Europa, so Erdogan, sei ein Kontinent, der »in jeder Hinsicht verrottet, ließ er jüngst über die AKP-abhängige Zeitung »Yeni Söz« verkünden. Wenn die Türkei mit einem Marsch in Richtung Europa an einem Morgen begänne, so »können wir unser Abendgebet im Berliner Schloss Bellevue haben«, heißt es in dem Blatt weiter. Erdogan poltert aufgrund der an seiner Politik aus der EU geäußerten Kritik in Richtung Berlin und Brüssel und droht unverhohlen: »Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer auch nur irgendwo auf der Welt sicher einen Schritt auf die Straße setzen können.« Europa werde ohnehin bald türkisch werden, sagt Erdogan.
Trotz dieser schrillen Töne aus Ankara wollen manche EU-Granden wie Jean-Claude Juncker an den Beitragsgesprächen der Türkei zur EU auch weiterhin festhalten. Für Juncker ist es dabei offensichtlich unerheblich, dass Erdogan seine Schergen verstärkt auf die Jagd nach Oppositionellen jeder Art und Coleur in Bewegung gesetzt hat. Juristen, Polizisten, Anwälte, Politiker, Journalisten - alle, die auch nur den leisesten Hauch einer Kritik an Erdogan äußern, werden von dessen Häschern unbarmherzig verfolgt, gejagt und eingekerkert.
Natürlich kann man über einen Journalisten wie Yücel, der sich dahin gehend geäußert hat, dass sich etwas Besseres als Deutschland allemal fände, durchaus geteilter Meinung sein. Dass er aber für kritische Äußerungen an Erdogans Politik auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft gehalten wird, ist nicht wirklich mit den Grundlagen der Menschenrechte vereinbar. Die von Erdogan nun ausgestoßenen militärischen Drohungen sollten, so lässt es der gesunde Menschenverstand erahnen, ausreichend sein, um die Verhandlungen mit ihm und die Zahlungen an die Diktatürkei sofort abzubrechen respektive auszusetzen. Doch die EU-Kraten wie Juncker scheinen da anderer Ansicht zu sein.


Kommentare zum Artikel
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Das Beklemmende ist: Erdogan hat recht. Europa ist in der Tat in jeder Hinsicht verrottet und hat fremden Invasoren vermutlich nur wenig entgegenzusetzen. Wehren können wir uns nicht mehr, selbst die alten Waffen haben wir an Kurden u.ä, verscherbelt.
„In der Zwischenzeit ist man ja einige schrille Töne vom türkischen Alleinherrscher und Merkel-Freund Erdogan gewöhnt. … Aktuell lässt Erdogan die Welt wissen, dass die Türkei »Europa in drei Tagen einnehmen« könne.“ …
Durften sich die Türken mit Genehmigung unserer heiligen(?) Kanzlerin & Co. etwa deshalb schon mal entsprechend vorbereiten??? https://deutsch.rt.com/kurzclips/55175-was-machen-turkische-kampfjets-uber/
Die Türken vor Wien....? Das war gestern. Und wenn es noch keiner gemerkt hat, sie sind schon lange da!
Es ist alles eine Frage der Zeit und der Vermehrung. Nun, die Deutschen sterben - angeblich - doch aus. Die Ausländer müssen nur Geduld bewahren, dann gehört ihnen Deutschland kampflos.
???
Ist diese Annahme wirklich so irreal? Wie viele gewaltbereite "Kulturbereicherer" und "Verhinderer der Degeneration in Inzucht" sind noch mal gleich nach Deutschland gekommen? Und gegen die sollen die grün-gewaschenen deutschen Bubis etwas ausrichten? Vergessen Sie es!
Man kann ihn zurecht für größenwahnsinnig verrückt halten, aber damit wird er auch dank langer Nato-Militärhilfe leider recht haben, denn schließlich hausen Millionen seiner fanatischten Islam-Anhänger mitten unter uns, weil wir dummen deutschen Gutmenschen ja so supi erfolgreich bei der Integration von importierten Muselmanier-Massen sind.
Zu Yücel: "Dass er aber für kritische Äußerungen an Erdogans Politik auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft gehalten wird, ist nicht wirklich mit den Grundlagen der Menschenrechte vereinbar."
Natürlich kann jemand ohne Beweise und ohne Gerichtsurteil 5 Jahre in U-Haft sitzen. Wäre sie frei, könnte sie die Verwicklungen staatlich organisierter Verbrecher in der NSU-Affäre ausplaudern....
Keine Sorge, die Akten werden ja 120 Jahre lang unter Verschluß gehalten. Damit die Legende von der bösen Nazivereinigung weiter lebt und niemand die Wahrheit erfährt...
Ich sehe hier keinen wesentlichen Unterschied zu Erdowahns Türkei.
Erdowahns Vorfahren haben viele Jahrzehnte gebraucht, bis sie überhaupt bis vor Wien kamen. Dank des mutigen Widerstandes vor allem der Ungarn, die dabei erhebliche Verluste erlitten und anschließend rund 150 Jahre türkisch-osmanische Herrschaft erdulden mußten.
Heute wohnen die Türken dank Volksverräter in Massen in Wien, Köln, Berlin und überall.
In Moscheen und Gemüselagern haben sie ihre Waffen deponiert. Und rufen Erdowahn zu: "Führer befiehl, wir schlagen zu!"