Fernández ist nun höchster Glaubenshüter

Kardinal Müller bestätigt Bedenken des Vatikans gegen Erzbischof Fernández

Kardinal Gerhard Müller hat die Existenz eines vatikanischen Dossiers bestätigt, das theologische Bedenken gegen Erzbischof Victor Manuel Fernández enthält, der kürzlich von Papst Franziskus zum Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre ernannt wurde.

Erzbischof Victor Fernández/Bild: Paul Haring, CNS
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Kardinal Gerhard Müller hat die Existenz eines vatikanischen Dossiers bestätigt, das theologische Bedenken gegen Erzbischof Victor Manuel Fernández enthält, der kürzlich von Papst Franziskus zum Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre ernannt wurde. Die Akte stammt aus der Zeit, als Kardinal Jorge Bergoglio von Buenos Aires Fernández 2009 zum Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien ernannte, wie National Catholic Register berichtet.

Erzbischof Fernández spielte den Inhalt des Dossiers herunter und behauptete, die Bedenken des Vatikans beruhten auf Anschuldigungen aus seinen Schriften, die er nicht für wichtig halte. Er erklärte, ein Briefwechsel mit Beamten des Vatikans habe seine Positionen geklärt und zu einer gelassenen Lösung geführt.

Kardinal Müller, ehemaliger Präfekt des Dikasteriums von 2012 bis 2017, bestätigte, dass das Dossier in den späten 2000er Jahren von Erzbischof Jean-Louis Bruguès angelegt wurde. Sie diente dazu, dem Dikasterium Informationen über Fernández' theologische Perspektiven zu liefern, um die für seine Ernennung zum Rektor erforderliche Genehmigung (nihil obstat) entweder zu erteilen oder zu verweigern.

Trotz der Existenz der Akte übernahm Fernández schließlich das Amt, nachdem er die Bedenken ausgeräumt hatte. Es wird spekuliert, dass er die Übereinstimmung mit der kirchlichen Lehre zugesichert haben könnte, wie es in solchen Fällen häufig der Fall ist.

Erzbischof Fernández hat sich auch zu seinem weiteren Vorgehen in der Theologie geäußert. Er betonte, dass seine Ernennung zum Rektor im Jahr 2009 Anlass für einen Briefwechsel mit Beamten des Vatikans war, um seine Ansichten zu klären. Er sah sich mit Anschuldigungen wegen eines Zeitungsartikels konfrontiert, in dem er das Verständnis der Kirche von der Ehe und der Segnung homosexueller Partnerschaften erörterte, was ihn nach eigenen Angaben mehrere Monate Zeit kostete.

Er betonte zwar, dass sich die Lehre der Kirche nicht ändern könne, argumentierte aber, dass sich das Verständnis der Lehre weiterentwickeln könne. Er erwähnte, dass Papst Franziskus seine Zuversicht zum Ausdruck gebracht habe, dass die Bedenken durch einen Dialog ausgeräumt werden könnten.

Die neue Rolle von Erzbischof Fernández als Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre hat einen interessanten Hintergrund. Papst Franziskus hat in einem Brief angedeutet, dass das Dikasterium unter Fernández' Leitung einen anderen Ansatz verfolgen wird als in der Vergangenheit, die durch eine strenge Prüfung der Lehre gekennzeichnet war. Stattdessen wird erwartet, dass sich Fernández' Amtszeit auf ein harmonisches Wachstum des Verständnisses der Lehre konzentrieren wird.

Die Ernennung von Erzbischof Fernández hat Diskussionen über seine theologische Haltung und die doktrinäre Aufsicht des Vatikans ausgelöst. Es bleibt abzuwarten, wie sich seine Führung auf die Arbeit des Dikasteriums und die breitere theologische Landschaft unter der Leitung von Papst Franziskus auswirken wird.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Croata

Es gibt gute Kardinäle / Bischöfe - leider in der Rente / Pension.
Der Papst hat seine Leute überall installiert.
Die Zukunft sieht nicht gut aus.
Wer sich wehrt wird in 1 kleine Dorfkirche transferiert somit geht er in die Bedeutungslosigkeit.

Gravatar: Sarah

Freimaurer

Linker "Papst"und linke Handlanger des Teufels!
Sie arbeiten emsig seit Jahrzehnten an der Zerstörung der Kirche Christi.
Allen Christenhassern auch hier:
Christus, der Herr wird das letzte Wort sprechen!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Kardinal Gerhard Müller hat die Existenz eines vatikanischen Dossiers bestätigt, das theologische Bedenken gegen Kardinal Gerhard Müller hat die Existenz eines vatikanischen Dossiers bestätigt, das theologische Bedenken gegen Erzbischof Victor Manuel Fernández enthält, der kürzlich von Papst Franziskus zum Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre ernannt wurde enthält, der kürzlich von Papst Franziskus zum Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre ernannt wurde.“ …

Weil der Franzi den Viktor Per US-Weisung zu befördern ´hatte`, der er auf ähnliche Art seinen Posten bekam?

Wobei sich im Falle des Viktor Emanuel F selbst die Kritik der Antimissbrauchsorganisation erfolglos blieb!

Weil die pädophilen Priester mit päpstlichem Segen auch weiterhin das Sagen behalten sollen???
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-07/vatikan-papst-franziskus-befoerderung-bischof-vorwuerfe-missbrauch-vertuschung

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