Daten einer halben Milliarden Facebook-Nutzer waren veröffentlicht worden

Irland verknackt Zuckerbergs »Meta« zur Zahlung von 265 Millionen Euro

Wer als global agierendes Unternehmen in der EU Geschäfte machen will, braucht eine Niederlassung in der EU. Weil aber global agierende Unternehmen ungerne Steuern zahlen, lassen sie sich im Niedrigsteuerland Irland nieder. Doch manchmal schützt auch das nicht mehr vor Zahlungen.

Foto: Facebook
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Die EU behauptet ja so gerne von sich, sie würde aktiv gegen die Steuerflucht global agierender Unternehmen vorgehen. Das ist natürlich totaler Humbug. Man gönnt sich in der EU mit der Republik Irland und Luxemburg sogar zwei »hauseigene« Niedrigsteuerländer. Es ist daher wenig verwunderlich, dass global agierende Unternehmen, sofern sie Geschäfte in der EU machen wollen, sich bevorzugt in einem dieser Länder niederlassen. Sie machen zwar den meisten Umsatz in der Regel in den finanziell und wirtschaftlich starken Ländern der EU, insbesondere Deutschland, aber wollen selbstverständlich dort nicht ihre Steuern entrichten. Also tricksen sie ihre Einnahmen klein, bezahlen ihre paar Steuergroschen in Irland oder Luxemburg und werden selbst persönlich reicher und reicher und reicher.

Manchmal aber warten Gerechtigkeit oder Schicksal nur auf die passende Gelegenheit, um zuzuschlagen. So wie aktuell bei »Meta«, Zuckerbergs Muttergesellschaft unter anderem des sozialen Netzwerks »Facebook«. Zuckerbergs Unternehmen wurde jetzt von der irischen Datenschutzbehörde zur Zahlung eines Geldstrafe in Höhe von 265 Millionen Euro verdonnert. Im vergangenen Jahr waren Daten von mehr als einer halben Milliarde Facebook-Nutzern im Internet veröffentlicht worden.

Es ist bereits das vierte Mal seit September 2021, dass die irische Behörde eine hohe Geldstrafe gegen Meta verhängt. Damals musste die Meta-Tochter WhatsApp 225 Millionen Euro wegen Verstößen gegen Datenschutzregeln zahlen. Dazu kommt eine weitere Datenschutzstrafe von 17 Millionen Euro gegen den Mutterkonzern aus dem vergangenen März und eine im September von der DPC verhängte Geldstrafe von 405 Millionen Euro gegen Instagram wegen schwerer Verstöße gegen Datenschutzregeln für Kinder.

Da ist dann schnell mal eine Milliarde Euro futsch. Zuckerberg dürfte »not amused« sein....

Übrigens: wer sich darüber beschwert, dass Facebook mit der ganzen Werbung auf all seinen Seiten Geld macht - niemand ist verpflichtet, diese Werbung zu aktivieren oder dort zu kaufen. Nur einfach der Vollständigkeit halber.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Melanie

Sowas, dass Nutzerdaten öffentlich werden darf überhaupt nicht passieren. Man sollte die Firma schliessen und Zuckerberg einbuchten. Mit Firmen geht man viel zu zimperlich vor, Wenn solche EDV.Profis nicht auf Daten aufpassen können, dann läuft doch da etwas ganz grundsätzliches schief.

Gravatar: Thomas

Das bezahlt META ,aus der Kaffekasse und in den Steueroasen der reichsten Familien der Welt, wurde ein
Vermögen,von mehreren hundert billionen Dollar, in
Sicherheit gebracht, vor den ausgepressten Völker, der
Welt. Mit diesen steuerbefreiten Vermögen, werden ja
die Pläne ihres religiösen Bellvorlegers Schwab, finanziert,
genauso wie viele NGOs. Besitzlos und glücklich, sollen die
Völker werden, nicht Schwabs Auftraggeber.

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