Zum Kardinal-Burke-Interview

Kardinal wirft Papst vor: Franziskus stiftet weiterhin Verwirrung um katholische Lehre

Mit seinem jüngsten Ausspruch des Zweifels ob die Hölle existiere, vergrößere der Papst die Verwirrung „weit mehr als tolerierbar ist“, erklärte Kardinal Raymond Burke in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur „La Nuova Bussola Quotidiana“.

Foto: Pixabay
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Die päpstliche Höllenleugnung war Teil eines Interviews des Papstes mit seinem atheistischen Freund Eugenio Scalfari (94) und wurde später vom Vatikan dementiert.

 

Scalfari habe die Aussagen des Papstes nicht korrekt wiedergegeben, lautete die Klarstellung des Vatikans, allerdings wurde keine Klärung zur Lehre der Hölle gegeben, was die Verwirrung fördere.

 

Der Vatikan habe sich wegen fehlender Klärung des Glaubensinhaltes „höchst unangemessen“ verhalten, so Kardinal Burke. „Falsche und häretische Überzeugungen,“ die Papst Franziskus zugeschrieben würden, sollten effektiver zurückgewiesen werden.

 

„Es ist eine Quelle des tiefgreifenden Skandals nicht nur für viele Katholiken, sondern auch für viele Menschen in der säkularen Welt, die die Lehren der katholischen Kirche respektieren, auch ohne an sie zu glauben“, fügte Burke hinzu.

 

Die Lage verschlimmere sich durch Schweigen vieler Bischöfe und Kardinäle, die sich vormachten „dass es keine ernsthaften Probleme gebe.“

 

„In höchsten Ämtern der Kirche mit Glaube und Lehre herumzuspielen skandalisiert Pfarrer und Gläubige,“ kommentierte Burke.

 

Die Situation rufe die Endzeit in Erinnerung erklärte der Kardinal, mit ihren Zeichen des Glaubensabfalls von innerhalb der Kirche. „Nummer 675 des Katechismus der Katholischen Kirche erklärt uns: ‚Vor dem Kommen Christi muss die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet, wird das ‚Mysterium der Bosheit‘ enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme.‘“

 

„In einer solchen Situation haben die Bischöfe und die Kardinäle die Pflicht, die wahre Lehre zu verkünden,“ fügte Burke hinzu, „gleichzeitig müssen sie die Gläubigen dazu anleiten, die Beleidigungen gegen Christus und die Verwundungen seines mystischen Leibes, der Kirche, zu sühnen, wenn der Glaube und die Disziplin nicht rechtmäßig von den Hirten geschützt und gefördert wird.“

 

Ermahnung seiner Hirten sei Teil der Aufgabe eines jeden Katholiken: „Der Respekt beinhaltete auch die Pflicht seines richtig geformten Gewissens zu folgen, und den Papst zu ermahnen, wenn er (scheinbar) von der wahren Lehre und richtigen Disziplin abweicht.“

 

Kardinal Burke ist einer der vier Unterzeichner der „dubia“ bezüglich der kirchlichen Morallehre, deren Beantwortung von Papst Franziskus bisher noch ausblieb.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Candide

Nennen Sie es Hōlle, nennen Sie es Karma, nennen Sie es Djinna: wer gegen die göttliche Lehre (oder auch: Harmonie des Kosmos) verstößt, muß dafür bezahlen. Einfach zum Kompensieren des Negativen in des Betreffenden Vergangenheit. Ob das nun wahr ist oder nur unbewiesen: ich persönlich gehe ein solches Risiko nicht ein.

Gravatar: Ercan Aslan

Ist ja köstlich!
Personen, die unbiblische Lehren verbreiten, schreien Zeter und Mordio gegen ihre Glaubensgenossen, wenn sie unbiblische Lehren verbreiten!
Und dann kommt der Clou: deren Obermacker stellt sich hin und sagt tatsächlich mal die Wahrheit!
Das geht ja gar nicht!!11elf Schließlich ist ja der Kathechismus wichtiger, als das, was wirklich in der Bibel drinsteht!
So ein Heuchlerverein! Naja...die brauchen wenigstens keine Angst vor dem Fegefeuer haben............denn das gibt es nicht!

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