldübergabe oder "dem Kriminellen was ins Maul geben" geschehen, aber die Zeit ist dennoch polizeifrei.

Zitat:"Kriminelle wird dieses Waffenverbot sowieso nicht interessieren."

Doch, aber in die andere Richtung. "Umfragen bei Kriminellen" haben ergeben, dass die sehrwohl für Waffenverbote sind: Schließlich halten sich ihre Opfer daran und somit erleichtern ihnen Waffenverbote die "Arbeit".

@ Ercan Aslan

Zitat:"Nein, habt ihr nicht!! Ihr doktert wieder nur an Symptomen rum!"

Nein, Sie haben das Problem nicht verstanden. Denn das Problem ist der Bürger, der der Meinung ist, sich zur Wehr setzen zu müssen. Was glauben Sie, wie leicht die Polizeiarbeit wäre, wenn sich alle ohne Gegenwehr beklauen, ausrauben, vergewaltigen und zusammenschlagen lassen würden. Wenn die dann noch auf die Anzeige verzichten ist alles gut und die Kriminalstatistik vorbildlich.

Zitat:"Wenn ihr selbst Reizgas etc. verbietet, nehmt ihr normalen Bürgern dazu auch noch die Möglichkeit, sich gegen Angriffe zu verteidigen!"

Ich will's mal so sagen: Wenn man Reizgas verbietet und jegliches Hilfsmittel zur Gegenwehr illegal wird, dann besorgen sich bei steigendem Bedrohungsgefühl die meisten eben das wirksamste verfügbare illegale Mittel zur Gegenwehr. Und Pfefferspray ist das ganz sicher nicht.
Unkluge Verbote erreichen das Gegenteil von dem, was sie erreichen sollen.

Zitat:"Außerdem ist man dann Nazi und Xenophob und sonst noch was!"

Ist das inzwischen nicht schon eine Art Lob? Ich mein, bis jetzt haben was die Flüchtlingskrise betrifft die sogenannten "xenophoben Nazis" immer Recht behalten.

Zitat:"dazu noch dümmer, als die Polizei selber erlaubt!"

Auch bei der Polizei ist die Quote wichtig, da muss man eben bei anderen Eigenschaften Abstriche machen.

Verbotsfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans

Dann fahren wir mit unserem Diesel und produzieren schönes CO2, wenn wir uns schon nicht angemessen wehren dürfen. Gibt es jetzt dafür auch eine App, wo was an welchem Bahnhof oder auf welchem Gebiet der "BRD" erlaubt oder verboten ist. Oder wir werfen vor der Kontrolle unsere Spraydosen schnell in die Landschaft. Dann schaffen wir damit auch noch ein paar neue Stellen bei der Müllabfuhr. Warum verbietet man dann nicht gleich Handy, einerseits wegen der Strahlengefahr in "Faradayschen Käfigen" wie die U-Bahn und andererseits um Absprachemöglichkeiten zu Straftaten zu verhindern. Usw. Deutschland tut weh.

Gravatar: Peter

Die U-Bahn in Medellin (Kolumbien) ist sauberer und sicherer als die von Berlin.

Die Waggons und Stationen sind blitzblank und auf jedem Bahnsteig stehen mindestens zwei Polizisten, plus Videokameras.

Die Stationen selbst kann man nur betreten, wenn man vorher ein Ticket gekauft hat.

Getränke usw. sind verboten. Wer sich nicht benimmt kriegt Ärger mit der Polizei und fliegt raus.

Kolumbien, ein Entwicklungsland mit viel Gewalt und Kriminalität, kriegt offenbar etwas hin, was man in Berlin und Deutschland nicht schafft. Warum?

Gravatar: Ercan Aslan

»Wir wollen deutlich machen, wir haben das Problem erkannt«.

Nein, habt ihr nicht!! Ihr doktert wieder nur an Symptomen rum!
Diejenigen, die sich in der Vergangenheit nicht an solche Gesetze gehalten haben, werden dies weiterhin nicht tun!

Wenn ihr selbst Reizgas etc. verbietet, nehmt ihr normalen Bürgern dazu auch noch die Möglichkeit, sich gegen Angriffe zu verteidigen!

Wie wäre es statt dessen mit mehr Polizeikontrollen bei unseren....ach was sag ich!! Es ist doch eh für die Katz, sich den Mund fusselig zu reden! Außerdem ist man dann Nazi und Xenophob und sonst noch was!

Diese ganzen Maßnahmen sind nur Augenwischerei und dazu noch dümmer, als die Polizei selber erlaubt!

https://www.youtube.com/watch?v=FkhE1n37sJ0

Gravatar: Stephan Achner

Wieder so eine linksgrüne Idiotenregelung. Das Kernproblem ist doch, dass der Staat sein Gewaltmonopol faktisch aufgegeben hat und sich nun Bürger gegen Gewaltkriminalität selbst schützen müssen, weil die - politisch gewollte - abgewirtschaftete Polizei die Bürger im öffentlichen Raum nicht mehr oder nicht mehr ausreichend schützen kann.

Mit einem Waffenverbot trifft man zuallererst friedliche Bürger, die sich selbst verteidigen müssen, weil dieser Staat versagt. Kriminelle wird dieses Waffenverbot sowieso nicht interessieren.

Gravatar: Frederik Friedrich

Na, dann müssen sich der deutsche Familienvater oder seine Tochter, die sich mit Pfefferspray vor dem Angriff von ****** ****** ********* ******* schützen wollen, ja warm anziehen. Mit Bewährungsstrafen wird ein Verstoß für sie kaum abgehen.
Der Kulturbereicherer wird sich eher keine Sorgen machen müssen, denn von den Bundespolizisten will doch keiner eine Anzeige wegen Islamfeindlichkeit - und damit seine Karriere - riskieren. Diese Typen kontrollieren und behindern doch lieber deutsche Verteidungsbereite und ganz besonders engagiert Eisenbahner bei deren Jobs und kontrollieren sie nach der Nachtschicht auf Atemalkohol - bzw. vertreiben nachts die Technischen Berechtigten von den ihnen zugewiesenen Stellplätzen auf Bahnhöfen, damit sie in aller Ruhe unbeobachtet ein Nickerchen machen können. Man muß dann eben keine Stellungnahmen schreiben und wird bei genügendem Eifer auch mal wieder befördert.
Was für ein widerliches Volk so alles von unseren Steuergeldern lebt! Und - die schämen sich offensichtlich kein bischen dafür!!!

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