Ausgrenzung Andersdenkender in der Kirche

Kirche entzieht neugewähltem AfD-Politiker die Kirchenämter

Die beiden großen Amtskirchen setzen konsequent um, was sie angekündigt haben: Sie entziehen AfD-Mitgliedern und besonders AfD-Politikern die Kirchenämter. Damit verkleinert sich die Kirche selbst.

Foto: Initiative Christenschutz
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Dieser Vorfall zeigt, wie die Kirche mit politischen Meinungen umgeht: In Brandenburg wurde ein Christ und ehrenamtlicher Kirchenfunktionär, der jetzt neu für die AfD in den Kreistag gewählt wurde, aus seinen Kirchenämtern geschmissen [siehe Bericht »Junge Freiheit«].

Die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Wittstock-Ruppin erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, eine Arbeit für die AfD und die gleichzeitige Ausübung kirchlicher Ämter sei einem neuen Kirchengesetz zufolge verboten, heißt es.

Damit wird klar: AfD-ler werden sich, freiwillig oder unfreiwillig, Schritt für Schritt von den großen Kirchen lösen.

Die Evangelische Kirche und die Katholische Kirche scheint es nicht zu stören, obwohl sie seit Jahren unter massivem Mitgliederschwund durch Kirchenaustritte leiden.

Warum bemüht sich die Kirche nicht, politisch parteiübergreifend die Menschen anzusprechen? Warum gibt sie sich nicht Mühe, Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen?

Die Antwort scheint einfach zu sein: Die wichtigsten Kirchenfunktionäre sind Beamte. Sie erhalten ihr Geld vom Staat, vom Steuerzahler. Selbst wenn die Kirche keine Kirchensteuer mehr bekommt, zahlt der Staat trotzdem weiter. Also wird nach den politischen Leitlinien der Regierung gebuckelt.

In den USA und Frankreich ist das nicht so. Dort sind Staat und Kirche klar getrennt. Vielleicht wäre dies auch ein Modell für Deutschland?

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Rita Kubier

Hallo, Ihr immer noch Kirchensteuerzahlenden, verlasst endlich diese Kirchen! Die sind es nicht (mehr) Wert, Euer Geld für eine menschenfeindliche Politik, die sie seit langem und zunehmend betreiben, zu erhalten, von dem die Kirchenobersten auch noch üppig leben! Ihr unterstützt mit jedem Cent an die Kirchen dieses linksgrüne System!
An Gott glauben kann man auch ohne Kirche. Dazu braucht man die Kirchen nicht. Die brauchen und wollen allerdings Euch und Euer Geld, um Euch ebenso zu verdummen und finanziell für dieses System abzuzocken. Lasst DAS nicht (weiterhin) mit Euch machen!!

Gravatar: maasmaennchen

Mal ehrlich als AfD Politiker hat er doch hoffendlich soviel Anstand und Verstand und tritt selbst aus diesem Schandverein Kirche aus.Er würde ja sein Amt als verantwortungsvoller Politiker im Namen Deutschlands beschmutzen und in den Dreck ziehen.Mit Sicherheit gibt es einen Gott aber ich kann mir nicht vorstellen das er eine
solche Kirche und Glaubensbrüder wünschte.Dieser Laden ist eine absolute Schande und eine Beleidigung für den Allmächtigen.

Gravatar: Patrickfeldmann

Die Frage ist für mich als Katholik nicht, ob ich in dieser Kirche noch zu Hause bin...
Die eigentliche Frage ist, ob die Repräsentanten der Kirche noch in der katholischen Kirche und ihren Traditionen und Lehrern zu Hause sind.
Die sogen. Evangelische Kirche ist eh Staatskirche und seit ich denken kann nur mit Macht und Moralismen beschäftigt.

Gravatar: S.

Die Kirche soll nur ihren Job machen. Menschen für Jesus zu gewinnen. Evangelisation.
Politik geht sie nichts an. Das ist nicht ihre Aufgabe.

Gravatar: Werner Hill

Mir fällt beim besten Willen nichts ein, was die Kirchen gegen die AfD haben könnten.

Mit einem weniger guten Willen könnte man höchstens vermuten, daß da Geld oder Erpressung eine Rolle spielen.

Was aber zu verwerfen ist, weil doch Kirchenobere ganz besonders gottesfürchtig sind, und daher weder bestechlich noch wegen irgendwelcher Fehltritte erpreßbar ...

Wahrscheinlich haben sie - im Gegensatz zur AfD - ganz einfach mit den "Geflüchteten" mehr Mitleid als mit ihren unter diesen leidenden Mitbürgern.

Gravatar: dr weiss

adf und die kirchsteuer ist ade......
raus aus dem **********verein...alles nur noch auf spendenbasis... aber sofort....

Gravatar: Freiherr-von-Preu

Jesus und auch Martin Luther würden sich im Grabe umdrehen bei diesen maroden Christen.

Gravatar: Joachim Datko

Zitat: "In Brandenburg wurde ein Christ und ehrenamtlicher Kirchenfunktionär, der jetzt neu für die AfD in den Kreistag gewählt wurde, aus seinen Kirchenämtern geschmissen [...]."

Das kann man doch einfach so hinnehmen. Ehrenamtlich bedeutet ja, dass man ohne finanzielle Gegenleistung arbeitet. Christ bleibt man, es gibt keinen Austritt aus dem Christentum. Man kann allerdings aus der Kirchensteuergemeinschaft austreten.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker

Gravatar: Gisi Oskar

Die ev. Kirche war mir immer unsympathisch, sie haben damals auch mit Erich koaliert.
Es folgen weitere Austritte, bald.

Gravatar: SchlafKindleinSchlaf

Die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Wittstock-Ruppin erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, eine Arbeit für die AfD und die gleichzeitige Ausübung kirchlicher Ämter sei einem neuen Kirchengesetz zufolge verboten, heißt es.

Vor Gott sind alle Menschen gleich, nur nicht für die Kirche.
Aber was will man verlangen von einer Instution die massenhaft "Hexen" verbrannt und Waffen gesegnet hat?
Leider vergessen die Menschen zu schnell.
Aber es ist kein Drama aus der Kirche ausgeschlossen zu werden, im Gegenteil, denn Gott braucht kein Haus , er ist immer bei dir.

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