Ende des Konflikts im Donbas nach acht Jahren Krieg greifbar

Kiew zieht letzte Truppen aus Sjewjerodonezk zurück

Kiew hat seine letzten Trupppen aus der Stadt Sjewjerodonezk zurückgezogen. Damit sind alle ukrainischen Einheiten, die seit 2014 in den beiden Donbas-Republiken die dortigen Unabhängigkeitsbewegungen bekämpft abhaben, aus der Region abgezogen. Ein Ende des Konflikts scheint dort nach acht Jahren Krieg greifbar.

Screenshot Tagesschau
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2014 hatten sich nach dem »Umsturz in Kiew« (Originalton deutscher Mainstreammedien im Februar 2014) die beiden überweigend von Russen und russisch-stämmigen Menschen bewohnten Donbas-Republiken Luhanks (nördlich) und Donezk (südlich) für von der Ukraine unabhängig erklärt. Daraufhin schickte Kiew eine Armee in die beiden Republiken, um die dortigen Unabhängigkeitsbewegungen und die Separatisten militärisch niederzuwerfen. Acht lange Jahre dauerte dieser Krieg an, jetzt ist sein Ende in sicht.

Am Wochenende hat Kiew angekündigt, seine letzten militärischen Einheiten aus der Stadt Sjewjerodonezk zurückzunehmen. Damit wäre dann die letzte noch von ukrainischen Einheiten besetzte Stadt der beiden Donbas-Republiken geräumt. Westmedien versuchen, die Räumung der letzten besetzten Stadt als »taktischen Rückzug« und als Teilerfolg zu verkaufen. Fakt ist, dass ein weiteres Verharren der ukrainischen Einheiten in der Republik Luhansk ohne den Abzug nur mit ihrer Vernichtung geendet hätte. Ein zweites Mariupol, wo vor allem die Ultranationalisten des Asow-Regiments den Durchhalteparolen Selenskijs folgten, konnte dieses Mal verhindert werden.

Der hat die Zeichen der Zeit offensichtlich immer noch nicht erkannt und erzählt in seinen Rundfunkdurchsagen und bei TV-Auftritten nach wie vor vom »Endsieg«. Nein, das ist keine Falschmeldung, Selesnkij hat bei einigen seiner Auftritte mehrfach vom »ostatochna peremoha« gesprochen, dem endgültigen Sieg. Wie der zustande kommen soll, hat Selenskij nicht gesagt. Dafür hat er - wie eigentlich immer - neue und mehr Waffen aus dem Westen gefordert.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Tom aus Sachsen

Hallo @Sting,

das wird aber ein feiner Canossa-Gang. Mal sehen wie lange unsere kriegswütigen Qualitätspolitiker im Büßergewand und mit der Kerze in der Pfote vor dem Kreml stehen und Bittgesänge anstimmen.

Ich möchte sogar behaupten daß Putin als Verhandlungsbasis erst die Absetzung und Bestrafung gewisser Politiker fordert. Und wenn ich bedenke wie groß Russland ist und welche Bodenschätze dort vorhanden sind dann kommt mir meine Behauptung gar nicht mal so utopisch vor.

Gravatar: Sting

Scholz ist doch wie alle anderen nur eine dumme Marionette !!

Wenn die Amis nach dem Sieg Russlands doch wieder versuchen mit den Russen ins Geschäft zu kommen (es gibt keine Alternative zu Russlands Rohstoffen), dann wird auch dann die ganze EU folgen !!

Der Gang des Westens nach Moskau ist in Wahrheit schon vorprogrammiert !!

Gravatar: Hajo

Jetzt wird es wirklich interessant, denn die Frage lautet nun, wie und wo geht es weiter oder auch nicht.

Strategisch betrachtet kann Rußland nicht einfach aufhören um damit der Gegenseite das Gefechtsfeld zu überlassen, denn am Ende könnten die so hochrüsten, daß die Gefahr zunächst nur gebannt ist, aber nicht beseitigt wurde und damit eine Rückeroberung wahrscheinlich ist, die es zu verhindern gilt.

Wenn der Kern der Ukraine in den Händen der Nato bleibt, denn die sind ja die eigentlichen Kriegstreiber und nicht die Ukrainer selbst, die man nur als Kanonenfutter verwendet, dann hätten die Russen nur einen Pyrrussieg errungen und nun bleibt es abzuwarten, was jetzt im Anschluß passiert und die Aussage des Westens ist doch offensichtlich, keine Aufgabe der Ukraine und das heißt für Rußland am Ende die gesamte Eroberung oder zumindest wesentliche Teile, denn sonst haben sie immer wieder Ärger an der Westfront.

Die wird gehalten weil man sonst den globalen Gedanken zu Grabe tragen kann und dieser Krisenherd wird der Menschheit noch recht lange zu schaffen machen, denn ohne den eurasischen Raum ist der Westen nicht überlebensfähig, was schon unter Hitler angedacht war und nun versuchen es die gleichen, die ihn schon damals angestachelt haben in diese Richtung zu marschieren, was dann alles gründlich schief ging.

Jetzt übernehmen sie selbst die Aufgabe von damals und die Russen wissen es natürlich und für sie gibt es nur eines. entweder sich zu behaupten oder unter zu gehen und dieser Kampf wird vermutlich nicht zu gewinnen sein, weil am Ende der Atomtod droht und Gnade Gott für alle Europäer, wenn dieser Umstand eintritt, was dann das Ende der westlichen Zivilisation einleiten würde und wer das nicht mit ins Auge faßt, der scheint total verblendet zu sein und führt die halbe Welt dem Untergang zu.

Gravatar: Walter

Es wird Zeit, dass die Russen Nägel mit Köpfen machen und diesem Selenskyj endlich das Großmaul stopfen. Solange diese US -Marionette über die Nato - Vasallen bestimmt was sie zu machen haben werden von selbigen unsere Steuergelder sinnlos verbraten.

Gravatar: Nordmann

Keinen Cent für Selesnkij und seinen "Endsieg".
Er bekommt den Hintern versohlt und wird sich mit seinen "US-Einnahmen" als Schauspieler/Präsidentendarsteller
rechtzeitig in ein sicheres Land - mit neuer Identität - absetzen.
Die arbeitenden Menschen in der Ukraine werden die Folgen dieses Interessenkonfliktes zwischen USA und Russland ausbaden müssen.
Die deutschen, wertschöpfend arbeitenden, Menschen werden, wie immer, die Fehler inkompetenter, feiger Regierungspolitiker, bezahlen. Mit Zins und Zinseszins.

Gravatar: Tina Rogger

Dieses in H. kriechen, wie gestern, hat mich schon angekotzt.
Jeden Tag den hören wir hier nur Mißt und Dummheit.
Und noch das Gesicht täglich des korrupten Schauspielers der Welt.
Wie viel $ sind heute sein Vermögen?
Volkstheater in Elmau, mau, mau, mau....

Gravatar: Tom aus+Sachsen

@Willi Winzig , um die deutschen Russlandhasser aufzuspüren sollte es dann aber ein russisches Sonderkommando geben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß da viele mitmachen würden. Ich natürlich auch. Adressen hätte ich mal schon.

Gravatar: Klaus Reichel

Taktischer Rückzug, Frontbegradigung, kurz vor dem Endsieg. Solche Sprüche kennen wir doch aus unserer eigenen Geschichte. Alles Bluff!

Ich bin nach wie vor für Waffenstillstand, Verhandlungen, friedliche Koexistenz mit gleichen Rechten für alle Bevölkerungsgruppen, wirtschaftliche Zusammenarbeit.
So wie man das früher unter dem Slogan "Wandel durch Handel" beabsichtigt hatte.

Das würde aber die (vermutlichen) Pläne der USA etwas stören, denke ich. Wenn ich das Interview mit Prof.Dr. Julia Lindley-French in der aktuellen JUNGEN FREIHEIT lese, der auf massive Aufrüstung und Konfrontation setzt, wird mir angst und bange.

Deutschland als reichstes Land Europas mit einem BIP von 4 Billionen Dollar könne sich das leisten, sagt er. In welchem Paralleluniversum lebt der denn?

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Der hat die Zeichen der Zeit offensichtlich immer noch nicht erkannt und erzählt in seinen Rundfunkdurchsagen und bei TV-Auftritten nach wie vor vom »Endsieg«. Nein, das ist keine Falschmeldung, Selesnkij hat bei einigen seiner Auftritte mehrfach vom »ostatochna peremoha« gesprochen, dem endgültigen Sieg. Wie der zustande kommen soll, hat Selenskij nicht gesagt. Dafür hat er - wie eigentlich immer - neue und mehr Waffen aus dem Westen gefordert.“

Ja mei: Weil er sich etwa sicher ist, das die US-Amry samt ihrer Nato - nach der Freilassung von US-Admiral Olson -
https://de.sci.theologie.narkive.com/XAYCcLDC/asowstahl-geraumt-us-admiral-unter-den-evakuierten
die Russen aus der Ukraine per Blitzkrieg in ihre
Grenzen zurückschlägt, den ´Bären` – den „Endsieg“ vor Augen - hernach kurzerhand erlegt ... und den ´Drachen` & Co. folgen läßt???

Gravatar: die Vernunft

Jedem Tag detonieren Natogeschosse auf russischem Staatsgebiet. Wie würde gleiches wohl der USA gefallen?
Die Hotels auf der Krim bleiben leer, kein Feriengast will durch Nato- Raketen sein Leben verlieren.

Dieser Krieg ist an einem Wendepunkt. Sollte er so fortgesetzt werden, wird die NATO mit Sicherheit voll in den Krieg mit hineingezogen werden. Putin sollte man nicht für einen leichtfertigen Schwätzer halten, die europäische Friedensordnung ist schon verspielt. Es wird immer heißer, weil der Westen mehr und mehr Öl ins Feuer gießt, ohne zu wissen, was im Feuer liegt. Deckt das Feuer ab, oder - uns fliegt a l l e s um die Ohren.

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