Im Vatikan rollen die Köpfe

Kardinal Parolin aus Kontrollrat der Vatikan-Bank entlassen

Steht dem Kardinalstaatssekretär bald eine Entlassung aus dem Staatssekretariat bevor?

U.S. Department of State from United States / Public domain
Veröffentlicht:
von

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, einer der Top-Ernennungen und Freunde von Papst Franziskus wurde aus einer Kontrollkommission der IOR, des Istituto per le Opere di Religione des Vatikans – bekannt auch als Vatikanbank – entlassen. Seine Absetzung folgt nur wenige Wochen nach der Entlassung seines ehemaligen »Handlangers« und »Vollstreckers« Kardinals Angelo Beccius.

Becciu wurde aus dem Leitungsamt der Kongregation für die Heiligsprechungen und aus dem Kardinalsamt entlassen, nachdem ein Dossier seine Mitwirkung in einer mutmaßlichen Bestechungskampagne bewiesen hatte, die gegen Finanzprüfer-Kardinal George Pell gerichtet war [Freie Welt berichtete].

Nun muss auch Kardinal Parolin sich aus seinem Amt als Finanzwart verabschieden, wie Die Tagespost berichtet.

Die Entscheidung – wie die katholische Zeitung berichtet – wurde lediglich auf der Webseite des Bankinstituts mitgeteilt, nicht jedoch durch den Pressesaal des Heiligen Stuhls veröffentlicht oder gar durch die Vatikanzeitung L’Osservatore Romano berichtet.

Droht dem Kardinal auch bald eine Absetzung aus seinem Amt als höchster Diplomat und »Oberster Minister« des Vatikans? Laut der spanischen Nachrichtenseite Religion digital soll Kardinal Giuseppe Petrocchi, derzeitiger Erzbischof von L’Aquila, sein Nachfolger in diesem hohen Amt werden.

Die Absetzung Parolins geschah im Vorfeld einer Inspektion des Moneyval-Ausschusses des Europarats, der wegen Gelwäsche im Vatikan forscht. Die Inspektion endet am 14. Oktober.

Parolin und Becciu scheinen beide in diese Geldwäscheanklage verstrickt zu sein. Auch dass der ehemalige »Spürhund« von dubiosen finanziellen Angelegenheiten, Kardinal George Pell, fälschlich inhaftiert wurde (um unschädlich gemacht zu werden?) und nun vor einigen Tagen von Papst Franziskus in Audienz empfangen wurde, gilt als weiteres Indiz.

(jb)

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Thomas Waibel

Es wäre sehr interessant zu erfahren, ob der Bergoglio in der Schmutzkampagne gegen Pell involviert war.

Daß der "Papst" Pell in Audienz empfangen wurde, beweist noch längst nicht, daß er von der Sache nichts wußte.

Gravatar: Gretchen

Es geht voran!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Parolin und Becciu scheinen beide in diese Geldwäscheanklage verstrickt zu sein. Auch dass der ehemalige »Spürhund« von dubiosen finanziellen Angelegenheiten, Kardinal George Pell, fälschlich inhaftiert wurde (um unschädlich gemacht zu werden?) und nun vor einigen Tagen von Papst Franziskus in Audienz empfangen wurde, gilt als weiteres Indiz.“

Will der Franzi diese Audienz etwa deshalb, weil er Angst davor hat, dass der Vatikan auch den Atomkrieg mitfinanzieren muss
https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article113245856/Vatikan-Millionen-unterstuetzten-alliierte-Ruestung.html,
den die göttlich(?) diktierte Bundeswehr gerade probt???
https://www.anti-spiegel.ru/2020/manoever-steadfast-noon-die-bundeswehr-trainiert-gerade-den-atomkrieg/

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang